Von Christoph Titz
Eigentlich haben sie längst Feierabend. Aber Marco, 31, Saskia und Sibel, beide 27, müssen heute länger ran. Sie sind die besten, die man für den Job zu so später Stunde bekommen kann.
Alle drei sind Experten auf ihren Gebieten, sie haben studiert und müssen trotz eines langen Arbeitstages weitermachen - so geht es Praktikanten eben. Über die Maßen schuften, Dinge machen, die mit dem eigentlichen Job nichts zu tun haben. Und natürlich gibt es dafür keinen Euro. Kann man ja überall lesen.
Richtig unglücklich sehen die drei trotzdem nicht aus. Auf dem Tisch vor ihnen stehen Bier, Erdnüsse und Chips, denn gleich werden sie als fachkundige Rezensenten die neue Komödie "Résiste - Aufstand der Praktikanten" vorab und exklusiv zu sehen bekommen. Eine inoffizielle Preview sozusagen, vor dem offiziellen Kinostart (12. November).
"Résiste" erzählt die Geschichte eines Praktikantengeneralstreiks, der ganz Deutschland lahmlegt. Der Arbeitskampf lässt die Börsen und beinahe auch Flugzeuge abstürzen. In München sterben Krankenhauspatienten; in einem Hinterhof muss ein Gangster sein Opfer selbst erschießen, weil kein Praktikant zur Stelle ist.
Lustig gemeint und gewürzt mit einem Anliegen: "Jeder hat ein Recht auf Anerkennung", deklamiert Praktikant Till (Hannes Wegener). "Kämpft für eure Rechte", fordert Sydelia (Katharina Wackernagel), Anführerin der rechtlosen Praktikanten.
Leichte Skepsis zeigt sich auf den Gesichtern der Testpersonen. Klar ist: "Rèsiste" braucht dringend einen Realitäts-Check. Fragen wir also jemanden, der sich damit auskennt. Marco, Sibel und Saskia sind jetzt die Checker - und immerhin ist genug Bier auf dem Balkon. Film ab!
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Sie theoretisieren. Die Uni ist doch der "große Wartesaal" für Leute, die sich noch nicht für einen ernsten Beruf entschieden haben oder überhaupt gegen die "Maloche" eingestellt sind. "Interessant" [...] mehr...
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