Der Traumjob: viel Geld, wenig Arbeit, nette Kollegen. Daran denkt jeder Student, wenn er sich seinen späteren Arbeitgeber wünschen darf - oder? Eine große Online-Umfrage will genauer wissen, was Studenten heute bewegt. Erste Auswertungen des Studentenspiegel zeigen große Unterschiede zwischen den Fächern: Betriebswirtschafts-Studenten ist ein hohes Einkommen wichtiger als ein sicherer Arbeitsplatz, bei Biologen und Sozialwissenschaftlern ist es andersherum. Die BWL-Studenten legen zudem mehr Wert auf das Prestige des Arbeitgebers und ein internationales Arbeitsumfeld.
In zwei Punkten aber herrscht große Einigkeit zwischen den Studenten: Am wichtigsten sind "interessante Entwicklungsmöglichkeiten" und "nette und qualifizierte Kollegen". Weniger bedeutend ist für die Teilnehmer hingegen, ob sich der Beruf gut mit einer Familie vereinbaren lässt oder ihnen viel Freizeit bleibt.
Das sind erste Ergebnisse einer der größten Studentenumfragen, die es je gegeben hat. Am "Studentenspiegel" von McKinsey, studiVZ und SPIEGEL haben schon jetzt mehr als 100.000 Studenten teilgenommen - alle anderen haben noch eine Woche lang die Chance zum Ego-Test. Zur Umfrage geht es gleich hier.
Wer mitmacht, erhält ein kostenloses, persönliches Feedback. Auf mehreren Seiten zeigen detaillierte Auswertungen, wo jeder Teilnehmer im Vergleich zu anderen steht. Erfasst werden unter anderem Noten, Praktika und Sprachkenntnisse. Daneben soll ein Stimmungsbild der heutigen Studentengeneration entstehen: Wie studiert es sich mit Bachelor und Master, wie lebt es sich angesichts der Wirtschaftskrise, und wie wichtig sind Freunde und Familie?
BWLer rechnen mit besonders hohen Gehältern
Die endgültigen Ergebnisse werden im Sommer vorgestellt. Die vorläufigen Analysen zeigen unter anderem, welche Gehaltsvorstellungen die Studenten haben. Rund jeder sechste Betriebswirtschaftsstudent einer Universität rechnet mit einem Brutto-Einstiegsgehalt von mehr als 4000 Euro im Monat, zwei Prozent der Studenten gehen sogar von mehr als 6000 Euro aus. Umgekehrt erwartet rund ein Drittel der Studenten an Universitäten und Fachhochschulen, dass ihr Einstiegsgehalt 3000 Euro nicht übersteigt. Die Studenten an Berufsakademien sind noch weitaus bescheidener: Mehr als die Hälfte rechnet mit maximal 3000 Euro im Monat.
"Mit dem Studentenspiegel 2010 haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Attraktivität für Arbeitgeber anhand eines detaillierten Profils zu vergleichen", sagt Nelson Killius, Partner der Unternehmensberatung McKinsey & Company. "Dadurch erhalten die Teilnehmer Anhaltspunkte, worauf sie noch während des Studiums und beim Berufseinstieg als Kandidat achten sollten." Sven Markschläger, designierter Marketingchef von studiVZ, spricht von "einem einmaligen Angebot an alle Studierenden, die ihre eigenen Leistungen vergleichen wollen".
Begleitet und unterstützt wurde die Entwicklung der Umfrage durch einen wissenschaftlichen Beirat. Er bestand aus Gerhard Arminger, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsstatistik an der Universität Wuppertal, sowie Manfred Deistler vom Institut für Wirtschaftsmathematik an der Technischen Universität Wien.
Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier. Für sonstige Fragen ist eine E-Mail-Hotline eingerichtet: info@studentenspiegel.de. Und wer Freunde und Bekannte darauf aufmerksam machen möchte: Verschicken Sie einfach eine Einladung.
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Der Einwand ist zwar richtig, aber online eine Zufallsstichprobe zu bekommen ist nahezu unmöglich. Zufallsstichprobe heißt ja, dass jeder der Grundgesamtheit (hier: Studenten) die gleiche Chance hat, teilzunehmen, während hier [...] mehr...
Wie asussagekraeftig ist so eine Umfrage, wo jeder (auch ich Stduienende 1990) mitmachen kann? Selbst wenn nur Studenten zugelassen sind, waere die Umfrage nicht represenatativ da es sich nicht um eine Zufallsstichprobe handelt. mehr...
Jeder methodisch halbwegs ausgebildete Sozialwissenschaftler kann Ihnen sagen, dass man die langweilige Soziodemographie ans Ende setzt. Hab bereits bei der zweiten Seite abgebrochen. mehr...
---Zitat--- BWLer rechnen mit besonders hohen Gehältern ---Zitatende--- Und mit besonders wenig Arbeit. Weiß mittlerweile jeder aus seiner Firma. Eine dümmliche Excel-Tabelle und schwuchtelige Power-Point-Präsentation kann [...] mehr...
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