"Coworking"-Büros: Schreibtisch frei ab zwölf Euro

Der digitalen Boheme bieten "Coworking Spaces" eine neue Arbeitsheimat. Die größte aller Bürogemeinschaften ist das Berliner "betahaus". Es hat viel Platz für Freiberufler der Kreativszene, die sich nicht festlegen, aber vernetzen wollen: mit echten Menschen statt nur via Facebook oder Xing.

"Coworking Spaces": Kreativszene im Betahaus Fotos
DPA

Im lichtdurchfluteten Café läuft dezente Musik, die Espressomaschine heizt sich auf, an den Holztischen kauern junge Menschen hinter ihren Laptops. Auf einer Tafel steht außer der Speisekarte auch das Passwort fürs WLAN. 10 Uhr morgens im "betahaus" an der Prinzessinnenstraße in Berlin-Kreuzberg. Es ist erstaunlich ruhig.

Ein knallgrüner, ein pinkfarbener und ein hellblauer Klebestreifen auf dem verkratzten grauen Boden weisen Besuchern den Weg zum Schreibtisch. Denn manche kennen ihren heutigen Arbeitsplatz noch nicht, wie Felice Götze, 34, Regisseur und Drehbuchautor. Er pendelt zwischen München und Berlin und ist heute zum ersten Mal hier, weil er nicht allein in seiner Wohnung vor dem Computer sitzen will. Götze trägt Bart, grünes T-Shirt, Sneakers, unterm Arm sein Notebook.

In der großzügigen Industrieetage "office 1" reihen sich Dutzende von schwarzen Tischplatten auf Böcken und noch mehr braunen Bürostühlen. Einige sind schon besetzt. Über den Tischen baumeln Dreifach-Steckdosen und Glühbirnen von der Decke. Der digitale Bohemien muss nur noch den Rechner hochfahren.

Der frühere Gewerbehof ist ein "Coworking Space": Ein Ort, an dem Freiberufler, vorwiegend aus der Kreativbranche, arbeiten - meist nicht gemeinsam, aber immerhin nebeneinander. Grafiker sitzen neben PR-Beratern, Fotografen und Software-Entwicklern. In der Ecke brütet eine studentische Initiative, einen Raum weiter feilt man am Geschäftsmodell für eine Restaurantkette.

Daheim drohen Vereinsamung und Ablenkung

Das ist der Coworking-Kerngedanke: Ein soziales Netzwerk - analog statt digital, direkter Kontakt statt Xing oder Facebook. Deshalb ist auch Blogger Thomas Rohde, 35, zum Probearbeiten da: "In der Bibliothek zu arbeiten wäre günstiger. Was dort fehlt, ist das Vernetzen. Ich würde gern Leute treffen, die ähnlich drauf sind wie ich: aus der Kreativ- und Medienbranche, die irgendwas auf eigene Faust machen."

Laut Bundesverband der Freien Berufe gibt es über eine Million Freiberufler in Deutschland, davon etwa ein Viertel in Kulturberufen. Viele kämpfen mit der Kehrseite der Unabhängigkeit: Im Home-Office drohen Vereinsamung und zu viele Ablenkungen, bei Problemen fehlen Ansprechpartner - und dazu die prekäre finanzielle Situation.

Matthias Meinecke, 27, hat bis vor einem Monat zu Hause gearbeitet. "Irgendwann fällt einem die Decke auf den Kopf." Deshalb ist der Software-Unternehmer mit seiner GmbH und großem Monitor ins "betahaus" gezogen. Für Jens Schramm war die Flexibilität entscheidend: "Wir wussten nicht, wie wir uns weiterentwickeln, ob mehr Leute dazukommen. Außerdem kann ich hier schneller wieder raus." Der 26-Jährige mit den langen Rastazöpfen hat für seine Konzertagentur derzeit vier Arbeitsplätze gemietet.

Der alte Lastenaufzug ruckelt in den dritten Stock. An einem Tisch hat sich inzwischen Regisseur Felice mit seinem weißen Apple niedergelassen und schreibt am Fernsehkrimi-Konzept. In der Ecke döst friedlich ein brauner Boxer unter dem fest angemieteten Schreibtisch eines "Fixdesk-Users". Die dürfen über Nacht ihre Materialien stehen und liegen lassen und zahlen 229 Euro Miete pro Monat, inklusive Schließfach, Briefkasten, 10 Stunden Meetingraum, eigener Schlüssel. "Flexdesk-User" dagegen müssen ihren Schreibtisch verlassen, wie sie ihn vorgefunden haben: leer. "Clean Desk Policy" heißt das hier.

"Endlich mal ein Rahmen und dann schön Feierabend"

Den Schreibtisch für einen Tag gibt es ab zwölf Euro - je öfter man kommt, desto billiger. Wer keinen eigenen Schlüssel dazu bucht, darf nur von 9 Uhr bis 18 Uhr bleiben. Viele User, wie die Mieter genannt werden, sind aber froh, "diesen Druck zu haben, morgens schon so früh da zu sein, weil sie nur bis sechs bleiben können. Die sind selig, wenn sie endlich mal einen Rahmen haben und dann aber auch schön Feierabend machen können", erzählt Madeleine von Mohl, 28. Sie ist "betahaus"-Mitgründerin, wie auch Tonia Welter, 30. Die Designerin ergänzt: "Es tut einfach gut, ein bisschen Tagesstruktur reinzubringen, sonst zerfließt alles zu einem Brei, und man wäscht doch die Wäsche, statt an seinem Konzept zu arbeiten."

Das Café heißt hier "Wissensarbeiterkantine", im besten Fall entstehen in Pausen Synergien, sagt Madeleine von Mohl: "Extrovertierte Leute schieben sich die Jobs hin und her. Über einen internen E-Mail-Verteiler werden ständig Anfragen geschickt, zum Beispiel 'Ich brauche einen Programmierer für folgendes Projekt'. Natürlich gibt es auch introvertierte Leute - die sind zu Hause einsam, im Café einsam und auch hier. Man muss sich eben doch überwinden, den anderen anzusprechen." Bei monatlichen Treffen können neue User ihren Tischnachbarn sich und ihre Arbeit vorstellen.

Coworking stammt aus den USA: In New York teilt man die Büroräume, weil sie rar sind und die Mieten hoch. In Berlin gilt beides nicht. Trotzdem kommen seit April im Tagesdurchschnitt 40 User zum Arbeiten in die Prinzessinnenstraße; für etwa dreimal so viele ist maximal Platz auf den knapp 1000 Quadratmetern. "betahaus" ist das größte Projekt in Berlin, der Hauptstadt der Coworking Spaces. Die Gesamtzahl in Deutschland lässt sich kaum schätzen, auch normale WLAN-Cafés nennen sich gern mal so.

Traum von einem weltweiten Büronetz

Der Geräuschpegel in der oberen Etage ist niedrig, aber konstant. Man spricht in moderater Lautstärke, tippt auf den Tastaturen, Handys klingeln, immer wieder knallt die Stahltür zum Treppenhaus ins Schloss. Ein Mieter trägt Ohrenstöpsel. Felice hat sich an die Geräuschkulisse gewöhnt und findet es "ganz angenehm, wenn ein bisschen was um einen herum passiert". Im Büro im Erdgeschoss geht es ruhiger zu, dort hat es sich eingebürgert, nicht zu sprechen.

Man kann sich in einen kleinen Ruheraum zurückziehen, in jedem Raum gibt es eine Sofaecke. Tonia Welters Konzept: "Leben und Arbeiten verschmelzen immer mehr durch digitale Techniken. Wir können uns aussuchen, wo, wann und wie wir arbeiten. Deshalb gibt es keinen Zwang, sich in sterile Büroatmosphären zu zwängen - man kann sie auch entspannt und wohnlich gestalten." Dafür hat sie Elemente von Wiener Kaffeehaus, Uni-Campus, Home-Office und WLAN-Café kombiniert.

Läuft alles nach Plan, wird es bald ein zweites "betahaus" geben. Vielleicht in Hamburg, Lissabon oder Zürich. Oder doch lieber Bukarest? Die Betreiber träumen von einem weltumspannenden Netz der Coworking Spaces. Dann könnten die User mit ihren Tickets überall einchecken. Das wird noch dauern, doch der Start in der Prinzessinnenstraße ist gelungen.

Regisseur Felice fährt jetzt seinen Computer herunter und will sich gleich mit Freunden treffen. Seinen Laptop lässt er bis zum nächsten Morgen im Schließfach. Gerade hat er den Vertrag unterschrieben und einen Schlüssel bekommen, erst mal für einen Monat: "Ich will im Herbst nach Istanbul, da wollte ich mich jetzt nicht binden." Und Fixdesk-User Matthias sagt: "Es fühlt sich an wie eine Gemeinschaft - nicht fachlich, aber man hat die gleichen Werte. Freiheit und arbeiten, wann man will, das vereint hier alle."

Von Christina Lohner, dpa

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Forum - Bürostress durch Langeweile?
insgesamt 33 Beiträge
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1.
DJ Doena 05.11.2007
Um mal ganz platt zu sein: Ich habe die über 3000 Beiträge hier im Forum nicht, weil ich unter extremen Arbeitsstress leide. Auch, dass ich dieses Posting um 11 Uhr Vormittags schreibe, knapp 10 Minuten, nachdem der SysOpa das Thema eröffnet hat, sagt etwas über meine Auslastung aus.
2.
Mitten in Bayern 05.11.2007
Zitat von DJ DoenaUm mal ganz platt zu sein: Ich habe die über 3000 Beiträge hier im Forum nicht, weil ich unter extremen Arbeitsstress leide. Auch, dass ich dieses Posting um 11 Uhr Vormittags schreibe, knapp 10 Minuten, nachdem der SysOpa das Thema eröffnet hat, sagt etwas über meine Auslastung aus.
Man kann zumindest sagen, dass Sie ihre freie Zeit im Sinne der gesellschaftlichen Meinungsbildung sinnvoll nutzen ;-)
3.
Haio Forler 05.11.2007
Zitat von DJ DoenaUm mal ganz platt zu sein: Ich habe die über 3000 Beiträge hier im Forum nicht, weil ich unter extremen Arbeitsstress leide. Auch, dass ich dieses Posting um 11 Uhr Vormittags schreibe, knapp 10 Minuten, nachdem der SysOpa das Thema eröffnet hat, sagt etwas über meine Auslastung aus.
Dem kann ich mich nur anschlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
4.
Ozymandias 05.11.2007
Wenn ich auf meinen Lebenslauf sehe, faellt es schwer, vor mir selbst eine Periode von etwa fuenf Jahren zu verantworten. In dieser Zeit war ich, ausgebildeter Diplom- Erziehungswissenschaftler und Kultur- und Theaterpaedagoge (jaja, ich weiss: an sich brotlos), als Internatsbetreuer in einer Einrichtung fuer die berufliche Umschulung Erwachsener beschaeftigt. Hatte diese Institution zu ihren Gruendungszeiten noch die ruehmliche Aufgabe, Arbeitslosenstatistiken zu beschoenigen, liess mit Hartz IV das politische Interesse stark nach. In einem Betrieb von 250 schlecht geleiteten, unmotivierten, von Kuerzungen und Teilarbeitszeit betroffenen Mitarbeitern, die sich dem Dienst nach Vorschrift und der Sicherung ihrer eigenen Verantwortungsbereiche verschrieben hatten, war ich das Schlusslicht in der Hierarchie: von 15 bis 1 Uhr beschaeftigt, Kontakt mit den Klienten zu halten, ihnen die Hausregeln ans Herz legen und Verstaendnis fuer die Einsparungsmassnahmen zu erwecken. Statt als Sozialarbeiter fungierte ich quasi als eine Art Befindlichkeits-Hausmeister. Ich waere in der Tat froh gewesen, wahrend der zehn Stunden Arbeitszeit auch nur durchschnittliche zwei davon mit einer sinnvollen Taetigkeit zu fuellen. Da ich aber im Prinzip praeventiv arbeitete, war meine Arbeit dann gut gemacht, wenn nichts passierte. In den wenigen Momenten, da der Direktor meiner gewahr wurde, bildete sein knappes "Na? Alles ruhig?" die Essenz meines Arbeitsauftrags. Zur inneren Kuendigung, zur Resignation und zur Ueberzeugung, keinerlei Qualifikationen mehr zu haben, kam die aussichtslose Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hinzu. Es ist nett vom Autoren des Artikels, einen Jobwechsel vorzuschlagen; diese Option erwies sich ueber lange Zeit als utopisch: der soziale Sektor im Ruhrgebiet war beherrscht von Halbjahresvertraegen und Schwangerschaftsvertretungen. Dazu kam ironischerweise der Makel, nicht arbeitslos zu sein. Bei einem Jobinterview wurde ich gefragt, warum ich denn nach Arbeit suche, ich haette doch schon eine Stelle. Die Kuendigung wagen und sich im Freifall nach einer neuen Stelle umsehen? Ich haette die drei Monate Anspruchsperre der Arbeitsagentur nicht ueberlebt. Einen Notgroschen fuer die saure Zeit zuruecklegen? Nicht bei einem Salaer von ehemals BAT5c, von dem auch mein Partner, ein selbststaendiger Mediengestalter, existieren musste. Was fuenf Jahre bezahltes Nichtstun dem Selbstvertrauen antun, kann eh kein Gehalt wettmachen. Erst bei einer grosszuegigerweise gestatteten In-House-Weiterbildungsmassnahme wurde mir nach Jahren der Abstumpfung wieder bewusst, dass ich im Besitz eines Hochschulabschlusses war. Letztendlich half tatsaechlich nur ein radikaler Schnitt. Der Jobwechsel war nur durch einen gleichzeitigen Landeswechsel moeglich. Hier muss ich mich nun muehsam an ein Arbeitsumfeld gewoehnen, in dem ausreichend zu tun ist, Schulungen selbstredend bewilligt werden und gesetzlich mindestens fuenf Tage im Arbeitsjahr umfassen muessen, mir von Kollegen und Vorgesetzten mit professioneller Anerkennung begegnet wird und selbst umfassende Umstrukturierungen nicht zu Privatfehden fuehren. Ich musste nur auswandern.
5.
Ozymandias 05.11.2007
Zitat von OzymandiasWenn ich auf meinen Lebenslauf sehe, faellt es schwer, vor mir selbst eine Periode von etwa fuenf Jahren zu verantworten. In dieser Zeit war ich, ausgebildeter Diplom- Erziehungswissenschaftler und Kultur- und Theaterpaedagoge (jaja, ich weiss: an sich brotlos), als Internatsbetreuer in einer Einrichtung fuer die berufliche Umschulung Erwachsener beschaeftigt. Hatte diese Institution zu ihren Gruendungszeiten noch die ruehmliche Aufgabe, Arbeitslosenstatistiken zu beschoenigen, liess mit Hartz IV das politische Interesse stark nach. In einem Betrieb von 250 schlecht geleiteten, unmotivierten, von Kuerzungen und Teilarbeitszeit betroffenen Mitarbeitern, die sich dem Dienst nach Vorschrift und der Sicherung ihrer eigenen Verantwortungsbereiche verschrieben hatten, war ich das Schlusslicht in der Hierarchie: von 15 bis 1 Uhr beschaeftigt, Kontakt mit den Klienten zu halten, ihnen die Hausregeln ans Herz legen und Verstaendnis fuer die Einsparungsmassnahmen zu erwecken. Statt als Sozialarbeiter fungierte ich quasi als eine Art Befindlichkeits-Hausmeister. Ich waere in der Tat froh gewesen, wahrend der zehn Stunden Arbeitszeit auch nur durchschnittliche zwei davon mit einer sinnvollen Taetigkeit zu fuellen. Da ich aber im Prinzip praeventiv arbeitete, war meine Arbeit dann gut gemacht, wenn nichts passierte. In den wenigen Momenten, da der Direktor meiner gewahr wurde, bildete sein knappes "Na? Alles ruhig?" die Essenz meines Arbeitsauftrags. Zur inneren Kuendigung, zur Resignation und zur Ueberzeugung, keinerlei Qualifikationen mehr zu haben, kam die aussichtslose Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hinzu. Es ist nett vom Autoren des Artikels, einen Jobwechsel vorzuschlagen; diese Option erwies sich ueber lange Zeit als utopisch: der soziale Sektor im Ruhrgebiet war beherrscht von Halbjahresvertraegen und Schwangerschaftsvertretungen. Dazu kam ironischerweise der Makel, nicht arbeitslos zu sein. Bei einem Jobinterview wurde ich gefragt, warum ich denn nach Arbeit suche, ich haette doch schon eine Stelle. Die Kuendigung wagen und sich im Freifall nach einer neuen Stelle umsehen? Ich haette die drei Monate Anspruchsperre der Arbeitsagentur nicht ueberlebt. Einen Notgroschen fuer die saure Zeit zuruecklegen? Nicht bei einem Salaer von ehemals BAT5c, von dem auch mein Partner, ein selbststaendiger Mediengestalter, existieren musste. Was fuenf Jahre bezahltes Nichtstun dem Selbstvertrauen antun, kann eh kein Gehalt wettmachen. Erst bei einer grosszuegigerweise gestatteten In-House-Weiterbildungsmassnahme wurde mir nach Jahren der Abstumpfung wieder bewusst, dass ich im Besitz eines Hochschulabschlusses war. Letztendlich half tatsaechlich nur ein radikaler Schnitt. Der Jobwechsel war nur durch einen gleichzeitigen Landeswechsel moeglich. Hier muss ich mich nun muehsam an ein Arbeitsumfeld gewoehnen, in dem ausreichend zu tun ist, Schulungen selbstredend bewilligt werden und gesetzlich mindestens fuenf Tage im Arbeitsjahr umfassen muessen, mir von Kollegen und Vorgesetzten mit professioneller Anerkennung begegnet wird und selbst umfassende Umstrukturierungen nicht zu Privatfehden fuehren. Ich musste nur auswandern.
(cont.) Fazit: Der Boreout existiert. Wenn Minesweeper und Solitaer den Hoehepunkt des Tages ausmachen und Zynismus geduldet, wenn nicht gar wissentlich gefoerdert wird, leidet die Psyche. Einer meiner Vorgaenger war Alkoholiker, ein anderer gab nach einem halben Jahr des Grabenkampfes mit der psychologischen Abteilung auf. Mein direkter Kollege wurde zum pathologisch luegenden Kontrollfreak, neidisch auf mein Diplom, das mir im Arbeitsalltag eher hinderlich denn nuetzlich war. Bei mir selbst litten Kreativitaet, Selbstbewusstsein, analytisches Denken, Stresstoleranz und Wortschatz. Insofern ist die Einfuehrung eines neuen Modewortes vielleicht gar nicht schlecht. Auch wenn es den Kern der Sache wahrscheinlich nicht treffen wird, koennte es in das kollektive Bewusstsein der Fuehrungsetagen empordringen und zu einem neuen Bewusstsein ueber den Unschaetzbaren Wert eines guten Betriebsklimas fuehren. Die (zynische) Erfahrung indes zeigt auf, dass dadruch wohl eher Leistungsfaktoren strenger ueberprueft und von Langeweile betroffene Kollegen aus dem laufenden Betrieb verabschiedet werden.
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