Felsabbrüche auf Rügen
Abbrüche an den Felsen auf der Ostseeinsel Rügen sind nicht selten. Der spektakulärste Absturz in den vergangenen Jahren geschah 2005 an den "Wissower Klinken", die schon Caspar David Friedrich malte. Wind und Wetter verursachen besonders an der Kreideküste ständige Veränderungen, Erosion gilt als normal. Schon einmal gab es einen tödlichen Unfall, als Kreidemassen eine Touristin begruben. Beispiele für Abbrüche:
Ein 100 Meter langer und 70 Meter hoher Abschnitt eines Felsens stürzt in der Nähe des Kieler Ufers, genau zwischen Sassnitz und dem Königsstuhl, ins Meer.
Bei Sassnitz stürzt eine 80 Meter breite Kreidewand ab.
Drei Kilometer südlich des bekannten Felsvorsprungs Königsstuhl brechen etwa 10.000 Kubikmeter Kreidefelsen ab.
Bei einem kleinen Abbruch rutschen Kreide und Mergel nördlich von Sassnitz ab.
Auf einer Länge von 100 Metern löst sich eine Kreideformation aus einer Steilküstenwand nahe dem Kieler Bach. 20.000 Kubikmeter Geröll poltern in die Tiefe.
Nach langem Regen rutschen 5000 Kubikmeter Kreide in der Mitte der Steilküste ab.
An den Wissower Klinken stürzen am 24. Februar zwei bis zu 20 Meter hohe Hauptzinnen ab. 50.000 Kubikmeter Kreide werden in die Ostsee gerissen. Beim Abrutschen weiterer Massen stirbt Ende Februar bei Lobbe eine 27 Jahre alte Berliner Touristin. Sie wird unter den Erdmassen begraben. Im März wird eine Suchtklinik bei Lohme evakuiert, weil die Steilküste in unmittelbarer Nähe abbricht.
Quelle: dpa