Von Tobias Peter
Davon ist es jedenfalls selbst fest überzeugt. Die Realität ist anders. Das Alpha-Tier kann zweifellos viel, weiß einiges - und doch macht einer allein noch keine Gruppe. Allerdings hat diese Person eine überaus wichtige Begabung: Sie kann führen. Also angenommen, die Gruppe ist in der Krise und streitet sich sinn- und endlos - Wie lautet das Thema? Pizza bestellen oder nicht? Kommt da ein Komma hin? -, dann kann das Alpha-Tier energisch auf den Tisch hauen. Und dafür sorgen, dass wieder der erfolgreiche Abschluss der Gruppenarbeit in den Mittelpunkt rückt.
Das Problem ist nur: Um seinem Führungsanspruch gerecht zu werden, tritt das Alpha-Tier oft so dominant auf, dass andere Gruppenmitglieder eingeschüchtert werden und ihre Kreativität gar nicht erst abrufen. Allzu gern verlassen sich auch viele auf den Vorturner, der sich im Gegenzug beklagt, alles allein machen zu müssen.
Lieblingssatz:
"So ein ähnliches Problem habe ich schon mal auf der Hochbegabten-Akademie, für die ich ausgewählt wurde, gelöst - und ich habe damit einen Preis gewonnen."
So wird er/sie am besten in die Gruppenarbeit eingebunden:
Das Alpha-Tier sollte mit seiner Durchsetzungskraft der Gruppe helfen, ohne dass die Veranstaltung zur "One Man Show" wird. Das funktioniert am besten, wenn der Anführer viele organisatorische Aufgaben übernimmt (Treffen ansetzen, mit unzuverlässigen Teilnehmern telefonieren, um den Zwischenstand der Arbeit abzufragen).
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