Das Pestbakterium Yersinia pestis befällt Menschen vor allem durch den Biss von Flöhen, aber auch beim direkten Kontakt mit Kleintieren, durch Einatmen oder in seltenen Fällen auch durch den Verzehr infizierten Materials. Unbehandelt führt die Pest nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 30 bis 60 Prozent der Fälle zum Tod.
Die Pest ist in vielen Längern Afrikas, in Nord- und Südamerika sowie in Asien endemisch, tritt also immer wieder auf und ist kaum auszurotten. Im Jahr 2003 wurden laut WHO in neun Ländern insgesamt 2118 Infektionen und 182 Todesfälle registriert, davon jeweils knapp 99 Prozent in Afrika. Mit der Pest infizierte Menschen entwickeln zunächst grippeähnliche Symptome - allerdings waren sie dann schon drei bis sieben Tage lang infiziert und konnten den Erreger weiter verbreiten. Es folgen plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen.