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Alle Artikel und Hintergründe

Burka-Debatte: Totalitarismus der Aufklärung

SPIEGEL ONLINE - 29.08.2016

Wer in der Öffentlichkeit bestimmte Kleidungsstücke verbietet, begibt sich auf einen gefährlichen Weg: Morgen ist es das Essen von Tieren oder die Prostitution, die die Sittenpolizei alarmieren. mehr...

BA-Chef Weise: Burka und „liederliche Kleidung“ sind tabu

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2016

Die Union fordert es, in der Arbeitsagentur gilt es bereits: Das Burkaverbot. Agenturchef Weise erklärt in der „Bild am Sonntag“, warum. Und auch Margot Käßmann mischt sich in die Debatte ein. mehr...

Umfrage: Große Mehrheit für Vollverschleierungsverbot

SPIEGEL ONLINE - 26.08.2016

Sollen Musliminnen in Deutschland eine Burka oder einen Nikab tragen dürfen? Bei einer Umfrage für den „Deutschlandtrend“ der ARD sprach sich eine große Mehrheit für ein Verbot der Vollverschleierung zumindest in Teilen der Öffentlichkeit aus. mehr...

Gewerkschaft: Verschleierte Mädchen nicht vom Unterricht ausschließen

SPIEGEL ONLINE - 23.08.2016

Wie geht man mit Gesichtsschleiern im Unterricht um? Die Lehrergewerkschaft GEW warnt davor, verschleierte Schülerinnen auszuschließen. Das isoliere die Mädchen nur noch mehr. mehr...

Debatte um Vollverschleierung: Der Wahrheit ins Gesicht schauen

SPIEGEL ONLINE - 23.08.2016

Burka oder Nikab sind kein Ausdruck von Religiosität. Der Vollschleier ist ein Herrschaftsinstrument, um Frauen zu unterdrücken und ihnen Gesicht und Freiheit zu nehmen. mehr...

Osnabrück: Schule darf Muslimin wegen Gesichtsschleier ablehnen

SPIEGEL ONLINE - 22.08.2016

Ein Abendgymnasium darf eine Schülerin abweisen, weil sie einen Nikab trägt. Das hat das Verwaltungsgericht Osnabrück entschieden. mehr...

Debatte über Burkiniverbot: „Französische Absurdität“

SPIEGEL ONLINE - 20.08.2016

Wie viel muslimische Verhüllung ist okay? In westlichen Ländern wird darüber intensiv diskutiert. Britische und amerikanische Kommentatoren äußern jetzt heftige Kritik an den Burkiniverboten in Frankreich. mehr...

Vollverschleierung und Gleichberechtigung: Die Burka und die Deutschen - Liebe wird das nicht

SPIEGEL ONLINE - 20.08.2016

Jetzt also die Burka. Verbieten wir doch alles, was stört: Mundgeruch, Fleischsalat, die Kolumne von Frau Berg. Aber die Widersprüche auf dieser Welt beendet das nicht. mehr...

Union und Burkaverbot: Reines Kalkül

SPIEGEL ONLINE - 19.08.2016

CDU und CSU haben sich auf einen Wunschkatalog zur Sicherheits- und Integrationspolitik geeinigt. Zentraler Punkt: ein eingeschränktes Burkaverbot. Der Kurs der Union ist riskant - wahltaktisch aber notwendig. mehr...

Vollverschleierung: Unionsinnenminister wollen Burkaverbot light

SPIEGEL ONLINE - 19.08.2016

Keine Vollverschleierung in Schulen, vor Gericht oder im Auto: In der Burka-Debatte haben sich die Innenminister der Union auf einen Kompromiss geeinigt. Für ein generelles Verbot wollen sie nicht mehr eintreten. mehr...


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Islamische Verbände in Deutschland
Zentralrat der Muslime
Er ist am bekanntesten. Das liegt am Vorsitzenden Aiman Mazyek, öffentliches Gesicht der Muslime in Deutschland. Er nimmt häufig Stellung zu aktuellen Fragen und ist gut vernetzt. Mazyek setzt sich gegen Islamophobie und für einen christlich-islamischen Dialog ein. Der ZMD in Köln hat 24 muslimische Organisationen als Mitglieder. Unter den Dachverbänden gehört er aber zu den Kleinen - mit 300 Moscheegemeinden und 15.000 bis 20.000 Mitgliedern. Der Verband vertritt Muslime aus vielen Ländern. Islamexpertin Lale Akgün sagt: "Herr Mazyek ist medial sehr präsent, kann aber nur für eine kleine Minderheit der Muslime sprechen."
Ditib
Die Türkisch Islamische Union ist mit Abstand die größte muslimische Organisation, wächst weiter und vertritt rund 900 Gemeinden. Sie untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Ihre Ortsvereine machen vielerorts in Deutschland durch Moscheebauten auf sich aufmerksam. In Köln baut sie den bundesweit größten Moscheekomplex. Die Ditib gilt als konservativ. Sie richtet sich strikt an den Vorgaben aus Ankara aus. Der Vorstandsvorsitzende wechselt häufig. Bekanntestes Gesicht ist der langjährige Dialogbeauftragte und Geschäftsführer Bekir Alboga.
Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
Mit 300 Moschee- und Bildungsvereinen gilt er als unpolitisch und tief religiös. Er bildet Imame aus und hat überwiegend türkische Mitglieder.
Koordinationsrat der Muslime (KRM)
Hier sind seit 2007 neben ZMD und Ditib auch Islamrat und VIKZ zusammengeschlossen. Die Verbände wollen sich damit besser Gehör verschaffen und auch als Ansprechpartner für die Politik mehr Einfluss zu gewinnen. Der KRM geht davon aus, er vertrete 85 Prozent der Moscheegemeinden. Islamwissenschaftler Ralph Ghadban sagt: maximal 15 Prozent. Die KRM-Mitglieder laden alljährlich am 3. Oktober zum Tag der Offenen Moschee.
Islamrat
Er bekennt sich uneingeschränkt zum Grundgesetz und den Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie es in seiner Selbstdarstellung heißt. Sein größtes Mitglied Milli Görüs (MG) ist aber umstritten, der Verfassungsschutz führt MG als islamistische Organisation, allerdings ist diese Einschätzung nach Reformen bei Milli Görüs in der Diskussion. Der Hamburger Verfassungsschutz beobachtet Milli Görüs nach Reformen - getragen durch jüngere Mitglieder - weitgehend nicht mehr.
Liberal-Islamische Bund (LIB)
Der LIB ist ein neuer, kleiner Verband. Die Vorsitzende Lamya Kaddor ist derzeit gefragte Interview-Partnerin. In Abgrenzung zu den anderen Verbänden legt der LIB den Islam bewusst sehr zeitgemäß aus. Kaddor sagt: "Wir Muslime müssen Extremismus in unseren Reihen bekämpfen. Da müssen wir viel entschlossener ran."
Alevitische Gemeinde Deutschland
Aleviten sind nach den Sunniten die zweitgrößte Konfession der Türken in Deutschland. Ihre religiösen Regeln sind weniger streng, viele Kurden in Deutschland sind Aleviten.
Religionsräte
In Ländern wie Niedersachsen, Hamburg oder Bremen haben sich religiöse Dachverbände (Schura) gebildet, um der Politik als Ansprechpartner etwa für Religionsunterricht zu dienen. Der Islam-Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dietmar Molthagen, sagt: "Sie schaffen es, den Vertretungsanspruch einzulösen." In Berlin wird derzeit die Gründung einer Schura erwogen.
Türkische Gemeinde in Deutschland
Die Türkische Gemeinde ist eine säkulare politische Interessenvertretung. Ihr Ex-Chef Kenan Kolat trat umtriebig für Integration ein. Seine Nachfolger Gökay Sofuoglu und Safter Çinar sind noch nicht so präsent.


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