Von Anne Spies
Jede fünfte Führungskraft, das zeigt der exklusive Gehaltsreport 2009 von "manager magazin", hat Gehalt eingebüßt. In der Automobilindustrie musste fast die Hälfte der Manager Kürzungen hinnehmen, in der ebenfalls stark angeschlagenen Finanzbranche war es ein Viertel. Dafür schrumpften die Boni dort um bis zu 50 Prozent.
Am glimpflichsten davongekommen sind Führungskräfte in der Pharmabranche: Nur fünf Prozent waren von Kürzungen betroffen. "Es gibt diesmal keine flächendeckenden Gehaltskürzungen wie im Jahr 2001", sagt Olaf Lang, Vergütungsexperte bei Towers Perrin. "Vieles wird über Kurzarbeit oder freiwilligen Gehaltsverzicht abgefangen."
Prognose für die kommenden fünf Jahre
Die Erwartungen für die Zukunft sind jedoch gedämpft. Während sich in den vergangenen fünf Jahren 60 Prozent der Manager über Gehaltssteigerungen um 20 Prozent und mehr freuen konnten, rechnen für die kommenden fünf Jahre nur knapp 40 Prozent mit derartigen Steigerungen.
Am optimistischsten sind Mitarbeiter in denjenigen Branchen, die auch schon in der Vergangenheit überproportionale Gehaltssteigerungen verzeichnet haben. Allen voran die Wirtschaftsprüfer: Für über 80 Prozent von ihnen gab es in den vergangenen fünf Jahren mindestens 20 Prozent mehr Geld.
Ähnlich gut lief es auch für Unternehmensberater und Banker. Letztere sind jedoch für die Zukunft deutlich pessimistischer.
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