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Alle Artikel und Hintergründe

AFP

Umkämpftes Land

Ein halbes Dutzend Kriege und endlose Friedensverhandlungen prägen den Konflikt zwischen Israelis und Arabern um das Land zwischen Jordan und Mittelmeer. Neben den Juden, für die es der Bibel nach heiliges Land ist und die dort 1948 ihren Staat gründeten, machen auch die ansässigen Palästinenser ihre Ansprüche geltend.

Interview mit Shimon Peres: „Israel sieht nur das Töten“

SPIEGEL ONLINE - 16.01.2016

Fast täglich kommt es zu Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern. Friedensnobelpreisträger Shimon Peres fordert im SPIEGEL-Interview eine Zwei-Staaten-Lösung - und kritisiert die Regierung in Jerusalem scharf. mehr...

Konflikt mit Israel: Uno-Berichterstatter für Palästinensergebiete schmeißt hin

SPIEGEL ONLINE - 04.01.2016

Makarim Wibisono gibt sein Amt als Uno-Nahostberichterstatter auf. Seine Begründung: Israel habe seine Arbeit blockiert. Demnach verweigerte ihm die Regierung Netanjahu hartnäckig den Zugang zu Gazastreifen und Westjordanland. mehr...

Lieferung für Palästinenser: Israel beschlagnahmt Steinewerfer-Puppen

SPIEGEL ONLINE - 09.12.2015

Israels Zoll hat im Hafen von Haifa Tausende Puppen konfisziert. Sie stellten Steine werfende Palästinenser dar und waren für die Märkte in den besetzten Gebieten bestimmt. mehr...

Nahost-Friedensprozess: Israel will EU nicht mehr als Vermittlerin

SPIEGEL ONLINE - 29.11.2015

Die EU darf im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern vorerst nicht mehr vermitteln. Damit wehrt sich Premier Netanyahu gegen die Kennzeichnung von Produkten aus jüdischen Siedlungen. mehr...

Essay: Falsche Freunde

DER SPIEGEL - 28.11.2015

Die deutsche Israellobby verprellt mit fragwürdigen Holocaust-Vergleichen die Unterstützer des jüdischen Staates in Deutschland. Von Christoph Schult mehr...

Konflikt um 13-jährigen Palästinenser: Israel wirft Abbas Lügen und Hetze vor

SPIEGEL ONLINE - 16.10.2015

Palästinenserpräsident Abbas hat Israel heftig dafür kritisiert, einen 13-jährigen Attentäter „kaltblütig hingerichtet“ zu haben. Doch der Teenager lebt, wie die Israelis mitteilten. Nun verschärft sich der Tonfall im Konflikt. mehr...

Heilige Stätte: Palästinenser legen Feuer am Josefsgrab

SPIEGEL ONLINE - 16.10.2015

Palästinenser haben das Josefsgrab in der Nähe von Nablus in Brand gesetzt. Die heilige Stätte der Juden wurde dabei schwer beschädigt. Die jüngste Gewaltwelle beschäftigt nun auch den Uno-Sicherheitsrat. mehr...

Kommentar: Handelt! Jetzt!

DER SPIEGEL - 10.10.2015

Der israelische Premier kann die Gewalt stoppen – dazu braucht er Mut. mehr...

Nahost: Zwei Tote bei Unruhen im Westjordanland

SPIEGEL ONLINE - 05.10.2015

Der Nahostkonflikt verschärft sich zunehmend. Bei Unruhen im Westjordanland erschoss die israelische Armee zwei junge Palästinenser. mehr...

Reaktion auf Abbas' Wutrede: Kerry nennt Frieden im Nahen Osten „erreichbar“

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2015

Palästinenserpräsident Abbas will sich nicht mehr an den Nahost-Friedensprozess von Oslo halten. Seine Rede sorgt für Aufregung, doch US-Außenminister Kerry gibt sich optimistisch. Frieden zwischen Israel und Palästina sei „kein unmöglicher Traum“. mehr...



Knackpunkte der Nahost-Gespräche
Sicherheit
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

Flüchtlinge
Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den palästinensischen Gebieten und Israels Nachbarländern 4,8 Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen.

Die Flüchtlinge beharren auf das Recht, in ihre Heimat im heutigen Israel zurückkehren zu dürfen, Israel verneint dieses Recht und will den Verzicht auf eine Rückkehr in einem Friedensvertrag festschreiben.

Grenzen
Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen. Israel beansprucht jedoch Teile dieses Territoriums – entgegen internationalem Recht – für sich. Israel hatte den Gaza-Streifen 2005 zwar geräumt, sein Embargo seit der Machtübernahme der Hamas 2007 aber verschärft.

Israel will zudem an Teilen des Westjordanlands festhalten. Dort gibt es rund 120 jüdische Siedlungen mit etwa 300.000 Israelis. In Ost-Jerusalem leben nach Angaben israelischer Menschenrechtler weitere 200.000. Nach internationalem Recht sind diese Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet illegal und müssen geräumt werden.

Jerusalem
Der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist besonders umstritten. Israel beharrt auf dem ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Im Jahr 2000 scheiterte der Nahost-Gipfel an der Jerusalemfrage.
Golan
Syrien dringt darauf, dass die 1967 besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. Von der 1150 Quadratkilometer großen Hochebene hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels überwachen. Heute leben in dem Gebiet neben rund 20.000 Syrern auch etwa 20.000 jüdische Einwohner.
Scheba-Farmen
Das 30 Quadratkilometer kleine Gebiet an der Grenze von Syrien, Libanon und Israel ist seit langem umstritten. Die Vereinten Nationen und die USA sind der Ansicht, dass das Territorium als Teil der Golanhöhen zu Syrien gehört. Der Libanon und Syrien haben ihre Ansprüche bislang nicht eindeutig formuliert und wollen den Grenzdisput nach einem israelischen Rückzug klären.
Wasser
Schon vor 20 Jahren wurde vor einem drohenden Nahost-Krieg um Wasserquellen gewarnt. Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte immer knapper. Amnesty International wirft Israel vor, Palästinenser bei der Nutzung der gemeinsamen Ressourcen zu benachteiligen, was die Regierung zurückweist. Die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers ist auch ein Streitpunkt im Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen.
Fotostrecke
Israels Regierungschefs: Wechselspiel der Macht


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