Seit 1962 diskutieren jeden Februar in München internationale Vertreter von Politik, Militär, Rüstung und Wissenschaft über Sicherheitsfragen. Es ist das weltgrößte Treffen dieser Art. Gegründet wurde es vom deutschen Verleger
Ewald von Kleist
als Wehrkundetagung, seit 2008 heißt sie
Münchner Sicherheitskonferenz
. Sie findet im
Hotel Bayerischer Hof
statt; wegen scharfer Proteste sind alljährlich Tausende Polizisten im Einsatz.
Von 1999 bis 2008 leitete
Horst Teltschik
, CDU-Politiker und Vertrauter von Ex-Kanzler Helmut Kohl, die Konferenz. 2009 hat der ehemalige Diplomat
Wolfgang Ischinger
das Amt übernommen.
Im Vordergrund steht das Gespräch. Die Konferenz ist vor allem berühmt für inoffizielle hochkarätig besetzte Treffen in Nebenzimmern und auf den Fluren. Ein offizielles Papier wird in München nicht verfasst: keine Beschlüsse, kein Abschlusskommuniqué.