Sex-Pflichtkurs für chinesische Studenten: Stöhnen lernen

"Du wurdest gefunden", antworten chinesische Eltern gern, wenn ihre Kinder fragen, woher sie kämen. Selbst viele Jugendliche wissen wenig über Sex und Liebe. Ein Uni-Pflichtkurs soll das jetzt ändern - und dafür sorgen, dass die Leistungen der Studenten trotz Hormonchaos nicht nachlassen.

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Chinesische Studenten: Pflichtkurs in Erotik und Liebe

Im prüden China denken noch immer viele Jugendliche, dass man vom Kuscheln schwanger werden kann. Das soll jetzt ein Ende haben. Ab sofort müssen chinesische Studenten einen Pflichkursus in Sex und Liebe belegen. Die Veranstaltung soll unter anderem dabei helfen, dass die jungen Menschen die Signale ihres Körpers besser verstehen und auch im Falle des Verliebtseins leistungsmäßig nicht nachlassen in der Uni.

Nebenbei gibt es praktische Tipps, wie man sich im Bett zu verhalten hat, welche Spielarten der Erotik es gibt und - kein Witz - welche Geräusche man beim Geschlechtsverkehr von sich geben sollte. Die Einführung der Kurse ist auch eine Reaktion darauf, dass die Studierenden erhebliche Wissenslücken beim Thema Sexualität haben. Es wurde in den chinesischen Schulen bis vor einigen Monaten nicht behandelt, und auch chinesische Eltern tun sich traditionell schwer, was die Aufklärung ihrer Sprösslinge angeht. Auf die Frage ihrer Kinder, woher sie kämen, antworten die Erwachsenen gern: "Du wurdest gefunden."

"Die internationale Erfahrung zeigt, dass Kinder, die aufgeklärt wurden, weniger zu sexuellen Experimenten neigen", sagt Sun Yunxiao, stellvertretender Direktor des Chinesischen Jugendforschungszentrums. Der Sex-Kurs ist Bestandteil eines umfangreichen Psychologieprogramms, das der Staat nun an den Unis eingeführt hat. Zu dem Paket gehören auch Veranstaltungen über "Zwischenmenschliche Beziehungen" oder "Bewältigung von Frustrationen".

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1. Unsinn,
Sapientia 27.11.2011
Zitat von sysop"Du wurdest gefunden", antworten chinesische Eltern gern, wenn ihre Kinder fragen, woher sie kämen. Selbst viele Jugendliche wissen wenig über Sex und Liebe. Ein Uni-Pflichtkurs soll das jetzt ändern - und dafür sorgen, dass die Leistungen der Studenten trotz Hormonchaos nicht nachlassen. http://www.spiegel.de/unispiegel/heft/0,1518,792531,00.html
sie wissen auch ohne wie es geht, das begreift bekanntlich der Dümmste und es hat in China bekanntlich dazu geführt, daß die 1-Kind-Familie vorgeschrieben wurde.
2. .
Haio Forler 27.11.2011
Zitat von sysop"Du wurdest gefunden", antworten chinesische Eltern gern, wenn ihre Kinder fragen, woher sie kämen. Selbst viele Jugendliche wissen wenig über Sex und Liebe. Ein Uni-Pflichtkurs soll das jetzt ändern - und dafür sorgen, dass die Leistungen der Studenten trotz Hormonchaos nicht nachlassen. http://www.spiegel.de/unispiegel/heft/0,1518,792531,00.html
Das macht Sinn. Die Chinesinnen quietschen immer so beim Sex (jetzt nur unter uns!). Da könnte man noch deutlich nachbessern.
3. Sex-Pflichtkurs für chinesische Studenten
Niamey 27.11.2011
Zitat von Haio ForlerDas macht Sinn. Die Chinesinnen quietschen immer so beim Sex (jetzt nur unter uns!). Da könnte man noch deutlich nachbessern.
Der andere Forist hat natürlich auch nicht ganz Unrecht mit der Einkindpolitik! Aber es stimmt, die Mädels hier quietschen..... Aber nicht nur in China, sondern auch in einigen anderen ostasiatischen Ländern!
4. ja genau - stöhnseminar für erstsemester
maximixa 27.11.2011
Zitat von Haio ForlerDas macht Sinn. Die Chinesinnen quietschen immer so beim Sex (jetzt nur unter uns!). Da könnte man noch deutlich nachbessern.
und ich dachte schon, nur mir sei das - als eher abtörnend - aufgefallen und führte es bisher auf eine art akzent der chinesischen sprache zurück. allerdings gibt's in china ja kaum gemischt-geschlechtliche studenunterkünfte, noch einzelbuden - wo sollen die denn lernen, sich mal richtig ungehemmt gehen zu lassen, wenn der wohnheim-kontrolletti spätestens um 18 uhr ins zimmer stürmt und die zimmermitbewohner zugucken?
5. Sex-Pflichtkurs!
Magnolie5 27.11.2011
Meine deutsche Bekannte wohnte in einem chinesischen Hochhauskomplex in Schanghai und regte sich ueber die allabendlichen Sexgeraeusche =Lustschreie= ihrer chinesischen Nachbarn auf. Ganz so naiv sind die Chinesen nicht! Aber statt "schreien" kann man es auch mit "stoehnen" versuchen. Und wieder greift der chinesische Staat in die Privatsphaere ihrer Buerger ein.
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