ThemaWaterboarding

Alle Artikel und Hintergründe

Verhörmethoden: Ärzte-Organisation wirft CIA Menschenversuche vor

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2009

Der US-Geheimdienst CIA sträubt sich gegen die Veröffentlichung weiterer Unterlagen über Verhörmethoden bei Terrorverdächtigen. Begründung: Die nationale Sicherheit sei in Gefahr. Mediziner werfen der CIA nun sogar vor, Ärzte für Menschenversuche angeheuert zu haben. mehr...

GEHEIMDIENSTE: Acht Stunden in der Kiste

DER SPIEGEL - 31.08.2009

Ein interner Bericht schildert detailliert, wie CIA-Agenten folterten. Nun prüft ein Sonderermittler, ob den Verantwortlichen der Prozess gemacht werden soll. Die geschwärzten Seiten sind natürlich die interessantesten. Allein zwei Dutzend davon gi... mehr...

Überall wurde improvisiert

DER SPIEGEL - 31.08.2009

John Helgerson, 65, Ex-Generalinspekteur der CIA, über die Untersuchung der umstrittenen Verhörmethoden des Dienstes und die Verunsicherung der Behörde nach dem 11. September 2001. SPIEGEL: Warum haben Sie Anfang 2003 die interne Untersuchung des C... mehr...

Interner CIA-Folterbericht: Wir werden deine Kinder umbringen

SPIEGEL ONLINE - 25.08.2009

Die CIA wehrte sich mit Klauen und Zähnen. Trotzdem wurde jetzt ein interner Bericht veröffentlicht, der die Foltermethoden des Geheimdienstes kritisch dokumentiert. Er enthüllt neue schreckliche Einzelheiten - und dürfte den Streit um Bushs Erbe in der Regierung Obama vertiefen. mehr...

US-Sicherheitspolitik: Neues Elite-Team soll Terrorverdächtige verhören

SPIEGEL ONLINE - 24.08.2009

US-Präsident Obama will Verhöre von mutmaßlichen Top-Terroristen stärker kontrollieren: Die CIA verliert an Einfluss - eine neue Spezialtruppe soll bei der Bundespolizei FBI angesiedelt werden. Techniken wie Schlafentzug oder laute Musik werden verboten. Doch eine Grauzone bleibt. mehr...

Bericht über US-Verhörmethoden: CIA-Agenten bedrohten Terrorverdächtigen mit Bohrmaschine

SPIEGEL ONLINE - 22.08.2009

Todesdrohungen, simulierte Erschießungen, Waterboarding: Während der Amtszeit von Ex-Präsident George W. Bush bedienten sich Verhörspezialisten des US-Geheimdienstes CIA brutaler Methoden. Ein Regierungsbericht schildert nun grausige Details der Folterpraktiken. mehr...

ABC-Bericht: CIA soll Foltergefängnis in Litauen betrieben haben

SPIEGEL ONLINE - 20.08.2009

Amerika debattiert über Folter der Ära Bush - nun tauchen neue Hinweise auf ein drittes Geheimgefängnis in Europa auf. Laut "ABC News" soll die CIA bis Ende 2005 ein "blacksite prison" in Litauen betrieben haben. Der Baltenstaat hoffte wohl als Gegenleistung auf bessere Beziehungen zu den USA. mehr...

Krieg gegen den Terror: CIA soll Geheimknäste von Frankfurt aus gesteuert haben

SPIEGEL ONLINE - 14.08.2009

Terrorverdächtige wurden gedemütigt und gefoltert: Die berüchtigten CIA-Geheimgefängnisse wurden vermutlich von Deutschland aus organisiert. Der Bau von drei Anlagen in Osteuropa und Nordafrika sei vom CIA-Büro in Frankfurt am Main geplant worden, berichtet die "New York Times". mehr...

Weißes Haus: Obama kritisiert Geheimhaltung von CIA-Plänen

SPIEGEL ONLINE - 13.07.2009

Dem Kongress ein Regierungsprogramm verheimlichen? Das ist nicht rechtens, sagt Barack Obama. Auch dann nicht, wenn es ein Geheimplan zur Jagd und Tötung von Qaida-Kämpfern ist. Sein Justizminister ließ das Programm stoppen. Jetzt soll geklärt werden, welche Rolle Ex-Vizepräsident Cheney in der Affäre spielt. mehr...

Foltervorwürfe: US-Justizminister erwägt Ermittlungen gegen CIA

SPIEGEL ONLINE - 12.07.2009

Die CIA steht wegen ihrer geheimen Anti-Terror-Programme einmal mehr in der Kritik: Angesichts neuer Details über Folterpraktiken denkt US-Justizminister Eric Holder über einen Sonderstaatsanwalt nach - gegen dessen Einsatz aber hat das Weiße Haus Vorbehalte. mehr...


Wikipedia

Waterboarding

Als Waterboarding wird eine Foltermethode des simulierten Ertränkens bezeichnet. Beim Opfer wird durch Ausnutzen des Würgereflexes physiologisch der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein Tuch über Mund u...mehr...


Verhörmethoden
Die CIA-Memoranden zu Verhörmethoden (PDF):

1. August 2002

10. Mai 2005

10. Mai 2005

30. Mai 2005

"An den Rand des Todes und zurück" - Folterberichte
AP
Abu Subeida, ein mutmaßlich enger Vertrauer von Osama Bin Laden, wurde im März 2002 in Pakistan gefasst und dabei schwer verletzt. Die CIA sorgte dem Bericht zufolge ausdrücklich dafür, dass er gesundgepflegt wurde - nur um ihn dann foltern zu können. Dazu sei er zwischen mehreren CIA-Lagern hin- und hertransportiert worden.

"Ich erwachte, nackt, an ein Bett gefesselt, in einem sehr weißen Raum. Der Raum maß ungefähr vier mal vier Meter. (...) Nach einiger Zeit, ich glaube, dass es mehrere Tage waren, wurde ich zu einem Stuhl gebracht, an den ich an Händen und Füßen gekettet wurde, für die nächsten zwei bis drei Wochen, glaube ich. In der Zeit bekam ich durch das dauerhafte Sitzen Blasen an der Unterseite meiner Beine. (...) In den ersten zwei oder drei Wochen bekam ich, während ich auf dem Stuhl saß, keine feste Nahrung. Mir wurde nur Ensure (ein Proteingetränk, Anm.d.Red.) und Wasser zu trinken gegeben. Anfangs musste ich mich von dem Ensure übergeben, aber das wurde mit der Zeit besser. (...) Die Zelle und der Raum waren klimatisiert und sehr kalt. Die ganze Zeit spielte sehr laute Brüllmusik. Sie wiederholte sich alle 15 Minuten, 24 Stunden am Tag. Manchmal stoppte die Musik und wurde von lautem Zischen oder Knattern abgelöst. (...) Zwei schwarze Holzkisten wurden in den Raum außerhalb meiner Zelle gebracht. Eine war hoch, etwas größer als ich und schmal. (...) Die andere war kleiner. (...) Ich wurde aus meiner Zelle geholt, und einer der Vernehmenden wickelte ein Handtuch um meinen Hals, und dann benutzten sie das, um mich herumzuschleudern und mich wiederholt gegen die harte Wand des Raums zu schmettern. Auch wurde ich wiederholt ins Gesicht geschlagen. (...) Dann wurde ich in die große Kiste gesteckt, ich glaube für rund eine bis eineinhalb Stunden. Die Kiste war innen und außen total schwarz. (...) Sie bedeckten die Außenseite der Kiste mit einem schwarzen Tuch, um das Licht zu verdunkeln und meine Luftzufuhr zu drosseln. Es war schwer zu atmen. (...) Nach dem Verprügeln wurde ich in die kleine Kiste gesteckt. (...) Da sie nicht hoch genug war, um aufrecht zu sitzen, musste ich mich zusammenkrümmen. Wegen meiner Wunden war das sehr schwer. (...) Die Wunde an meinem Bein öffnete sich und begann zu bluten. Ich weiß nicht, wie lange ich in der kleinen Kiste blieb, ich bin vielleicht eingeschlafen oder ohnmächtig geworden. (...) Dann wurde ich aus der kleinen Kiste gezerrt, ohne dass ich ordentlich laufen konnte, und auf etwas geschnallt, was wie ein Krankenhausbett aussah, und mit engen Gurten sehr eng daran gefesselt. Ein schwarzes Tuch wurde über mein Gesicht gepresst, und die Vernehmer nahmen eine Mineralwasserflasche, um Wasser auf das Tuch zu kippen, so dass ich nicht atmen konnte. Nach ein paar Minuten wurde das Tuch weggenommen und das Bett in eine aufrechte Position gedreht. Der Druck der Gurte auf meine Wunden tat sehr weh. Ich erbrach mich. Dann wurde das Bett wieder in eine horizontale Position gedreht und die gleiche Folter wiederholt, mit dem schwarzen Tuch über meinem Gesicht und dem Wasser aus der Flasche. Diesmal hing mein Kopf mehr in einer rückwärtigen, nach unten gerichteten Position, und das Wasser wurde länger ausgeschüttet. Ich kämpfte mit den Gurten, versuchte zu atmen, doch es war hoffnungslos. Ich dachte, ich würde sterben. Ich verlor die Kontrolle über mein Urin. Seitdem verliere ich auch heute noch die Kontrolle über mein Urin, wenn ich unter Stress stehe. (...) Das dauerte etwa eine Woche. In der Zeit wurde die ganze Prozedur fünfmal wiederholt. (...) Einmal wurde das Ersticken dreimal hintereinander wiederholt. (...) Mehrmals brach ich dabei zusammen und verlor das Bewusstsein. Dann wurde die Folter durch die Intervention eines Arztes gestoppt."

Quelle: ICRC/Mark Danner/"New York Review of Books"

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