ThemaVölkermord in Ruanda

Alle Artikel und Hintergründe

AFP

Massaker an den Tutsi

In nur hundert Tagen töteten radikale Hutu 1994 in Ruanda rund 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu, die sich weigerten mitzumachen. Drei von vier Angehörige der Tutsi-Minderheit fielen dem Genozid zum Opfer. Bis heute sitzt das Trauma des Völkermordes tief und spaltet die ruandische Gesellschaft.

RUANDA: Drinks für die Mörder

DER SPIEGEL - 06.02.2012

Jahrelang galt ein Hotelmanager aus Kigali als Menschenretter im Chaos des großen Massakers, dann wurde er als Geschäftemacher angegriffen. Jetzt wehrt er sich gegen die Vorwürfe. Paul Rusesabagina ist Held von Beruf, und Helden sind gefragt. Bis z... mehr...

RADRENNEN: Die Kettenreaktion

DER SPIEGEL - 23.12.2011

Im Team Ruanda fahren Hutu und Tutsi gegen das Trauma des Völkermords von 1994 an, bei dem in 100 Tagen 800 000 Menschen ermordet wurden. Der Beste der Mannschaft hat sich für die Olympischen Spiele qualifiziert. Ein Radrennfahrer muss leiden könne... mehr...

Völkermord: Ex-Armeechef von Ruanda zu 30 Jahren Haft verurteilt

SPIEGEL ONLINE - 17.05.2011

Augustin Bizimungu gilt als einer der Hauptverantwortlichen für Massaker an den Tutsi im Jahr 1994 - 800.000 Menschen wurden damals getötet. Jetzt hat das Uno-Kriegsverbrechertribunal für Ruanda den Ex-Generalstabschef zu 30 Jahren Haft verurteilt. mehr...

Untersuchung zu Kriegsgräueln: Uno-Bericht empört Kongos Nachbarn

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2010

"Fehlerhaft", "gefährlich", "Unfug": Ruanda, Uganda und Burundi toben über einen Uno-Bericht, der akribisch deren Beteiligung an Folter, Vergewaltigung und Massakern im Kongo zwischen 1993 und 2003 auflistet. Der Report enthält Stellungnahmen der Nachbarländer, bleibt aber im Kern bei den Vorwürfen. mehr...

Massenvergewaltigungen: Uno räumt Versagen der Blauhelmsoldaten im Kongo ein

SPIEGEL ONLINE - 08.09.2010

Die Uno-Truppen im Kongo haben im Umgang mit den Massenvergewaltigungen im Osten des Landes Fehler zugegeben: Die Blauhelmsoldaten haben demnach zu spät eingegriffen. Nun sollen zusätzliche Patrouillen und bessere Kommunikation die Bevölkerung vor Übergriffen durch Milizen schützen. mehr...

Uno-Bericht: Ruanda protestiert gegen Vorwurf des Völkermords

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2010

Hat die Armee von Ruandas Präsident Kagame in den neunziger Jahren Völkermord begangen? Das schreibt zumindest die Uno in einem Entwurf zu einem Bericht. Demnach verübten Ruandas Streitkräfte grauenhafte Vergeltung an den Hutu. Kagame reagiert mit einer Drohung. mehr...

Verdacht auf Völkermord: Bundeskriminalamt verhaftet Ruander

SPIEGEL ONLINE - 26.07.2010

Er soll in den neunziger Jahren an der Ermordung von Mitgliedern der Tutsi-Minderheit beteiligt gewesen sein: Ein 53-jähriger Ruander ist wegen des Verdachts auf Völkermord im Raum Frankfurt am Main festgenommen worden. mehr...

Völkermord-Vorwürfe: Ruander zu lebenslanger Haft verurteilt

SPIEGEL ONLINE - 11.06.2010

Er war Pastor - und stachelte zum Töten an: Wegen Völkermordes ist ein Ruander zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er habe das Ziel gehabt, die Volksgruppe der Tutsi teilweise oder vollständig zu vernichten, sagten die Richter in Finnland. Dort war der Mann 2007 festgenommen worden. mehr...

Völkermord-Vorwürfe: Frankreich fasst ruandische Präsidenten-Witwe

SPIEGEL ONLINE - 02.03.2010

Sie lebte seit Jahren unbehelligt in Frankreich - nun ist die Witwe des früheren ruandischen Präsidenten Habyarimana dort festgenommen worden. Die Justiz in ihrem Heimatland will sie wegen des Völkermordes 1994 in Ruanda zur Rechenschaft ziehen. mehr...

VÖLKERRECHT: Hinter biederer Fassade

DER SPIEGEL - 23.11.2009

Nach langem Zögern hat die deutsche Justiz zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher aus Ruanda festgenommen. Zeugenaussagen und Beweise gegen die beiden gab es seit langem. Es war früher Morgen und noch dunkel, als am vergangenen Dienstag vor einem Karlsr... mehr...


Völkermord in Ruanda
Der Völkermord in Ruanda entstand aus dem Jahrzehnte schwelenden Konflikt zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi . Als Auslöser für den Genozid an der Tutsi-Minderheit gilt das Attentat auf den Hutu-Präsidenten Juvenal Habyarimana , dessen Flugzeug am 6. April 1994 beim Landeanflug auf Kigali von einer Rakete abgeschossen wurde. Radikale Hutu-Milizen lasteten den Mord der Tutsi-Minderheit an und riefen zu Vergeltung auf. Sie töteten mindestens 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu. Viele Opfer wurden mit Macheten in Stücke gehackt, andere bei lebendigem Leib in Kirchen verbrannt, in denen sie Zuflucht gesucht hatten.
Der damalige Völkermord war nach drei Monaten beendet worden, nachdem die Patriotische Front (RPF) des heutigen ruandischen Präsidenten Paul Kagame , ein Tutsi, von Uganda aus einmarschiert war und die Hutu-Milizen verjagt hatte.
Nach Angaben von Menschenrechtlern und Helfern war der Völkermord geplant. Ziel der Gräueltaten sei die Ausrottung der Tutsi gewesen, die etwa elf Prozent der ruandischen Bevölkerung ausmachten.

Wikipedia

Völkermord in Ruanda

Als Völkermord in Ruanda werden umfangreiche Gewalttaten in Ruanda bezeichnet, die am 6. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Sie kosteten zirka 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von minde...mehr...


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