Mehr Professoren-Netto: Jetzt beginnt das große Rechnen

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6. Teil: "W" wie weniger Wettbewerb: Was ändert sich für die Unis?

Chapeau, Herr Professor: Bundeverfassungsrichter bei der Urteilsverkündung Zur Großansicht
dapd

Chapeau, Herr Professor: Bundeverfassungsrichter bei der Urteilsverkündung

Die Bundesverfassungsrichter schreiben nicht vor, wie Gesetze geändert werden müssen, sondern zeigen Möglichkeiten auf: So könne der Gesetzgeber für eine dem Amt angemessene Bezahlung sorgen, indem er das Grundgehalt anhebt. Wenn das Grundgehalt niedrig bleibt, muss der Gesetzgeber die angemessene Bezahlung über feste Leistungsbezüge sicherstellen - deren Anforderungen dann aber noch überarbeitet werden müssen.

Das Land Hessen hat sich mit seinen Vorgaben für die Leistungsbezüge bislang zurückgehalten, damit die Hochschulen einen größeren Spielraum haben. Wenn das Land nun striktere Anforderungen formuliert, schränkt das die Autonomie der Hochschulen ein. Durch die W-Besoldung können Hochschulchefs Spitzenforscher aus dem Ausland mit hohen Zulagen ködern. Das könnte in Zukunft schwieriger werden.

Mit Material von dpa

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insgesamt 62 Beiträge
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1. Es handelt sich hier
Jay's 14.02.2012
um oeffentliche Gelder. Vielleicht sollte man dem Steuerzahler mal das Wort geben. Weiterhin sind Professoren Beamte und haben damit einen abgesicherten Beruf auch wenn sie auf einige Rechte verzichten muessen. Wenn ihnen das Gehalt nicht passt, dann sollen sie doch in die freihe Wirtschaft gehen. Nur kann es da sein, dass sie gelegentlich auch gefeuert werden koennen. Ich finde dieses Urteil zum Himmel schreiend.
2. . . . wer bildet unsere Studierenden aus?
caro0101 14.02.2012
Wenn alle Professoren dem o.g. Vorschlag folgen, haben wir keine Professoren mehr; und damit kann man doch wirklich nicht zufrieden sein. Es geht um das Bildungsniveau eines Volkes. Und wenn ein 'alter' Professor wenige als ein Oberstudienrat erhält, ist doch irgendetwas faul.
3. ..
onecomment 14.02.2012
Zitat von Jay'sum oeffentliche Gelder. Vielleicht sollte man dem Steuerzahler mal das Wort geben.
Ich bin Steuerzahler und für eine höhere Besoldung. Problem gelöst?
4. passend zur TVL Reform
keksguru 14.02.2012
da wurden vor rund 6 Jahren nicht nur die Gehälter im öffentlichen Dienst geknebelt, auch bei der Professorenbessoldung galten nun definitiv deutlich niedrigere Eingangsgehaltsstufen, im Vergleich zu der früher geltenden C2, C3 und C4 Besoldung analog zum BAT. Das ganze System war auf Sparen ausgerichtet, Weihnachtsgelder wurden mit dem Grundgehalt so stark verrechnet daß am bei TVL11 gerad noch mal 30% der Monatsvergütung erhielt, wohingegen TVL3-6 ca. 70% erhielten. Selbst bei den HIWI Gehältern haben sie getrickst, und weil die halt auch nur rechnerisch 50 ganze Tage im Jahr arbeiten durften hatte so manch einer weniger Kohle in der Tasche. Mir ging als Angestellter damals schon die Galle hoch, aber mit Zeitverträgen hieß es nur, unterschreib oder geh. Für die Jungprofs ist das halt umso frustrierender, denn mit welcher Begründung kriegt ein Philoprof nur 70% dessen was ein MaschBau-Prof kriegen würde? Zumindestens bei den Profs gibt es nun deutlich mehr, vielleicht hilft das auch mal dabei, etwas Tarifgerechtigkeit wiederherzustellen. Wenn man ein neues system einführt darf es keine Besitztstände geben, denn gerade die Besitzstände führen zu teilweise absurden Gehaltsgefällen, je niedriger desto krasser.
5. Unfassbar...
bamingo 14.02.2012
Zitat von Jay'sum oeffentliche Gelder. Vielleicht sollte man dem Steuerzahler mal das Wort geben. Weiterhin sind Professoren Beamte und haben damit einen abgesicherten Beruf auch wenn sie auf einige Rechte verzichten muessen. Wenn ihnen das Gehalt nicht passt, dann sollen sie doch in die freihe Wirtschaft gehen. Nur kann es da sein, dass sie gelegentlich auch gefeuert werden koennen. Ich finde dieses Urteil zum Himmel schreiend.
Menschen wie Sie haben aber auch rein gar nichts begriffen. Es geht hier nicht um einen einfachen Beamten, sondern um eine äußerst gebildete Elite, die Deutschland durch ihr Wissen und die Forschungsarbeit erheblich vorantreibt. Und gerade solche Leute soll man zum Einen gerecht bezahlen und zum Anderen sie nicht ins besser bezahlte Ausland quasi abwerben.
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