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Alle Artikel und Hintergründe

Bessere Hilfe für Bedürftige: Bundestag verabschiedet Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 17.10.2014

2,6 Millionen Menschen in Deutschland werden bessergestellt: Die vom Bundestag am Freitag verabschiedete Pflegereform steigert die Leistungen für Bedürftige, gleichzeitig steigen die Beiträge leicht. Die Opposition stimmte gegen das Gesetz. mehr...

Soziales: Mops und Wurst

DER SPIEGEL - 22.09.2014

Der neue Vorsorgefonds für die Pflegekassen soll die junge Generation entlasten. Nun warnen Regierungsberater: Die Rechnung geht nicht auf. Angela Merkel persönlich musste ihre renitenten Parteifreunde einwickeln: Es war die Zeit der Koalitionsverh... mehr...

Geheime Umfragen: Wie Merkel die Befindlichkeiten der Deutschen ausforscht

SPIEGEL ONLINE - 09.09.2014

Die Politik von Angela Merkel wird viel stärker durch die Meinungsforschung geprägt als bislang bekannt. Das geht aus internen Dokumenten des Bundespresseamts hervor, die der SPIEGEL ausgewertet hat. Wir zeigen an sechs Beispielen, was die Kanzlerin über ihr Volk wissen will. mehr...

Erste Lesung: Abgeordnete zoffen sich um Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 04.07.2014

Die Opposition hat sich im Parlament vehement gegen die geplante Pflegereform der Koalition gestemmt. Besonders mit dem geplanten Vorsorgefonds gingen sie hart ins Gericht. mehr...

Höhere Beiträge, mehr Personal: Bundesregierung beschließt Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 28.05.2014

Die Pflege wird teurer, soll aber auch besser werden - Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Reform der Pflegeversicherung beschlossen. Ob die Kasse Geld für die Zukunft zurücklegen soll, ist zwischen Union und SPD noch umstritten. mehr...

Pflege: Zweifel an Vorsorgefonds

DER SPIEGEL - 05.05.2014

Gewerkschaften gegen Pflegepläne von Gesundheitsminister Gröhe. Die Gewerkschaften fordern Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf, die geplante Einführung eines Kapitalstocks in der gesetzlichen Pflegeversicherung zu stoppen. "Auf den Aufbau e... mehr...

Neue Pflegestufen: Die wichtigsten Fragen zur Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 09.04.2014

Die Pflegereform betrifft jeden. Trotzdem ist der Inhalt für viele schwer zu greifen. Was wird sich ändern? Und warum? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. mehr...

SOZIALES: Bezahlte Pflegezeit kommt 2015

DER SPIEGEL - 07.04.2014

Bezahlte Pflegezeit kommt 2015. Arbeitnehmer, die einen Pflegeplatz für Angehörige organisieren und deshalb eine Job-Auszeit nehmen müssen, können ab Januar 2015 mit Lohnersatz aus der gesetzlichen Pflegeversicherung rechnen. Wie aus einem internen... mehr...

Hohe Zuzahlungen: Deutsche müssen immer mehr für ihre Pflege ausgeben

SPIEGEL ONLINE - 18.12.2013

Die Pflege wird für die Betroffenen immer teurer, zeigt ein Report der Barmer GEK. Wer auf starke Hilfe und einen Heimplatz angewiesen ist, muss im Monat mehr als 1800 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Fast jeder dritte Heimbewohner kann sich die hohen Kosten nicht leisten. mehr...

Vorsorge: Deutsche kaufen Pflege-Bahr trotz unsicherer Zukunft

SPIEGEL ONLINE - 15.11.2013

Vor allem junge Deutsche lassen die staatlich geförderte Zusatzversicherung für den Pflegefall boomen. Täglich werden 1600 Verträge abgeschlossen, jubeln die privaten Krankenversicherer. Dabei ist die Zukunft des Pflege-Bahrs unsicher und das Produkt umstritten. mehr...


Pflegeversicherungsstufen
Pflegeversicherung
Unter dem Sammelbegriff Pflegeversicherung werden die Versicherungen zur finanziellen Vorsorge gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit zusammengefasst. In Deutschland sind alle krankenversicherungspflichtigen Personen pflegeversichert. Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen , die organisatorisch zu den gesetzlichen Krankenkassen gehören. Ob und in welchem Maße eine Person pflegebedürftig ist, entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) ; er legt auch die Zuordnung in bestimmte Pflegestufen (I-III) fest. Die pauschalierten Geld- und Sachleistungen bzw. die Kosten für Pflegekräfte sind ein Zuschuss zu den Kosten für die Pflege. Die finanzielle Unterstützung ist nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt.
Pflegestufe 0
Um die Pflegestufe I zu erreichen, müssen täglich durchschnittlich mindestens 90 Minuten Hilfe geleistet werden, wovon mehr als 45 Minuten auf die Grundpflege der pflegebedürftigen Person entfallen müssen. Benötigt eine Person weniger Hilfe, bzw. sind die genannten Voraussetzungen für die Pflegestufe I nicht erfüllt, spricht man von der "Pflegestufe 0".
In diesem Fall kann einer pflegebedürftigen Person bei der Begutachtung durch den MDK eine "eingeschränkte Alltagskompetenz" bescheinigt werden. Sie berechtigt, bestimmte Zusatzangebote im Umfang von bis zu 2400 Euro pro Jahr in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus kann der MDK auch Menschen ohne Pflegestufe I bescheinigen, dass eine vollstationäre Pflege notwendig ist.
Pflegestufe I
Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige): Hierunter fallen Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität (der sogenannten Grundpflege ) für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich Hilfe und zusätzlich mehrfach in der Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Um die Pflegestufe 1 zu erreichen, müssen regelmäßig und auf Dauer, täglich und durchschnittlich mindestens 90 Minuten Hilfe geleistet werden und davon wiederum mehr als 45 Minuten auf mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege entfallen.
Pflegestufe II
Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige): Hier ist mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten Hilfe notwendig und zusätzlich mehrfach in der Woche bei hauswirtschaftlichen Verrichtungen. Der zeitliche Umfang der Hilfe muss täglich durchschnittlich mindestens drei Stunden betragen; mindestens zwei Stunden davon müssen auf die Grundpflege entfallen.
Pflegestufe III
Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige): Hierzu zählen Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität ( Grundpflege ) täglich rund um die Uhr, auch nachts, Hilfe von mindestens fünf Stunden benötigen sowie zusätzlich mehrfach in der Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung brauchen.

Die Säulen des Sozialsystems
Arbeitslosenversicherung
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.
Krankenversicherung
Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen - die Gesetzliche (GKV) und die Private (PKV). Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV pflichtversichert. Der Beitragssatz beträgt aktuell 15,5 Prozent für alle Versicherten. Zusätzlich können die Krankenkassen vom Einkommen unabhängige Beiträge erheben. Seit Anfang 2009 fließen alle Beiträge in einen Gesundheitsfonds, aus dem sie an die Kassen verteilt werden. Der Zugang zur PKV steht nur Selbstständigen und Arbeitnehmern oberhalb einer Einkommensgrenze offen.
Rentenversicherung
Die Beiträge werden durch ein Umlageverfahren finanziert, bei dem die Berufstätigen die Leistungen der Rentner zahlen. Anhand der eingezahlten Beiträge wird die künftige Rentenhöhe errechnet. Zurzeit liegt der Beitragssatz bei 19,6 Prozent. Im Januar 2013 sinkt der Beitrag auf 18,9 Prozent. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird derzeit stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre heraufgesetzt.
Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist die jüngste der Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist eine Grundversicherung, die einen Teil der Pflegekosten abdeckt.





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