Meilensteine in der Entwicklung des Internets
Am 2. September werden beim ersten Test des
Arpanets, eines experimentellen Netzwerks des US-Militärs, bedeutungslose Daten zwischen zwei Computern hin- und hergeschickt.
Am 29. Oktober werden erstmals Daten zwischen zwei verschiedenen Orten ausgetauscht: zwischen der University of California, Los Angeles, (UCLA) und dem Stanford Research Institute in Menlo Park in Kalifornien. Das Netz bricht aber nach den ersten beiden Buchstaben des Wortes "logon" zusammen.
Das
Arpanet wird auch auf die Ostküste der USA ausgedehnt.
Ray Tomlinson bringt die E-Mail in das Netz. Er entscheidet sich für das (at)-Symbol, um die Adressen unterschiedlicher Netze zu kennzeichnen.
Die ersten internationalen Knoten des
Arpanets entstehen in England und Norwegen.
Vint Cerf und
Bob Kahn entwickeln eine Kommunikationstechnik namens TCP, damit sich Menschen in verschiedenen Netzen austauschen können. Damit entsteht das eigentliche Internet. Als
TCP/IP wird diese Technik am 1. Januar 1983 schließlich allgemein angenommen.
Erstmals wird ein System mit Domain-Namen vorgeschlagen. Mit .com, .gov und .edu entstehen ein Jahr später die ersten Endungen.
Einer der ersten Internetwürmer,
Morris, befällt Tausende Computer.
Die Firma Quantum Computer Services (später
AOL) bietet für Macintosh und Apple II Computer den Dienst America Online an. Auch Besitzer eines Commodore 64 können sich ins Quantum-Angebot eingwählen - dort finden sie auch die erste grafische virtuelle Welt "Habitat" vor. Bis 2002 werden fast 27 Millionen Amerikaner Kunden von AOL.
Tim Berners-Lee entwickelt am Forschungszentrum CERN das
World Wide Web, um akademische Informationen weltweit verfügbar zu machen.
1993 -
Marc Andreessen entwickelt mit Kollegen an der Universität von Illinois "
Mosaic", den ersten Browser, der auf einer einzigen Seite Bilder und Text darstellt.
Andreessen und andere aus dem Mosaic-Team gründen eine Firma zur Entwicklung des ersten kommerziellen Web-Browsers:
Netscape. Damit wird das wirtschaftliche Potential des Internets deutlich, was später auch Microsoft und andere auf den Plan ruft.
Im demselben Jahr verschicken zwei Anwälte die erste
Spam-Mail, um für ihre Dienste zu werben.
Der Online-Händler
Amazon.com öffnet seine Pforten. Das US-amerikanisches Internet-Versandhaus mit Sitz in Seattle startete zunächst als reiner Internet-Buchhandel und ist heute weltweit größter Online-Versender von Waren aller Art.
Aus einem Projekt in einem Wohnheim an der Universität Stanford entsteht
Google.
Die US-Regierung überträgt die Verwaltung der Domain-Adressen an die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN).
Das US-Justizministerium und 20 US-Staaten verklagen
Microsoft und werfen dem Hersteller des Betriebssystems Windows vor, seine Marktmacht zur Verdrängung von Netscape und anderen benutzt zu haben.
Mit
Napster wird der Tausch von Musik-Dateien populär. Die Musikindustrie verändert sich grundlegend.
Die weltweite Internet-Bevölkerung erreicht 250 Millionen.
Der
Dot-com-Boom der 90er Jahre geht zu Ende. Die Blase platzt. Technologieaktien stürzen ab.
Die Websites von Amazon.com, Ebay und anderen werden beim ersten größeren
Denial-of-Service-Angriff lahmgelegt.
Weltweit nutzen mehr als 500 Millionen das Internet.
Mark Zuckerberg gründet
Facebook. Das soziale Netzwerk hat nach eigenen Angaben inzwischen 250 Millionen registrierte Nutzer.
YouTube startet als Portal für Videos. Im Jahr 2006 kaufte Google das Videoportal für umgerechnet 1,36 Milliarden Euro, obwohl der Konzern bereits eine eigene Plattform namens Google Video betreibt.
Mehr als eine Milliarde Menschen sind online. Das ist ungefähr ein Sechstel der Weltbevölkerung, die 2006 bei geschätzten 6,6 Milliarden liegt.
Apple stellt das
iPhone vor und bringt die mobile Internetnutzung zu Millionen Menschen. Es setzt ein immer noch andauernder Boom internetfähiger Handymodelle ein, Netzbetreiber beginnen mit Mobil-Flatrates um Kunden zu werben.
Die Zahl der weltweiten Internet-Nutzer steigt auf mehr als 1,5 Milliarden. In China alleine sind es 250 Millionen und damit erstmals mehr als in den USA.
Die
Netscape-Entwickler stellen ihre Arbeit an dem Internet-Pionier ein. Der Open-Source-Browser
Firefox wächst und gedeiht aber.
Die großen Fluggesellschaften bieten verstärkt Internet während des Fluges an.
Als erste große US-Tageszeitung zieht der
"The Seattle Post-Intelligencer" komplett ins Internet um.
Aller Kritik an mangelndem Datenschutz zum Trotz:
Facebook wächst unaufhaltsam und kommt auf über eine halbe Milliarde Mitglieder.
Jeder zehnte Deutsche ist mittlerweile in dem Netzwerk zu finden.
AP