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Alle Artikel und Hintergründe

AFP

Umkämpftes Land

Ein halbes Dutzend Kriege und endlose Friedensverhandlungen prägen den Konflikt zwischen Israelis und Arabern um das Land zwischen Jordan und Mittelmeer. Neben den Juden, für die es der Bibel nach heiliges Land ist und die dort 1948 ihren Staat gründeten, machen auch die ansässigen Palästinenser ihre Ansprüche geltend.

Angedrohte Sanktionen: Israels Elite zittert um Milliardengeschäfte

SPIEGEL ONLINE - 06.02.2014

Die Warnung an Israelis und Palästinenser ist eindeutig: Scheitern die Friedensverhandlungen, drohen empfindliche internationale Sanktionen. Die wichtigsten Geschäftsleute in Israel fürchten Milliardenverluste - und fordern in einer Zeitungsanzeige den Abschluss eines Abkommens. mehr...

Nahost-Verhandlungen: USA wollen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern bis Ende 2014

SPIEGEL ONLINE - 31.01.2014

Die USA drücken bei den Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern aufs Tempo. In den kommenden Wochen sollen beide Seiten ein Rahmenabkommen schließen, Ende des Jahres soll ein dauerhafter Vertrag stehen. Nun wurden erste Details zum Stand der Verhandlungen bekannt. mehr...

Friedensgespräche mit König Abdullah II.: Netanjahu reist überraschend nach Jordanien

SPIEGEL ONLINE - 16.01.2014

Neue Verhandlungen in Nahost: Israels Regierungschef ist unangekündigt nach Jordanien geflogen, um mit König Abdullah II. über den Friedensprozess zu sprechen. Ein Verdienst des US-Außenministers Kerry, der sich seit Wochen intensiv um eine dauerhafte Lösung bemüht. mehr...

Verbalattacke: Israels Verteidigungsminister entschuldigt sich bei Kerry

SPIEGEL ONLINE - 15.01.2014

"Unangebrachte Besessenheit", "messianischer Eifer": Wenig schmeichelhafte Bemerkungen hatte Israels Verteidigungsminister Jaalon für die Nahost-Friedensverhandlungen von US-Außenminister Kerry übrig. Jetzt musste der Lästerer zurückrudern. mehr...

Palästina: Israelische Soldaten halten Regierungschef Hamdallah auf

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2014

Routine-Kontrolle oder Schikane? Israelische Soldaten haben die Wagenkolonne des palästinensischen Regierungschefs angehalten und für längere Zeit nicht weiterfahren lassen. Der offizielle Grund: Geschwindigkeitsübertretung. Fast sei dabei eine Schlägerei entstanden. mehr...

Nahost-Verhandlungen: Israels Verteidigungsminister lästert über Kerry

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2014

"Kerry soll den Nobelpreis gewinnen und uns in Ruhe lassen": Israels Verteidigungsminister Jaalon hat hinter verschlossenen Türen heftig über die Bemühungen des US-Außenministers im Nahost-Konflikt gelästert. Jetzt machte eine Zeitung die Äußerungen öffentlich. mehr...

Westjordanland: Palästinenser kommen jüdischen Siedlern zu Hilfe

SPIEGEL ONLINE - 08.01.2014

Eine Gruppe jüdischer Siedler soll ihre Wut über Rodungen in ihrer illegalen Siedlung in einem palästinensischen Dorf abreagiert haben. Daraufhin wurden sie von jungen Einwohnern in die Enge getrieben und geschlagen. Ältere Palästinenser schützten die Siedler. mehr...

Tod eines Diplomaten: Polizei findet ein Dutzend Waffen in palästinensischer Botschaft

SPIEGEL ONLINE - 05.01.2014

Eine rätselhafte Explosion an seinem Tresor tötete den palästinensischen Botschafter in Prag. Wie die Polizei nun bestätigte, wurden in der diplomatischen Vertretung auch zwölf Waffen gefunden. Es handelt sich demnach um Pistolen und Maschinenpistolen. mehr...

US-Außenminister in Nahost: Kerry gibt nicht auf

SPIEGEL ONLINE - 04.01.2014

Er wurde mit "Go Home"-Plakaten begrüßt, doch der US-Außenminister lässt nicht locker. John Kerry meldet Fortschritte bei den Nahost-Friedensgesprächen. Nun geht es weiter nach Riad, die wütenden Saudis beruhigen. mehr...

US-Außenminister in Nahost: Kerrys unerbittliche Shuttle-Diplomatie

SPIEGEL ONLINE - 03.01.2014

Er ist so unnachgiebig wie kaum ein anderer Vermittler im Nahost-Konflikt: John Kerry kämpft erneut für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Schon viele Vorgänger sind an der Aufgabe gescheitert. Doch der US-Außenminister hat nichts mehr zu verlieren. mehr...


Geschichte Israels

Knackpunkte der Nahost-Gespräche
Sicherheit
DPA
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

Flüchtlinge
DPA
Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den palästinensischen Gebieten und Israels Nachbarländern 4,8 Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen.

Die Flüchtlinge beharren auf das Recht, in ihre Heimat im heutigen Israel zurückkehren zu dürfen, Israel verneint dieses Recht und will den Verzicht auf eine Rückkehr in einem Friedensvertrag festschreiben.

Grenzen
DPA
Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen. Israel beansprucht jedoch Teile dieses Territoriums – entgegen internationalem Recht – für sich. Israel hatte den Gaza-Streifen 2005 zwar geräumt, sein Embargo seit der Machtübernahme der Hamas 2007 aber verschärft.

Israel will zudem an Teilen des Westjordanlands festhalten. Dort gibt es rund 120 jüdische Siedlungen mit etwa 300.000 Israelis. In Ost-Jerusalem leben nach Angaben israelischer Menschenrechtler weitere 200.000. Nach internationalem Recht sind diese Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet illegal und müssen geräumt werden.

Jerusalem
AP
Der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist besonders umstritten. Israel beharrt auf dem ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Im Jahr 2000 scheiterte der Nahost-Gipfel an der Jerusalemfrage.
Golan
AP
Syrien dringt darauf, dass die 1967 besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. Von der 1150 Quadratkilometer großen Hochebene hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels überwachen. Heute leben in dem Gebiet neben rund 20.000 Syrern auch etwa 20.000 jüdische Einwohner.
Scheba-Farmen
DPA
Das 30 Quadratkilometer kleine Gebiet an der Grenze von Syrien, Libanon und Israel ist seit langem umstritten. Die Vereinten Nationen und die USA sind der Ansicht, dass das Territorium als Teil der Golanhöhen zu Syrien gehört. Der Libanon und Syrien haben ihre Ansprüche bislang nicht eindeutig formuliert und wollen den Grenzdisput nach einem israelischen Rückzug klären.
Wasser
REUTERS
Schon vor 20 Jahren wurde vor einem drohenden Nahost-Krieg um Wasserquellen gewarnt. Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte immer knapper. Amnesty International wirft Israel vor, Palästinenser bei der Nutzung der gemeinsamen Ressourcen zu benachteiligen, was die Regierung zurückweist. Die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers ist auch ein Streitpunkt im Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen.

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Israels Regierungschefs: Wechselspiel der Macht




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