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AP / USDOJ

Der Terrorchef

Er war der meistgesuchte Mann der Welt: Sein Leben als Millionenerbe einer Unternehmerfamilie gab Osama Bin Laden auf, um Anführer von al-Qaida zu werden. Tausende starben bei Attentaten des Terror­netzwerks, die ohne sein Geld und seine Ideen nicht zustande gekom­men wären. US-Spezialkräften gelang es 2011, ihn in Pakistan zu töten.

Kampf gegen al-Qaida: USA planten Propaganda-Krieg mit Bin-Laden-Puppe

SPIEGEL ONLINE - 20.06.2014

Leuchtend grüne Augen, ein knallrotes Gesicht: Die CIA hat vor Osama Bin Ladens Tod offenbar eine Puppe des al-Qaida-Führers entwickelt - um Kinder und ihre Eltern zu gruseln. mehr...

Bin-Laden-Doppelgänger als Wirt: Auf ein Bier bei Osama

SPIEGEL ONLINE - 30.04.2014

In der "Bar do Bin Laden" steht ein Doppelgänger des toten Terroristen hinter der Theke. Der brasilianische Wirt hat mit Gewalt nichts am Hut - aber zu Marketingzwecken will er die Ähnlichkeit mit dem Qaida-Anführer gerne nutzen. mehr...

Anschlag in Nairobi: Weiße Witwe soll Liebesgedicht für Bin Laden geschrieben haben

SPIEGEL ONLINE - 22.10.2013

Die mutmaßliche Extremistin Samantha Lewthwaite soll ein Gedicht für den getöteten al-Qaida-Chef Osama Bin Laden geschrieben haben. Nach der Britin wird im Zusammenhang mit dem Überfall auf ein Einkaufszentrum in Nairobi mit mehr als 60 Toten gefahndet. mehr...

Pakistan: Geheimbericht enthüllt neue Details der Bin-Laden-Jagd

SPIEGEL ONLINE - 09.07.2013

Ein pakistanischer Untersuchungsbericht dokumentiert das Versagen der Regierung bei der Suche nach Osama Bin Laden - und schildert Details aus dem Leben des Top-Terroristen: Im Garten seines Hauses trug er einen Cowboyhut, um nicht von Drohnen erkannt zu werden, und bei einer Verkehrskontrolle hätten Polizisten ihn schnappen können. mehr...

Tod Bin Ladens: Navy Seal widerspricht Helden-Story

SPIEGEL ONLINE - 27.03.2013

Wie starb Osama Bin Laden? Ein beteiligter Navy Seal meldet sich nun zu Wort - und widerspricht einem Kollegen, der seine eigene angebliche Heldengeschichte erzählt hatte. Nach dem neuen Bericht war der Terrorplaner nicht bewaffnet, als er erschossen wurde. mehr...

Vorwurf der Verschwörung: Bin Ladens Schwiegersohn plädiert auf nicht schuldig

SPIEGEL ONLINE - 08.03.2013

Hat Osama Bin Ladens Schwiegersohn die Anschläge vom 11. September 2001 mitgeplant? Der frühere Qaida-Sprecher bestreitet die Vorwürfe vor einem US-Gericht. Die nächste Anhörung ist für April angesetzt. mehr...

Bin-Laden-Todesschütze: Yeah, es ist Zeit, diesen Motherfucker zu killen

SPIEGEL ONLINE - 12.02.2013

Zwei Jahre lang hat er geschwiegen. Jetzt gab der US-Elitesoldat, der Qaida-Chef Bin Laden erschoss, erstmals ein Interview - und offenbarte grausige Details: die Schüsse in die Stirn, die letzten Atemzüge des Terrorfürsten. Er selbst fürchtet nun täglich um sein Leben. mehr...

Klage von Konservativen: Streit um Fotos von Bin Ladens Leiche

SPIEGEL ONLINE - 10.01.2013

Fotos, die den toten Osama Bin Laden zeigen, halten die USA streng unter Verschluss - zu groß ist die Angst vor Racheaktionen von Extremisten. Doch nun könnten die Richter eine Veröffentlichung erzwingen: Eine konservative Gruppe klagt auf Herausgabe der Aufnahmen. mehr...

KINO: Zero Dark History

DER SPIEGEL - 07.01.2013

Der Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow ist ein grandioser Film über die Jagd nach Osama Bin Laden gelungen. Aber zeigt er auch die Wahrheit? Irgendetwas stimmt nicht. Da ist kein Triumph und keine Erleichterung. Stattdessen Vorsicht und Misstrauen... mehr...

US-Debatte um Zero Dark Thirty: Foltern im Namen der Freiheit

SPIEGEL ONLINE - 13.12.2012

CIA-Agenten foltern einen Gefangenen, sie wollen Details für die Jagd auf Osama Bin Laden erpressen. Mit solch drastischen Szenen schockiert der Film "Zero Dark Thirty" - und facht in den USA eine hitzige Debatte an. Mittendrin Regisseurin Kathryn Bigelow, die sich missverstanden fühlt. mehr...



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Tödliche US-Operation: Jagd auf Bin Laden

Erleichterung, Genugtuung, Angst vor Rache

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Osama Bin Laden über...
 
Den 11. September
"Wir berechneten im Voraus, wie viele Verluste der Feind erleiden würde. Wir nahmen als Grundlage die Position des Turms und errechneten, wie viele getötet werden würden. Wir schätzten, dass ungefähr drei bis vier Stockwerke getroffen werden würden. Ich war besonders optimistisch ..., weil ich auf diesem Gebiet bereits Erfahrung habe. Ich vermutete, das brennende Benzin würde die Eisenträger des Gebäudes schmelzen. Aber ich dachte nur, dass die Einschlagstelle und die Stockwerke darüber einstürzen würden. Mehr wagten wir nicht zu hoffen."

November 2001, zitiert nach: Abou-Taam/Bigalke: "Die Reden des Osama Bin Laden"
Den Irak-Krieg
"Ich jubele darüber, dass Amerika in den Schlammlöchern des Tigris und Euphrat steckengeblieben ist... Bush glaubt, der Irak und sein Öl seien leichte Beute, und nun steckt er durch die Gnade Gottes fest und kann weder vor noch zurück. Amerika schreit aus voller Kehle, während es vor den Augen der Welt auseinanderbricht."

Oktober 2003, zitiert nach: Coll: "Die Bin Ladens. Eine arabische Familie"
Amerika
Im September 2007 wandte sich Osama Bin Laden "an die Amerikaner": "So wie ihr euch zuvor aus der Sklaverei der Mönche, Könige und Feudalherren befreit habt, so solltet ihr euch jetzt von den Irreführungen ... des kapitalistischen Systems befreien."

Politische, geschichtliche und moralische Erörterungen vermischend, zeichnet Bin Laden das Bild einer Nation, die auf der Verliererstraße ist. Obwohl militärisch übermächtig, könnten die Amerikaner im Irak nicht gewinnen - weil sie zwar moralisch argumentierten, in Wahrheit aber nur den Interessen internationaler Konzerne folgten.

Das Ansehen der USA sei deswegen ruiniert. Um "den Krieg zwischen uns" zu stoppen, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder die Mudschahidin stellten die Kampfhandlungen ein, was aber nicht gehe, weil sie eine Pflicht erfüllten. Oder die USA sähen endlich ein, dass sie die Verlierer im Irak seien. Es sehe aber so aus, als würden sie die eigenen Fehler aus dem Vietnam-Krieg und die der Sowjets aus dem Afghanistan-Feldzug wiederholen und sich vor der besseren Einsicht drücken.

Es gebe allerdings einen Ausweg, sagte Bin Laden weiter: Die Amerikaner sollten "nach einem alternativen, aufrechten Weg suchen", in dem es nicht darum gehe, andere zum eigenen Nutzen zu unterdrücken. Natürlich hat dieser Weg auch einen Namen: Die Amerikaner sollen zum Islam konvertieren.
Die Europäer
"Unsere Aktionen sind nur eine Antwort auf eure Aktionen - eure Zerstörung und und euren Mord an unseren Leuten, ob in Afghanistan, im Irak oder Palästina... Nach welchem Glauben sind eure Toten wertvoll und unsere wertlos? Nach welcher Logik zählt euer Blut als echt und unseres als Wasser? Vergeltung ist Teil von Gerechtigkeit, und der, der feindliche Akte zuerst begeht, ist der, der unrecht handelt. Ich rufe alle Männer, insbesondere Gelehrte, die Medien und Geschäfstleute dazu auf, eine permanente Kommission einzuberufen, um in Europa das Bewusstsein für unsere gerechten Gründe zu stärken... Ich mache einen Friedensvorschlag, der im Kern die Verpflichtung darstellt, alle Operationen gegen jeden Staat einzustellen, der sich verpflichtet, keine Muslime oder islamischen Staaten anzugreifen. "

April 2004, zitiert nach: Lawrence: "Messages to the World. The Statements of Osama Bin Laden"
Den "Kampf der Kulturen"
"Ohne jeden Zweifel (glaube ich an den Kampf der Kulturen). Das heilige Buch erwähnt ihn klar. Die Juden und Amerikaner haben das Lügenmärchen vom Frieden auf Erden erfunden. Das ist nur ein Märchen für Kinder."

Nach dem 11. September 2001 auf al-Dschasira. Zitiert nach: Coll: "Die Bin Ladens. Eine arabische Familie"




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