IS im Irak: Viele Tote bei Anschlägen in zurückeroberter Stadt

SPIEGEL ONLINE - 27.10.2014

Der Irak wird von mehreren blutigen Anschlägen erschüttert. In der Stadt Dschurf al-Sachar, die Regierungstruppen und Milizen am Wochenende vom "Islamischen Staat" zurückerobert hatten, gab es viele Tote. In Bagdad explodierte eine Autobombe. mehr...

Terror im Irak: Dutzende Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 13.10.2014

In Bagdad sind mehrere Bomben explodiert. Die Sprengsätze töteten mindestens 25 Menschen und verletzten Dutzende weitere. Die Anschläge ereigneten sich in schiitischen Wohnvierteln - an einem Feiertag. mehr...

Irak: IS-Terroristen zünden Ölbohrloch an

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2014

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat umgehend auf eine Offensive kurdischer Einheiten im Norden des Irak reagiert. Die Extremisten zündeten auf einem Ölfeld ein Bohrloch an. mehr...

Terror im Irak: Tote bei Anschlag auf Geheimdienstzentrale

SPIEGEL ONLINE - 23.08.2014

In Bagdad hat ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor der irakischen Geheimdienstzentrale gezündet. Dabei kamen mindestens elf Menschen ums Leben. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. mehr...

Gewalt im Irak: Attentäter töten Dutzende Menschen in Kirkuk und Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 07.08.2014

Die Gewalt im Irak eskaliert weiter: Bei Autobombenanschlägen in den Städten Kirkuk und Bagdad starben Dutzende Menschen. Frankreichs Außenminister Fabius fordert eine Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrats. mehr...

Irak: Viele Tote bei Anschlag auf Gefangenentransport

SPIEGEL ONLINE - 24.07.2014

Die Hintergründe sind unklar: Im Irak sind bei einem Bombenanschlag auf einen Gefangenentransport mindestens 60 Menschen getötet worden. Auch Polizisten kamen dabei ums Leben. mehr...

IS im Irak: Zahlreiche Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 17.07.2014

Selbstmordattentäter haben in der irakischen Hauptstadt mindestens zehn Menschen getötet. Offenbar stammen die Extremisten aus der Terrormiliz "Islamischer Staat" - die Bagdad als Ziel ihres Feldzugs ausgegeben hat. mehr...

Explosionen im Berufsverkehr: Mindestens 24 Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

SPIEGEL ONLINE - 13.05.2014

Es ist die schwerste Anschlagsserie im Irak seit der Parlamentswahl vor zwei Wochen: Mindestens neun Bomben sind in Bagdad an nur einem Vormittag hochgegangen, Dutzende Menschen kamen ums Leben. mehr...

Parlamentswahl im Irak: Abstimmen trotz Anschlägen

SPIEGEL ONLINE - 30.04.2014

Die Sicherheitslage ist verheerend, doch viele Iraker geben trotzdem ihre Stimme zur Parlamentswahl ab. Premier al-Maliki hofft auf eine dritte Amtszeit. Doch es könnte eng für den Regierungschef werden. mehr...

SPIEGEL-GESPRÄCH: Es war mein eigenes Blut

DER SPIEGEL - 28.04.2014

Der irakische Oppositionsführer und Ex-Premier Ijad Alawi über die bevorstehende Parlamentswahl, den Einfluss der USA und Irans auf die Politik in Bagdad und das Leben mit dem Terror. Gerade hat er eine Delegation schiitischer Kleriker aus Basra ve... mehr...


Fläche: 434.128 km²

Bevölkerung: 34,776 Mio.

Hauptstadt: Bagdad

Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon


Religiöse Gruppen und ethnische Minderheiten im Irak
Sunniten
Mit über 85 Prozent der Muslime weltweit bilden die Sunniten die größte Gruppe im Islam. Der Name der Glaubensrichtung leitet sich vom arabischen Wort "Sunna" ab, das im religiösen Zusammenhang die "Handlungsweisen des Propheten Mohammed" bedeutet. Zusätzlich zum Koran orientieren sich Sunniten anders als die Schiiten an der Sunna als einer zweiten Quelle des islamischen Rechts. Die Rebellen im Irak gehören der Glaubensrichtung der Sunniten an.
Schiiten
In den Augen der Schiiten haben nur Ali, der Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed, und dessen Nachkommen ein Anrecht auf die politische Führung aller Muslime. Zwar unterscheiden sich die Schiiten in der religiösen Praxis kaum von den Sunniten. Doch durch die historische Entwicklung beider Glaubensrichtungen trennen heute tiefe politische Gräben das sunnitische und das schiitische Lager. Im Irak sowie in Iran und dem Libanon stellen die Schiiten die größte Konfessionsgruppe. Auch der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki ist Schiit.
Alawiten
Alawiten sehen ihre Glaubensgemeinschaft als Abspaltung des schiitischen Islam. Auch sie verehren Ali, den Vetter des Propheten, und seine Nachfolger. Im Unterschied zu den Schiiten hat Ali bei Alawiten aber sogar einen gottähnlichen Status. Anhänger der alawitischen Glaubensrichtung leben vor allem in Syrien. Der syrische Diktator Assad ist Alawit. Es gibt auch Alawiten im Südosten der Türkei und im Libanon.
Kurden
Die Volksgruppe der Kurden stammt aus einem Siedlungsgebiet in Vorderasien, das sich auf die Gebiete der Türkei, des Irak, Irans und Syriens verteilt. Jahrhundertelang war die Region Teil des Osmanischen Reiches. Nicht alle Kurden gehören derselben Glaubensrichtung an. Viele sind Sunniten. Manche sind Aleviten, deren islamische Glaubensrichtung derjenigen der Alawiten ähnelt. Eine kurdische Einheitssprache gibt es nicht, dagegen viele unterschiedliche Dialekte. Im Nordirak hat sich seit dem letzten Golfkrieg ein Kurdenstaat gebildet, der seine Unabhängigkeit fordert.
Jesiden
Die Jesiden leben vor allem in der Gegend um die nordirakische Stadt Mossul. Schätzungsweise gibt es zwischen 300.000 und 1,2 Millionen Anhänger, von denen viele wegen Verfolgung und Diskriminierung ins Ausland geflohen sind. Ihre monotheistische Religion enthält Elemente des Christentums, des Islam und des Zoroastrismus. Neben Gott verehren sie sieben Engel. Der wichtigste heißt Malak Taus, der "Pfauenengel". Die Jesiden verneinen die Existenz des Teufels. Ihnen ist es verboten, außerhalb der Gemeinschaft zu heiraten oder einen anderen Glauben anzunehmen. Ihre wichtigste Pilgerstätte liegt in Lalisch, einem abgelegenen Tal im Norden des Irak. Dort befindet sich das Grab von Scheich Adi, der im 12. Jahrhundert starb und den die Jesiden als Heiligen verehren.
Kurden
Kurdische Ethnie
Weltweit gibt es etwa 30 Millionen Kurden. Ihr Hauptsiedlungsgebiet, das in der Türkei, im Irak, in Syrien und in Iran liegt, bezeichnen sie als Kurdistan. Einen eigenen Staat haben sie nicht. Kurden bilden eine Ethnie. Die meisten von ihnen sind sunnitische Muslime, es gibt aber auch Schiiten, Aleviten, Jesiden, Christen und Juden unter den Kurden.
Kurden in Deutschland
Allein in Deutschland leben etwa eine Million Kurden. Wegen ihrer Staatenlosigkeit werden sie hier meist als Türken, Iraker, Syrer oder Iraner wahrgenommen. Dabei bilden sie die drittgrößte Migrantengruppe in der Bundesrepublik.
Sprachen
Es gibt mehrere kurdische Sprachen, die wiederum jeweils ein Dutzend Dialekte haben. Am weitesten verbreitet ist die Sprache Kurmandschi. Interessanterweise sind es also weder Sprache noch Religion, die die Kurden als Volk zusammenhält, sondern "ihr Miteinander, verwurzelt in einer gemeinsamen Vergangenheit, die mehr oder weniger mythisch ist", wie die Ethnologen Jean-Loup Amselle und Guy Nicolas schreiben.
Autonome kurdische Region
Bis in das 20. Jahrhundert hinein lebten Kurden in Stammesgesellschaften. Heute leben sie in sehr unterschiedlichen Umfeldern. Die autonome kurdische Region im Irak gilt als die stabilste und sicherste im Land. Durch Zugang zu Erdöl ist sie wohlhabend.
Kurden in der Türkei
Kurden in der Türkei sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Überproportional viele sind jedoch arm, weil ihnen Bildung erschwert wurde. Unterricht auf Kurdisch war jahrzehntelang verboten. Viele Kurden kamen erstmals mit ihrer Einschulung mit Türkisch in Berührung.
Kurden im Irak
Das kurdische Autonomiegebiet liegt im Nordirak und wird von den Kurden Südkurdistan genannt. Im Irak wurden die Kurden lange Zeit verfolgt. Tragischer Höhepunkt war der Giftgasangriff des sunnitischen Diktators Saddam Hussein am 16. März 1988 auf den kurdischen Ort Halabdscha, bei dem etwa 5000 Männer, Frauen und Kinder getötet wurden.





Themen von A-Z