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24.10.2007
 

Auswanderer

Auf nach Honolulu

Von Pamo Roth

Und tschüs, alte Heimat: Viele junge Akademiker gehen ins Ausland, weil sie dort mehr verdienen, die Berufsaussichten besser sind oder Deutschland sie nervt. Fünf Auswanderer erzählen vom Leben auf Hawaii, in New York oder Norwegen - und was sie am meisten vermissen.

"Ich wandere aus" - das ist schnell dahingesagt. Doch es gibt Menschen, die machen ernst. Im Jahr 2006 verließen 155.000 Deutsche ihre Heimat, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Ihre Ziele: Rund 18.000 Deutsche gingen in die Schweiz und knapp 14.000 in die Vereinigten Staaten.

Die Schweiz hat die Vereinigten Staaten damit als Lieblingsziel der deutschen Arbeitsemigranten abgelöst. Fast 180.000 leben schon dort. "Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?", fragte das Boulevardblatt "Blick" besorgt - kulturelle Verstimmungen sind im Verhältnis zwischen Schweizern und Deutschen nicht gerade selten.

Weitere beliebte Ziele: Letztes Jahr zogen etwa 7600 Deutsche nach Frankreich, immerhin 1500 nach Norwegen - fast dreimal so viele wie im Jahr 2000. Viele verlassen Deutschland, weil anderswo attraktivere Gehälter winken, neue Berufserfahrungen locken oder sie der Arbeitslosigkeit entfliehen wollen. Manche lassen sich auch von Morgenbädern im Meer oder der Nähe zur Skipiste verführen.

Natürlich ist im Ausland nicht alles rosarot: Nach einer Studie des Expatriate-Portals "Just Landed" empfinden zwei Drittel aller Auswanderer den Neustart im Ausland als "schwieriger als erwartet" - und 71 Prozent möchten irgendwann nach Deutschland zurück. Vor allem die ersten Monate in der Fremde halten harte Prüfungen bereit. Dazu zählen Alltagsprobleme wie Wohnungssuche oder das Erlernen der neuen Sprache, 85 Prozent der Auswanderer beschäftigt aber der Umfrage zufolge vor allem das Einleben in der neuen Kultur und 72 Prozent der Aufbau eines neues Freundeskreises.

SPIEGEL ONLINE stellt fünf Menschen vor, die den Aufbruch wagten und über ihre Erfahrungen erzählen.

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