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28.12.2007
 

Zitat des Tages

200.000 Euro für Bundesliga-Professoren

Verdienen deutsche Wissenschaftler, was sie verdienen? Mitnichten, sagen die Köpfe der Humboldt-Stiftung und fordern weit höhere Gehälter als bisher - auch weil Universitäten in den USA oder in der Schweiz viel besser zahlen als die in Deutschland.

"Ich erwarte natürlich ein Angebot, das ich ohne rot zu werden in New York oder Zürich zeigen kann. Ein 50 Jahre alter Professor, der in der Bundesliga der deutschen Wissenschaft mitspielt, sollte 150.000 bis 200.000 Euro im Jahr bekommen. In den USA bekommt ein erstmals berufener Professor an einer international renommierten Universität etwa 90.000 bis 100.000 Dollar. Das wäre eine gute Messlatte für hiesige Spitzenuniversitäten."

Helmut Schwarz, 63, Molekularchemiker an der TU Berlin, in einem Interview des Fachmagazins "duz" über die nach seiner Auffassung unattraktive Besoldung deutscher Professoren. Schwarz löst Anfang Januar Wolfgang Frühwald als Präsident der Alexander-vonHumboldt-Stiftung ab und plädiert für einen Wissenschaftstarif, der "mehr Geld und mehr Flexibilität ins Lohnsystem" bringt.

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Frühwald: "Die Verfassung der Universität als einer Kommunität von Gelehrten ermöglicht noch immer Reservate für stille Gelehrte und sogar für gelehrte Käuze, wie sie im 19. Jahrhundert nicht selten waren. Es gibt den Witz von einem Chemiker, der sagte, er würde gern in einer Fakultätssitzung sterben, weil dort der Unterschied zwischen Leben und Tod am geringsten sei."

Schwarz: "Ich war Dekan und wurde nach einem Jahr wieder abgewählt. Weil ich alle Fakultätssitzungen auf Freitagnachmittag 16 Uhr legte und dann oft allein dasaß."

Germanist Wolfgang Frühwald, bisheriger Präsident der Humboldt-Stiftung, und sein Nachfolger Helmut Schwarz im gleichen Interview über das Paralleluniversum Universität.

jol

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