Studentische Werbekampagne "Ugly Fruits": Kauf mich, ich bin ein Erdbärchen

Krumme Gurken, verwachsene Möhren, unförmige Zitronen: Obst und Gemüse mit optischen Mängeln haben im Handel kaum eine Chance. Studenten haben sich der hässlichen Früchte jetzt in ihrer Abschlussarbeit angenommen - und eine Kampagne entworfen.

Werber wissen: Was nicht gut aussieht, lässt sich schwer verkaufen. Supermärkte wissen das auch und wollen verwachsenes Obst und Gemüse deswegen gar nicht erst haben. Bis zu 40 Prozent einer Ernte kommen daher nicht in den Handel - nur wegen optischer Mängel.

Dabei sind Verwachsungen kein Hinweis auf mindere Qualität der Frucht, sagen Wissenschaftler. Drei Studenten wollen die Verschwendung nun beenden. In ihrer Diplomarbeit im Fach Visuelle Kommunikation entwickeln Giacomo Blume, 25, Moritz Glück, 29, und Daniel Plath, 26, von der Bauhaus-Universität Weimar ein Konzept für "Ugly Fruits"-Läden, in denen verkauft wird, was ansonsten weggeworfen würde.

Angepriesen würden die Shops von einer schicken Werbekampagne, aus der wir einige Fotos von besonders interessanten Früchten entnehmen, unter anderem das der Erdbeere, die wie ein Bärchen aussieht.

Für ihre Idee wurden die Jungdesigner mit einem Junior Award 2013 des Art Directors Club ausgezeichnet. Jetzt suchen sie Investoren, die Lust und Geld haben, das Konzept tatsächlich umzusetzen.

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Ausgabe 4/2013

Ich bin kein Mensch

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insgesamt 27 Beiträge
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1. Das Auge isst mit.
Krisse 08.08.2013
Leider bleiben die weniger tollen Früchte oft im Laden liegen bis sie ausgetauscht werden müssen. Eine Präsentation wie hier könnte das ändern, würde aber vermutlich zu viel kosten um noch wirtschaftlich zu sein. Die Alternative, die aber wohl eher nur auf dem Markt funktioniert: Mitbringen und dann zu günstigeren Konditionen verkaufen. Das rechnet sich dennoch (besser als Wegwerfen ist es allemal). In Supermärkten würde ich mich auch freuen wenn nahe der Kasse immer ein Regal mit rabattierten Produkten nahe des Haltbarkeitsdatums liegen würden. Die Sachen würden sich zum größten Teil verkaufen und so die Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel signifikant reduzieren können.
2.
antist 08.08.2013
Da hat jemand wohl zu viele standardisierte Früchte und Gemüse gesehen - wenn das letzte Bild eine Zucchini zeigt, würde ich mich sehr wundern. Das sind Gurken, richtig? Als jemand, der aus diversen Gemüsegärten mitversorgt wird und hier den Luxus einer Gärtnerei für alte Gemüse-Sorten geniesst: Ich mag Charakter-Früchte und unterscheide nur manchmal aus rein praktischen Gründen, wenn ich kann: Eine Doppelkarotte schält sich einfach nicht so nett wie eine einwurzelige. Pro Ugly Fruits.
3. Die Idee ist geklaut, denn ..
X1 Fahrer 08.08.2013
Zitat von sysopKrumme Gurken, verwachsene Möhren, unförmige Zitronen: Obst und Gemüse mit optischen Mängeln haben im Handel kaum eine Chance. Studenten haben sich der hässlichen Früchte jetzt in ihrer Abschlussarbeit angenommen - und eine Kampagne entworfen. Jung-Designer entwickeln Werbekampagne für "Ugly Fruits"-Läden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/jung-designer-entwickeln-werbekampagne-fuer-ugly-fruits-laeden-a-910754.html)
der Berliner Künstler Uli Westphal hat genau dieses Thema bereits vor einigen Jahren aufgegriffen: Mutato-Project by Uli Westphal | Trendland: Design Blog & Trend Magazine (http://trendland.com/mutato-by-uli-westphal/)
4. Kauf mich, ich bin ein Erdbärchen
chickenkiller 08.08.2013
Sehr schöne und kreative Überschrift ... nur...könnte zu Missverständnissen in der emanzipatorischen Gender-Diskussion führen! Als "Erdbärchen" bezeichnet man doch eigentlich Frauen mit kurzen Beinen ...
5. Erinnert sehr an CULINARY MISFITS
onkelvolker 08.08.2013
eine andere studentische Abschlussarbeit, die bereits in die Selbständigkeit gestartet ist: http://culinarymisfits.de
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