ThemaWaterboarding

Alle Artikel und Hintergründe

SPIEGEL-GESPRÄCH: Wir haben es falsch gemacht

DER SPIEGEL - 12.09.2011

Der ehemalige FBI-Agent Ali Soufan, 40, Amerikaner mit libanesischen Wurzeln, über seine Vernehmungen von Qaida-Gefangenen nach dem 11. September, über den Erfolg von Folter und das Versagen der CIA. SPIEGEL: Herr Soufan, wie würden Sie den Zustand... mehr...

Tod von Terrorgefangenen: US-Justiz ermittelt gegen CIA-Agenten

SPIEGEL ONLINE - 01.07.2011

Sie starben in Gefängnissen in Afghanistan und im Irak: Wegen des Todes zweier Terrorgefangener in den Jahren 2002 und 2003 gerät nun der Geheimdienst CIA ins Visier der US-Ermittler. mehr...

Fall Bin Laden: Amerika schlittert in neue Folterdebatte

SPIEGEL ONLINE - 04.05.2011

Haben harsche Verhörmethoden bei der Jagd auf Osama Bin Laden eine entscheidende Rolle gespielt? Anhänger von Ex-Präsident Bush triumphieren und reklamieren den Erfolg für sich. Für Barack Obama kommt die Folterdiskussion zur Unzeit. mehr...

Waterboarding: Amnesty International fordert Ermittlungen gegen Bush

SPIEGEL ONLINE - 10.11.2010

George W. Bushs Lobeshymne auf Folter durch Waterboarding könnte juristische Folgen für den Ex-US-Präsidenten haben - jedenfalls wenn es nach Amnesty International geht. Die Menschenrechtsorganisation sieht die Regierung Obama in der Pflicht, strafrechtliche Ermittlungen einzuleiten. mehr...

Waterboarding-Debatte: Briten weisen Bushs Folterthesen zurück

SPIEGEL ONLINE - 10.11.2010

Die Zweifel am Wahrheitsgehalt der Memoiren von George W. Bush wachsen. Erst bezichtigte Gerhard Schröder den Ex-US-Präsidenten der Lüge, nun kommt auch noch Widerspruch von den Briten: Verhöre mit Waterboarding hätten mitnichten Anschläge in London verhindert. mehr...

Ex-US-Präsident Bush: Waterboarding soll Anschlag in London verhindert haben

SPIEGEL ONLINE - 09.11.2010

George W. Bush legt seine Memoiren vor - und verteidigt erneut den Einsatz von Waterboarding im Anti-Terror-Krieg. Dank der Foltertechnik konnten Anschläge in Großbritannien und den USA gestoppt werden, behauptet der Ex-Präsident. mehr...

CIA: Keine Anklagen nach Zerstörung von Foltervideos

SPIEGEL ONLINE - 09.11.2010

In der Affäre um die Vernichtung von Terror-Verhörvideos beim US-Geheimdienst CIA sieht die Justiz von einer Anklage gegen die Verantwortlichen ab. Nach einer "gründlichen Untersuchung" des Fall werde es keine strafrechtlichen Konsequenzen geben. mehr...

Folter bei 9/11-Verhören: Bush ordnete Waterboarding persönlich an

SPIEGEL ONLINE - 04.11.2010

183 Mal wurde der mutmaßliche 9/11-Drahtzieher Chalid Scheich Mohammed dem Waterboarding unterzogen - US-Präsident George W. Bush hatte die Folter persönlich gebilligt, das enthüllt er nun in seinen Memoiren. Die CIA habe ihn um Zustimmung gebeten, Bushs Antwort damals: "Verdammt, ja." mehr...

Zeitungsbericht: Ex-CIA-Chef segnete Zerstörung von Folter-Videos ab

SPIEGEL ONLINE - 16.04.2010

Der frühere CIA-Chef Porter Goss soll nach Angaben der "New York Times" die Zerstörung von Videos genehmigt haben, auf denen Verhöre mit Folterungen zu sehen waren. Er habe die Entscheidung allerdings erst nachträglich gebilligt. mehr...

US-Verhörmethoden: Autoren der Folter-Memos gehen straffrei aus

SPIEGEL ONLINE - 31.01.2010

Sie gaben der Bush-Regierung die Rechtfertigung für Foltermethoden wie Waterboarding, doch Strafen bleiben den beiden Juristen laut "Newsweek" erspart. Ein Bericht der US-Regierung bescheinigt ihnen nur "schlechtes Urteilsvermögen" - ein möglicher Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht ist vom Tisch. mehr...


Wikipedia

Waterboarding

Als Waterboarding wird eine Foltermethode des simulierten Ertränkens bezeichnet. Beim Opfer wird durch Ausnutzen des Würgereflexes physiologisch der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein Tuch über Mund u...mehr...


Verhörmethoden

Die CIA-Memoranden zu Verhörmethoden (PDF):

1. August 2002

10. Mai 2005

10. Mai 2005

30. Mai 2005

"An den Rand des Todes und zurück" - Folterberichte

Abu Subeida

AP
Abu Subeida, ein mutmaßlich enger Vertrauer von Osama Bin Laden, wurde im März 2002 in Pakistan gefasst und dabei schwer verletzt. Die CIA sorgte dem Bericht zufolge ausdrücklich dafür, dass er gesundgepflegt wurde - nur um ihn dann foltern zu können. Dazu sei er zwischen mehreren CIA-Lagern hin- und hertransportiert worden.

"Ich erwachte, nackt, an ein Bett gefesselt, in einem sehr weißen Raum. Der Raum maß ungefähr vier mal vier Meter. (...) Nach einiger Zeit, ich glaube, dass es mehrere Tage waren, wurde ich zu einem Stuhl gebracht, an den ich an Händen und Füßen gekettet wurde, für die nächsten zwei bis drei Wochen, glaube ich. In der Zeit bekam ich durch das dauerhafte Sitzen Blasen an der Unterseite meiner Beine. (...) In den ersten zwei oder drei Wochen bekam ich, während ich auf dem Stuhl saß, keine feste Nahrung. Mir wurde nur Ensure (ein Proteingetränk, Anm.d.Red.) und Wasser zu trinken gegeben. Anfangs musste ich mich von dem Ensure übergeben, aber das wurde mit der Zeit besser. (...) Die Zelle und der Raum waren klimatisiert und sehr kalt. Die ganze Zeit spielte sehr laute Brüllmusik. Sie wiederholte sich alle 15 Minuten, 24 Stunden am Tag. Manchmal stoppte die Musik und wurde von lautem Zischen oder Knattern abgelöst. (...) Zwei schwarze Holzkisten wurden in den Raum außerhalb meiner Zelle gebracht. Eine war hoch, etwas größer als ich und schmal. (...) Die andere war kleiner. (...) Ich wurde aus meiner Zelle geholt, und einer der Vernehmenden wickelte ein Handtuch um meinen Hals, und dann benutzten sie das, um mich herumzuschleudern und mich wiederholt gegen die harte Wand des Raums zu schmettern. Auch wurde ich wiederholt ins Gesicht geschlagen. (...) Dann wurde ich in die große Kiste gesteckt, ich glaube für rund eine bis eineinhalb Stunden. Die Kiste war innen und außen total schwarz. (...) Sie bedeckten die Außenseite der Kiste mit einem schwarzen Tuch, um das Licht zu verdunkeln und meine Luftzufuhr zu drosseln. Es war schwer zu atmen. (...) Nach dem Verprügeln wurde ich in die kleine Kiste gesteckt. (...) Da sie nicht hoch genug war, um aufrecht zu sitzen, musste ich mich zusammenkrümmen. Wegen meiner Wunden war das sehr schwer. (...) Die Wunde an meinem Bein öffnete sich und begann zu bluten. Ich weiß nicht, wie lange ich in der kleinen Kiste blieb, ich bin vielleicht eingeschlafen oder ohnmächtig geworden. (...) Dann wurde ich aus der kleinen Kiste gezerrt, ohne dass ich ordentlich laufen konnte, und auf etwas geschnallt, was wie ein Krankenhausbett aussah, und mit engen Gurten sehr eng daran gefesselt. Ein schwarzes Tuch wurde über mein Gesicht gepresst, und die Vernehmer nahmen eine Mineralwasserflasche, um Wasser auf das Tuch zu kippen, so dass ich nicht atmen konnte. Nach ein paar Minuten wurde das Tuch weggenommen und das Bett in eine aufrechte Position gedreht. Der Druck der Gurte auf meine Wunden tat sehr weh. Ich erbrach mich. Dann wurde das Bett wieder in eine horizontale Position gedreht und die gleiche Folter wiederholt, mit dem schwarzen Tuch über meinem Gesicht und dem Wasser aus der Flasche. Diesmal hing mein Kopf mehr in einer rückwärtigen, nach unten gerichteten Position, und das Wasser wurde länger ausgeschüttet. Ich kämpfte mit den Gurten, versuchte zu atmen, doch es war hoffnungslos. Ich dachte, ich würde sterben. Ich verlor die Kontrolle über mein Urin. Seitdem verliere ich auch heute noch die Kontrolle über mein Urin, wenn ich unter Stress stehe. (...) Das dauerte etwa eine Woche. In der Zeit wurde die ganze Prozedur fünfmal wiederholt. (...) Einmal wurde das Ersticken dreimal hintereinander wiederholt. (...) Mehrmals brach ich dabei zusammen und verlor das Bewusstsein. Dann wurde die Folter durch die Intervention eines Arztes gestoppt."

Quelle: ICRC/Mark Danner/"New York Review of Books"

Walid bin Attasch

Chalid Scheich Mohammed


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