In Hessen ist die Besoldung von Professoren zu niedrig angesetzt und damit verfassungswidrig, verkündete das Bundesverfassungsgericht am Dienstag. Das Gros der Juristen in den roten Roben ist auf diesem Gebiet doppelt kundig, denn vier der acht Richter des Zweiten Senats sind selbst Professoren. Deswegen stellte der Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle auch vor der Urteilsverkündung klar, "dass die auf der Richterbank Anwesenden von der Entscheidung selbst nicht profitieren".
Profitieren werden derzeit rund 20.000 Professoren in Deutschland, vor allem die, die nicht über lukrative Nebeneinkünfte verfügen und ihren Hochschulchefs nicht mit dem Abwandern in die freie Wirtschaft drohen können. Fest steht auch, dass das Urteil für die Bundesländer teuer wird. Wie viel genau die Neuregelung kosten wird, müssen Hessen und die anderen Bundesländer nun bis Jahresende ausgerechnet haben.
Wer profitiert von dem Urteil, was wird sich ändern und kriegen Hochschullehrer schließlich wirklich mehr Netto aufs Konto? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
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