Als
Tsunami wird eine hauptsächlich durch Seebeben ausgelöste Meereswelle bezeichnet, die auch durch küstennahe oder untermeerische Hangrutschungen, durch Vulkanausbrüche, in ganz seltenen Fällen auch durch Meteoriteneinschlag entsteht.
Ein
Tsunami breitet sich ringförmig mit bis zu 800 km/h aus. Die Wellenlängen im offenen Ozean betragen 100-300 km, die Wellenhöhe erreicht dort nur 0,5 m. Tsunamis stellen daher im offenen Ozean nur eine geringe Gefahr dar, im Flachwasser steilen sich die Wellen dagegen bis zu 30 m auf und führen zu katastrophalen Überschwemmungen.
Die bisher folgenschwersten Tsunamis brachen am 26. Dezember 2004 über den nordöstlichen Indischen Ozean herein und forderten in Indonesien, Sri Lanka, Thailand und Indien rund 250 000 Menschenleben. Sie wurden ausgelöst durch ein Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala vor der Küste Sumatras. Ihre Wellen führten zu katastrophalen Verwüstungen im Norden Sumatras mit über 100.000 Toten und richteten sogar an der Ostküste Afrikas (vor allem Somalia, Seychellen) große Schäden an.
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Im Gegensatz zum Pazifischen Ozean bestand im Indischen Ozean bis zur Tsunami-Katastrophe von 2004 noch kein Frühwarnsystem. 2005 wurde auch für diese Region die Einrichtung eines Frühwarnsystems beschlossen. Am 11. November 2008 wurde das Deutsch-Indonesische Tsunami-Frühwarnsystem eingeweiht, das u. a. vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) entwickelt wurde.