ThemaTerroranschläge im IrakRSS

Alle Artikel und Hintergründe

Mehr als 100 Tote: USA verurteilen IS-Anschlag auf irakischem Markt

Mehr als 100 Tote: USA verurteilen IS-Anschlag auf irakischem Markt

SPIEGEL ONLINE - 18.07.2015

Es war einer der schwersten Anschläge im Irak: Mindestens hundert Menschen starben, als der IS auf einem Markt eine Bombe zündete. Die USA verurteilen die "heimtückische Attacke". mehr... Forum ]

Mehr als 100 Tote: USA verurteilen IS-Anschlag auf irakischem Markt

SPIEGEL ONLINE - 18.07.2015

Es war einer der schwersten Anschläge im Irak: Mindestens hundert Menschen starben, als der IS auf einem Markt eine Bombe zündete. Die USA verurteilen die "heimtückische Attacke". mehr...

Zuckerfest: Sehr viele Tote bei Bombenanschlag im Irak

SPIEGEL ONLINE - 17.07.2015

In einer irakischen Stadt nordöstlich von Bagdad ist eine Autobombe explodiert - inmitten der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Mehr als 80 Menschen wurden getötet. mehr...

Irak: Viele Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 13.07.2015

Im Irak hat sich eine der schwersten Anschlagserien der vergangenen Monate ereignet. Dabei sind am Sonntag mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. mehr...

Attentate im Fastenmonat: Viele Tote bei Bombenanschlägen im Irak

SPIEGEL ONLINE - 04.07.2015

In drei irakischen Städten sind mehrere Autobomben explodiert. Mindestens elf Menschen starben. Die Bomben gingen hoch, als sich viele Muslime zum Fastenbrechen getroffen hatten. mehr...

Tyrannei: Was Gott zulässt

DER SPIEGEL - 27.06.2015

Vor einem Jahr haben Islamisten in Syrien und im Irak ihr Kalifat ausgerufen. Seitdem überziehen sie die Welt mit Propagandabildern des Grauens. Der Alltag, der dahinter steht, ist akribisch organisierter Horror. Von Uwe Buse und Katrin Kuntz. Vier... mehr...

Autobombe im Irak: Deutscher Dschihadist sprengt sich laut IS in die Luft

SPIEGEL ONLINE - 14.06.2015

Auf Propagandafotos des IS posiert der junge Mann lächelnd vor seinem Fahrzeug: Ein Deutscher hat offenbar im Irak eine Selbstmordattacke verübt. Zusammen mit anderen Dschihadisten ließ er vier Sprengsätze detonieren. mehr...

Irak: Mehrere Tote bei Bombenanschlägen auf Luxushotels in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 29.05.2015

Die Bomben detonierten auf Parkplätzen vor zwei Fünf-Sterne-Hotels: Bei Anschlägen in Bagdad starben mindestens fünf Menschen. Auf die Herbergen hatte es schon einmal gleichzeitige Angriffe gegeben. mehr...

Irak: IS kommt Offensive mit Anschlägen zuvor

SPIEGEL ONLINE - 28.02.2015

Der IS hat Angriffe gegen die nordirakische Stadt Samarra gestartet. Dort sammeln sich zurzeit Truppen für eine Offensive gegen die Terrormiliz. mehr...

Anschlagserie im Irak: Bomben töten in Bagdad 37 Menschen

SPIEGEL ONLINE - 24.02.2015

Es war die schwerste Anschlagsserie seit Wochen - 37 Menschen starben in der irakischen Hauptstadt durch Sprengsätze. Der schlimmste Angriff ereignete sich in einer Einkaufsstraße. mehr...

Terror im Irak: Viele Tote bei Anschlägen in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 09.02.2015

Die Anschlagsserie in Bagdad geht weiter: Ein Selbstmordattentäter hat in einem schiitischen Viertel mindestens 13 Menschen mit in den Tod gerissen. Kurz darauf detonierte ein weiterer Sprengsatz. mehr...


Fläche: 434.128 km²

Bevölkerung: 34,776 Mio.

Hauptstadt: Bagdad

Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon


Religiöse Gruppen und ethnische Minderheiten im Irak
Sunniten
Mit über 85 Prozent der Muslime weltweit bilden die Sunniten die größte Gruppe im Islam. Der Name der Glaubensrichtung leitet sich vom arabischen Wort "Sunna" ab, das im religiösen Zusammenhang die "Handlungsweisen des Propheten Mohammed" bedeutet. Zusätzlich zum Koran orientieren sich Sunniten anders als die Schiiten an der Sunna als einer zweiten Quelle des islamischen Rechts. Die Rebellen im Irak gehören der Glaubensrichtung der Sunniten an.
Schiiten
In den Augen der Schiiten haben nur Ali, der Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed, und dessen Nachkommen ein Anrecht auf die politische Führung aller Muslime. Zwar unterscheiden sich die Schiiten in der religiösen Praxis kaum von den Sunniten. Doch durch die historische Entwicklung beider Glaubensrichtungen trennen heute tiefe politische Gräben das sunnitische und das schiitische Lager. Im Irak sowie in Iran und dem Libanon stellen die Schiiten die größte Konfessionsgruppe. Auch der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki ist Schiit.
Alawiten
Alawiten sehen ihre Glaubensgemeinschaft als Abspaltung des schiitischen Islam. Auch sie verehren Ali, den Vetter des Propheten, und seine Nachfolger. Im Unterschied zu den Schiiten hat Ali bei Alawiten aber sogar einen gottähnlichen Status. Anhänger der alawitischen Glaubensrichtung leben vor allem in Syrien. Der syrische Diktator Assad ist Alawit. Es gibt auch Alawiten im Südosten der Türkei und im Libanon.
Kurden
Die Volksgruppe der Kurden stammt aus einem Siedlungsgebiet in Vorderasien, das sich auf die Gebiete der Türkei, des Irak, Irans und Syriens verteilt. Jahrhundertelang war die Region Teil des Osmanischen Reiches. Nicht alle Kurden gehören derselben Glaubensrichtung an. Viele sind Sunniten. Manche sind Aleviten, deren islamische Glaubensrichtung derjenigen der Alawiten ähnelt. Eine kurdische Einheitssprache gibt es nicht, dagegen viele unterschiedliche Dialekte. Im Nordirak hat sich seit dem letzten Golfkrieg ein Kurdenstaat gebildet, der seine Unabhängigkeit fordert.
Jesiden
Die Jesiden leben vor allem in der Gegend um die nordirakische Stadt Mossul. Schätzungsweise gibt es zwischen 300.000 und 1,2 Millionen Anhänger, von denen viele wegen Verfolgung und Diskriminierung ins Ausland geflohen sind. Ihre monotheistische Religion enthält Elemente des Christentums, des Islam und des Zoroastrismus. Neben Gott verehren sie sieben Engel. Der wichtigste heißt Malak Taus, der "Pfauenengel". Die Jesiden verneinen die Existenz des Teufels. Ihnen ist es verboten, außerhalb der Gemeinschaft zu heiraten oder einen anderen Glauben anzunehmen. Ihre wichtigste Pilgerstätte liegt in Lalisch, einem abgelegenen Tal im Norden des Irak. Dort befindet sich das Grab von Scheich Adi, der im 12. Jahrhundert starb und den die Jesiden als Heiligen verehren.
Kurden
Kurdische Ethnie
Weltweit gibt es etwa 30 Millionen Kurden. Ihr Hauptsiedlungsgebiet, das in der Türkei, im Irak, in Syrien und in Iran liegt, bezeichnen sie als Kurdistan. Einen eigenen Staat haben sie nicht. Kurden bilden eine Ethnie. Die meisten von ihnen sind sunnitische Muslime, es gibt aber auch Schiiten, Aleviten, Jesiden, Christen und Juden unter den Kurden.
Kurden in Deutschland
Allein in Deutschland leben etwa eine Million Kurden. Wegen ihrer Staatenlosigkeit werden sie hier meist als Türken, Iraker, Syrer oder Iraner wahrgenommen. Dabei bilden sie die drittgrößte Migrantengruppe in der Bundesrepublik.
Sprachen
Es gibt mehrere kurdische Sprachen, die wiederum jeweils ein Dutzend Dialekte haben. Am weitesten verbreitet ist die Sprache Kurmandschi. Interessanterweise sind es also weder Sprache noch Religion, die die Kurden als Volk zusammenhält, sondern "ihr Miteinander, verwurzelt in einer gemeinsamen Vergangenheit, die mehr oder weniger mythisch ist", wie die Ethnologen Jean-Loup Amselle und Guy Nicolas schreiben.
Autonome kurdische Region
Bis in das 20. Jahrhundert hinein lebten Kurden in Stammesgesellschaften. Heute leben sie in sehr unterschiedlichen Umfeldern. Die autonome kurdische Region im Irak gilt als die stabilste und sicherste im Land. Durch Zugang zu Erdöl ist sie wohlhabend.
Kurden in der Türkei
Kurden in der Türkei sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Überproportional viele sind jedoch arm, weil ihnen Bildung erschwert wurde. Unterricht auf Kurdisch war jahrzehntelang verboten. Viele Kurden kamen erstmals mit ihrer Einschulung mit Türkisch in Berührung.
Kurden im Irak
Das kurdische Autonomiegebiet liegt im Nordirak und wird von den Kurden Südkurdistan genannt. Im Irak wurden die Kurden lange Zeit verfolgt. Tragischer Höhepunkt war der Giftgasangriff des sunnitischen Diktators Saddam Hussein am 16. März 1988 auf den kurdischen Ort Halabdscha, bei dem etwa 5000 Männer, Frauen und Kinder getötet wurden.





Themen von A-Z