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Alle Artikel und Hintergründe

Karadzic vor Uno-Tribunal: Alles zur Vermeidung von Krieg getan

SPIEGEL ONLINE - 16.10.2012

Er ist angeklagt für den Völkermord von Srebrenica und die Belagerung von Sarajevo. Doch Radovan Karadzic streitet alles ab. Er präsentiert sich vor dem Uno-Tribunal gar als Friedensstifter. mehr...

Kriegsverbrechertribunal: Richter sprechen Karadzic in einem Punkt frei

SPIEGEL ONLINE - 28.06.2012

Die Anklage gegen Radovan Karadzic umfasste elf Punkte - nun hat das Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag den früheren Serbenführer Radovan Karadzic vom Vorwurf des Völkermords in bosnischen Gemeinden freigesprochen. mehr...

JUSTIZ: Plädoyer für den Teufel

DER SPIEGEL - 22.08.2011

Wenn sie ihre Kriege verlieren, landen Diktatoren inzwischen vor internationalen Gerichten. Ihre Verteidiger kämpfen für rechtsstaatliche Prinzipien, selbst wenn der Mandant Gaddafi heißt. Je grausamer der Schlächter, desto größer der Ruhm seines Anw... mehr...

JUGOSLAWIEN-TRIBUNAL: Karadzic pokert

DER SPIEGEL - 07.06.2010

Radovan Karadzic bremst Verhandlungen vor dem Uno-Tribunal. Schon mehrfach hat der in Den Haag inhaftierte frühere Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic (Karad?i?), die Verhandlungen vor dem Uno-Tribunal zu bremsen versucht. So gelang es i... mehr...

Prozess in Den Haag: Karadzic bezeichnet Völkermord als Mythos

SPIEGEL ONLINE - 02.03.2010

Erst machte er die bosnischen Muslime für den Balkankrieg verantwortlich, nun leugnet Serbenführer Karadzic den Völkermord. Vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag sagte er, die Muslime hätten die Grausamkeiten "inszeniert". Die Angehörigen der Opfer sind fassungslos. mehr...

Prozess in Den Haag: Karadzic macht bosnische Muslime für Krieg verantwortlich

SPIEGEL ONLINE - 01.03.2010

Radovan Karadzic hat sich erstmals vor dem Uno-Tribunal geäußert: Der wegen Völkermordes angeklagte ehemalige Serbenführer gab den bosnischen Muslimen die Schuld am Balkankrieg und am Tod Zehntausender Menschen. Auch Deutschland sei verantwortlich für den Konflikt. mehr...

Völkermordprozess: Karadzic will Pflichtverteidiger boykottieren

SPIEGEL ONLINE - 05.11.2009

Das Uno-Kriegsverbrechertribunal hat einen Pflichtverteidiger für Radovan Karadzic ausgesucht: Ein Londoner Anwalt soll den früheren bosnischen Serbenführer vertreten, wenn dieser sich weiter weigert, vor Gericht zu erscheinen. Karadzic kündigte Widerstand an. mehr...

Kriegsverbrechen: Karadzic verlangt mehr Zeit für Verteidigung

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2009

Radovan Karadzic ist erstmals vor dem Uno-Tribunal in Den Haag erschienen und droht erneut mit einem Boykott des Prozesses: Der frühere bosnische Serbenführer fordert mehr Zeit für seine Verteidigung - er brauche noch mehrere Monate. Andersfalls bleibe er den Verhandlungen künftig wieder fern. mehr...

Uno-Tribunal in Den Haag: Karadzic will Prozessboykott beenden

SPIEGEL ONLINE - 02.11.2009

Er will dem Prozess gegen ihn nicht länger fernbleiben - der wegen Kriegsverbrechen angeklagte Karadzic hat angekündigt, am Dienstag vor Gericht zu erscheinen. "Er möchte dabei helfen, eine Lösung zur Fortsetzung seines Prozesses zu finden", sagte ein Berater des ehemaligen Serbenführers. mehr...

Kriegsverbrecherprozess: Ankläger wirft Karadzic Völkermord vor

SPIEGEL ONLINE - 27.10.2009

Radovan Karadzic ist auch am zweiten Tag seinem Prozess ferngeblieben. Davon unbeirrt trug die Staatsanwaltschaft die Anklage vor: Sie wirft dem früheren bosnischen Serbenführer unter anderem direkte und persönliche Verantwortung für das Massaker in Srebrenica vor. mehr...



Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien
DPA
Völkermord ist der Rechtsbegriff für das schlimmste denkbare Verbrechen - Handlungen mit dem Ziel, ein Volk, eine Ethnie oder auch eine Glaubensgemeinschaft zu vernichten. Das Massaker von Srebrenica, bei dem im Juli 1995 rund 8000 muslimische Jungen und Männer ermordet wurden, wird von internationalen Strafrechtlern als ein solches Verbrechen eingestuft. Der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic gilt zusammen mit seinem noch flüchtigen einstigen Militärchef Ratko Mladic als Hauptverantwortlicher für das Massaker.

Die Anklage gegen Karadzic
40 Seiten umfasst die Anklageschrift gegen Karadzic, hinzu kommen rund 1,2 Millionen Seiten mit Dokumenten zur Beweisführung. Karadzic droht lebenslange Haft. Er soll gemeinsam mit anderen Tätern in zwei großen Fällen Völkermord an Teilen der muslimischen sowie der kroatischen Bevölkerung von Bosnien-Herzegowina geplant und befohlen haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, zu derartigen Verbrechen angestiftet und sie begünstigt zu haben. Ziel sei es gewesen, bosnische Muslime und Kroaten zu vernichten oder für immer aus Gebieten zu vertreiben, die die bosnischen Serben beanspruchten.

Die Staatsanwaltschaft fasst zum einen zahlreiche Orte zusammen, in denen Völkermord verübt worden sei. Darüber hinaus lastet sie Karadzic eines der grausamsten Verbrechen des Bosnienkrieges an: Er soll das Massaker an bis zu 8000 muslimischen Männern und Jungen in Srebrenica im Juli 1995 geplant und angeordnet haben.




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