Weltwirtschaftsforum in Davos
Das Weltwirtschaftsforum in Davos findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt. Von Mittwoch bis Sonntag treffen sich in dem Schweizer Nobelskiort rund 2500 Experten aus Wirtschaft und Politik, darunter Staats-, Regierungs- und Konzernchefs. Die Teilnehmer werden streng abgeschirmt, Tausende Polizisten sollen die weltweite Elite schützen.
Das diesjährige Motto des Weltwirtschaftsforums: "Überdenken, umgestalten, erneuern". Dabei dürfte es auch darum gehen, welche Lehren aus der Finanzkrise zu ziehen sind. Für Debatten dürften unter anderem die Pläne von US-Präsident Barack Obama sorgen, den Großbanken hochspekulative Geschäfte zu verbieten. Daneben soll auch das Erdbeben in Haiti zur Sprache kommen, ebenso wie der weltweite Klimawandel.
Den Vorsitz über die Konferenz halten in diesem Jahr Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Google-Chef Eric Schmidt. Als Spitzenbanker aus Deutschland reist außerdem der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, an.
Weiterhin kommen aus den Top-Etagen der deutschen Großkonzerne E.on-Chef Wulf Bernotat und Jürgen Großmann von RWE, Jürgen Hambrecht von BASF und Bayer-Chef Werner Wenning.
Von den großen US-Banken werden nur zwei Konzernchefs erwartet: Vikram Pandit von der Citigroup und Brian Moynihan von der Bank of America. "Da will niemand gesehen werden, wie er mit dem U2-Sänger Bono herumhängt", sagt ein PR-Experte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verzichtet diesmal auf eine Teilnahme, dafür wird ihre Regierung vertreten durch Außenminister Guido Westerwelle, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (beide FDP) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).
Zur Eröffnung der Konferenz spricht Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Außerdem tritt der ehemalige US-Präsident Bill Clinton als Uno-Sonderbeauftragter für Haiti auf.