Von Philipp Braun
"Vom Geist der Gesetze" (Georg M. Oswald)
Der letzte Roman von Georg M. Oswald spielt im Anwaltsmilieu. Und Oswald weiß, wovon er schreibt - er ist Rechtsanwalt und Autor in München.
Sein Held ist der sehr erfolgreiche Strafverteidiger Dr. Ludwig Heckler, LLM (Harvard), Seniorpartner der Kanzlei "Heckler Rechtsanwälte". Diesmal treffen ein melancholischer Provinzpolitiker und ein Drehbuchautor mit Schreibhemmung aufeinander; vor Gericht erfahren sie den "Geist der Gesetze".
Die Geschichte kommt ins Rollen, als ein Landtagsabgeordneter einen Verkehrsunfall verursacht, Fahrerflucht begeht und seinen Chauffeur dafür verantwortlich machen will. Der Wagen des Drehbuchautors wird bei dem Unfall angefahren. In einem zweiten Erzählstrang geht es um den Ehekrieg zwischen Heckler und seiner Frau, ebenfalls Anwältin.
Dass sich alle gegen Ende des Romans in einer Talkshow treffen, ist ein wenig konstruiert, aber dennoch nett zu lesen. Empfehlenswerte Seminar- und Strandlektüre für Studenten der Rechtswissenschaften.
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