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Die lieben Kollegen Kleines Lexikon der Schleimerei

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Corbis

5. Teil: Von U wie Überstundenhunger bis Z wie Zuhör-Masochismus

U wie Überstunden-Hunger

Er winselt nach zusätzlicher Arbeit wie ein Hund nach seinem Futter. Die beste Stunde für ihn heißt: Überstunde. Wenn ihn nicht gerade ein Erdbeben aus dem Gebäude treibt - oder auch dann - wartet er mit seinem Feierabend ab, bis er den Chef mit einem Bückling verabschiedet hat. Nur die treusten Matrosen gehen erst nach dem Kapitän von Bord.

V wie Vorsagen

Ein wichtiges Meeting. Fünf Geschäftspartner sitzen am Tisch. Da verliert der Chef den Faden: "Was wollte ich jetzt sagen?" Die große Stunde des Schleimers. Er, der jedes Wort des Chefs auswendig kann, springt ein: "Sicher wollten Sie darauf hinaus, dass ..." - "Stimmt, danke", sagt der Chef. Und der Arbeitstag, ach was: das Arbeitsjahr des Schleimers ist gerettet.

W wie Wendigkeit

Vor allem ein Körperteil muss beim Schleimer sehr beweglich sein: Er braucht einen Wendehals. Nur so kann er auf die Kehrtwendungen des Chefs reagieren und heute Beschlüsse bejubeln, die gestern noch als "irrsinnig" gegolten hätten - zum Beispiel eine Fusion. Dagegen sind Mitarbeiter, die den Chef an sein Geschwätz von vorgestern erinnern, bei diesem etwa so beliebt wie der Steuerprüfer.

Z wie Zuhör-Masochismus

Die Monologe des Chefs - ein einziges Schlafmittel. Aber nur für die Kollegen. Während sie einnicken, ist der Schleimer am Kopfnicken. Und klebt an den Lippen seines Hirten, als würde er der Bergpredigt lauschen - und nicht der aufgewärmten Fassung einer Motivationsrede, die noch genauso schlecht vor für fünfzehn Jahren ist.

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insgesamt 19 Beiträge
vidocq 19.05.2010
War der letzte Werbe-Artikel für die Bücher des Herrn Wehrle denn noch nicht genug? Davon abgesehen ist der jetzige Artikel hochgradig repetitiv und (m.M.n.) wenig unterhaltsam oder gar humorvoll...
War der letzte Werbe-Artikel für die Bücher des Herrn Wehrle denn noch nicht genug? Davon abgesehen ist der jetzige Artikel hochgradig repetitiv und (m.M.n.) wenig unterhaltsam oder gar humorvoll...
Hypotheker 19.05.2010
Ich habe selten sowas überflüssiges gelesen. Weder richtig noch komisch..
Ich habe selten sowas überflüssiges gelesen. Weder richtig noch komisch..
brunnersohn 19.05.2010
ich stimme zu! weniger ist mehr. leider ist auch im spiegel der hang zur oberflächlichkeit immer öfter zu erkennen.. spiegel goes BILD
Zitat von HypothekerIch habe selten sowas überflüssiges gelesen. Weder richtig noch komisch..
ich stimme zu! weniger ist mehr. leider ist auch im spiegel der hang zur oberflächlichkeit immer öfter zu erkennen.. spiegel goes BILD
wilde Socke 19.05.2010
Wie wär's mal mit einem Buch sowie Artikel über die "Hohe Kunst des ehrlichen, aufrichtigen, erfreulichen konstruktiven Miteinanders"? Nicht alle Menschen sind solche Sozialkrüppel wie hier beschrieben. Aber ein [...]
Wie wär's mal mit einem Buch sowie Artikel über die "Hohe Kunst des ehrlichen, aufrichtigen, erfreulichen konstruktiven Miteinanders"? Nicht alle Menschen sind solche Sozialkrüppel wie hier beschrieben. Aber ein positives Buch würde sich wahrscheinlich schlecher verkaufen? :-)
sowenig wie das gesamte "Hackordnungsleben" - ich hatte das ganz zu Beginn 5 Jahre lang, seitdem bin ich selbständig - einfach aus sozialallegietechnischen Gründen. Das Hickhack nervt, und Artikel/Bücher darüber [...]
sowenig wie das gesamte "Hackordnungsleben" - ich hatte das ganz zu Beginn 5 Jahre lang, seitdem bin ich selbständig - einfach aus sozialallegietechnischen Gründen. Das Hickhack nervt, und Artikel/Bücher darüber nerven mehr.
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Zum Autor
Martin Frommann
Martin Wehrle, geboren 1970, war Führungskraft in einem Konzern, bevor er Karriereberater und Gehaltscoach wurde. Als Buchautor veröffentlichte er unter anderem die Titel "Geheime Tricks für mehr Gehalt" und "Der Feind in meinem Büro", zuletzt erschien 2009 sein "Lexikon der Karriere-Irrtümer".

Buchtipp

Martin Wehrle:

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