Der
Koran
ist die heilige Schrift des
Islam
und gilt als ältestes arabisches Prosawerk. Nach muslimischem Glauben enthält er wörtliche Offenbarungen, die Allah zwischen 610 und 632 durch den Erzengel Gabriel in arabischer Sprache an den
Propheten Mohammed
richtete. Der Koran (von arabisch "lesen": das zu lesende Buch, das zu Rezitierende) ist für alle Muslime verbindlich. Die Gläubigen sollen den arabischen Originaltext studieren. Übersetzungen werden als Interpretation abgelehnt.
Die
114 Suren (Kapitel) wurden erst um 650 nach dem Tod
Mohammeds
gesammelt. Sie sind nicht chronologisch, sondern nach ihrer Länge angeordnet. Die 114. Sure enthält nur noch sechs Verse.
Im
Koran
finden sich die fünf Pfeiler des Islam: das Glaubensbekenntnis, tägliche Gebete, das Geben von Almosen, Fasten im Monat Ramadan sowie die Wallfahrt nach
Mekka
. Außer religiösen Grundsätzen enthält er auch Vorschriften für moralisches Verhalten und zu bürgerlichen Pflichten.