Der Evolutionsbiologe
Richard Dawkins, geboren am 26. März 1941 in Nairobi, lehrte bis 2008 an der Universität Oxford als Charles Simonyi Professor of Public Understanding und ist Fellow der Royal Society. Er gilt als einer der einflussreichsten Evolutionsbiologen unserer Zeit, der Darwins Theorien in zahlreichen Details und Aspekten vertiefte und erweitere. Neben seinen wissenschaftlichen Meriten gilt Dawkins auch als begnadeter Vermittler komplexer Inhalte, was ihn zu einem der meistgelesenen Wissenschaftsautoren der Welt machte.
Richard Dawkins ist Atheist, eine Überzeugung, die er nicht als Fehlen von Glauben, sondern als Erringen von Erkenntnis definiert. Bereits in seinen ersten Büchern fanden sich zahlreiche Argumentationen gegen den schädlichen Einfluss religiöser, falscher Vorstellungen. Für Dawkins ist die Evolution "Der blinde Uhrmacher" (so der Titel eines seiner Bücher), dem keine Steuerung, kein Bewusstsein oder Wille innewohnt. In den letzten Jahren hat sich Dawkins als prominentester Verfechter eines selbstbewussten Atheismus positioniert, der mit Bestsellern wie "Der Gotteswahn" (2006) und "Die Schöpfungslüge" (2010) vor allem gegen die fundametalchristlichen Lehren des Kreationismus und des so genannten Intelligent Design Stellung bezieht.