Während Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) der Wirtschaft vorschreiben möchte, Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung künftig "angemessen" zu bezahlen, geht er selbst mit schlechtem Beispiel voran.
"Bitte beachten Sie, dass Praktika nicht vergütet werden", heißt es nach Informationen des SPIEGEL in einer Richtlinie. Scholz zeigt sich damit ebenso geizig wie die meisten seiner Kollegen. Lediglich Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) ist bereit, eine Aufwandsentschädigung zu bezahlen.
Bei ihr bekommen Praktikanten 100 Euro brutto im Monat. Hart sind die Bedingungen bei Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU). "Es können keinerlei Kosten für Versicherungen, Unterkunft, Verpflegung und Ähnliches übernommen werden", heißt es im Verkehrsministerium. Anspruch auf Urlaub besteht nicht, auch wenn sich eine Hospitanz im Wirtschaftsministerium über acht Monate hinziehen kann.
Das Bundesarbeitsministerium hat gerade eine Studie veröffentlicht, die belegt, wie Praktikanten nahezu überall ausgebeutet werden: Fast zwei Drittel aller Praktikanten erhalten gar keine oder eine minimale Bezahlung. Oft werden sie wie normale Arbeitskräfte eingesetzt. Dass dies auch im Bundesarbeitsministerium nicht besser aussieht, stand nicht in der Studie.
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Hallo, wer ein praktikum anfaengt sollte vorher genau wissen was er erlernen will. Wer ein praktikum mit der einstellung anfaengt er will mal sehen was das ist verschwendet seine Zeit. mehr...
Ein Praktikum soll eigentlich Bestandteil einer Berufsausbildung sein, die ohne sie zu stark Theorielastig wäre. Und weil Lehrjahre keine Herrenjahre sind, kann ein Praktikant keine allzu hohen Ansprüche stellen. Wenn [...] mehr...
Dumme Fragen: Was für eine Rolle spielt die Probezeit dann? Wurde sie nicht dafür gedacht? mehr...
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