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Alle Artikel und Hintergründe

AFP

Umkämpftes Land

Ein halbes Dutzend Kriege und endlose Friedensverhandlungen prägen den Konflikt zwischen Israelis und Arabern um das Land zwischen Jordan und Mittelmeer. Neben den Juden, für die es der Bibel nach heiliges Land ist und die dort 1948 ihren Staat gründeten, machen auch die ansässigen Palästinenser ihre Ansprüche geltend.

Nahost: Zwei Tote bei Unruhen im Westjordanland

SPIEGEL ONLINE - 05.10.2015

Der Nahostkonflikt verschärft sich zunehmend. Bei Unruhen im Westjordanland erschoss die israelische Armee zwei junge Palästinenser. mehr...

Reaktion auf Abbas' Wutrede: Kerry nennt Frieden im Nahen Osten erreichbar

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2015

Palästinenserpräsident Abbas will sich nicht mehr an den Nahost-Friedensprozess von Oslo halten. Seine Rede sorgt für Aufregung, doch US-Außenminister Kerry gibt sich optimistisch. Frieden zwischen Israel und Palästina sei "kein unmöglicher Traum". mehr...

Palästinenserpräsident Abbas: Leere Drohungen

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2015

Palästinenserpräsident Abbas fühlt sich nicht mehr an den Osloer Friedensprozess gebunden. Mit seiner Uno-Rede wollte er aufrütteln - offenbart aber hat er vor allem: seine Schwäche. mehr...

Netanyahu vor der Uno: Ihr glaubt, Ihr könnt den Tiger in ein Kätzchen verwandeln?

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2015

Ein gereizter Benjamin Netanyahu hat der Uno "extreme Feindlichkeit" vorgeworfen: Israel werde "exzessiv niedergemacht". Der israelische Ministerpräsident warnte auch vor dem Atomabkommen mit Iran. mehr...

Nahostkonflikt: Palästinenserpräsident Abbas kündigt Osloer Friedensprozess auf

SPIEGEL ONLINE - 30.09.2015

Die Palästinenser wollen sich nicht mehr an den 1993 vereinbarten Nahost-Friedensprozess von Oslo halten. Er fühle sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden, sagte Palästinenserpräsident Abbas. mehr...

Israel: Es gibt einen anderen Weg

DER SPIEGEL - 26.09.2015

Die Politikerin Tzipi Livni wirbt noch immer für einen Friedensprozess und für Beziehungen mit der arabischen Welt ? und ist dabei leider nicht optimistisch. Livni, 57, war Außenministerin, Oppositionschefin, zuletzt 20 Monate lang Justizministerin... mehr...

Tempelberg in Jerusalem: Polizei und Palästinenser liefern sich erneut Auseinandersetzungen 

SPIEGEL ONLINE - 15.09.2015

Während des jüdischen Neujahrsfests ist es auf dem Tempelberg den dritten Tag in Folge zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten gekommen. Es gab Verletzte auf beiden Seiten. mehr...

Zusammenstöße auf dem Tempelberg: Israelische Polizei stürmt Aksa-Moschee

SPIEGEL ONLINE - 13.09.2015

Schwer bewaffnete israelische Sicherheitskräfte haben die Aksa-Moschee in Jerusalem gestürmt. Dort hatten sich Palästinenser verbarrikadiert. Sie griffen die Beamten mit Feuerwerkskörpern und Steinen an. mehr...

Diplomatische Aufwertung: Palästinenser dürfen ihre Flagge bei der Uno hissen

SPIEGEL ONLINE - 11.09.2015

Vor dem Uno-Sitz in New York weht demnächst eine Flagge mehr: Die Uno-Generalversammlung stimmte mit großer Mehrheit für den Antrag der Palästinenser auf einen Platz in der Fahnenparade. Israels Regierung ist empört. mehr...

Israelischer Soldat gegen palästinensische Familie: Im Würgegriff

SPIEGEL ONLINE - 30.08.2015

Eine Szene aus dem Westjordanland: Ein bewaffneter Soldat drückt einen weinenden Jungen mit Gipsarm zu Boden, dann kommt die Familie des Kindes zur Hilfe. Die Bilder befeuern die Debatte, wie brutal die israelische Armee gegen Palästinenser vorgeht. mehr...



Knackpunkte der Nahost-Gespräche
Sicherheit
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

Flüchtlinge
Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den palästinensischen Gebieten und Israels Nachbarländern 4,8 Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen.

Die Flüchtlinge beharren auf das Recht, in ihre Heimat im heutigen Israel zurückkehren zu dürfen, Israel verneint dieses Recht und will den Verzicht auf eine Rückkehr in einem Friedensvertrag festschreiben.

Grenzen
Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen. Israel beansprucht jedoch Teile dieses Territoriums – entgegen internationalem Recht – für sich. Israel hatte den Gaza-Streifen 2005 zwar geräumt, sein Embargo seit der Machtübernahme der Hamas 2007 aber verschärft.

Israel will zudem an Teilen des Westjordanlands festhalten. Dort gibt es rund 120 jüdische Siedlungen mit etwa 300.000 Israelis. In Ost-Jerusalem leben nach Angaben israelischer Menschenrechtler weitere 200.000. Nach internationalem Recht sind diese Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet illegal und müssen geräumt werden.

Jerusalem
Der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist besonders umstritten. Israel beharrt auf dem ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Im Jahr 2000 scheiterte der Nahost-Gipfel an der Jerusalemfrage.
Golan
Syrien dringt darauf, dass die 1967 besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. Von der 1150 Quadratkilometer großen Hochebene hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels überwachen. Heute leben in dem Gebiet neben rund 20.000 Syrern auch etwa 20.000 jüdische Einwohner.
Scheba-Farmen
Das 30 Quadratkilometer kleine Gebiet an der Grenze von Syrien, Libanon und Israel ist seit langem umstritten. Die Vereinten Nationen und die USA sind der Ansicht, dass das Territorium als Teil der Golanhöhen zu Syrien gehört. Der Libanon und Syrien haben ihre Ansprüche bislang nicht eindeutig formuliert und wollen den Grenzdisput nach einem israelischen Rückzug klären.
Wasser
Schon vor 20 Jahren wurde vor einem drohenden Nahost-Krieg um Wasserquellen gewarnt. Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte immer knapper. Amnesty International wirft Israel vor, Palästinenser bei der Nutzung der gemeinsamen Ressourcen zu benachteiligen, was die Regierung zurückweist. Die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers ist auch ein Streitpunkt im Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen.
Fotostrecke
Israels Regierungschefs: Wechselspiel der Macht


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