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OECD-Bericht: Deutsche insgesamt recht gut gebildet

Akademiker fehlen in Deutschland, sagt die OECD - aber insgesamt ist das Bildungsniveau der Deutschen überdurchschnittlich. 85 Prozent haben hierzulande entweder einen Studien- oder Fachschulabschluss oder eine Lehre absolviert. Grund dafür ist die vergleichsweise gute Schulbildung.

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dpa

OECD-Studie: Seit Jahren dasselbe Credo

Deutschland fehlt es im internationalen Vergleich an Akademikern - das ist das Credo der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seit Jahren und die Kritik äußerte die Organisation auch am Dienstag wieder. Zu wenige Schulabgänger eines Altersjahrgangs schaffen es an eine Hochschule, und zu viele brechen noch immer ab oder scheitern im Studium.

Insgesamt betrachtet ist das Bildungsniveau in Deutschland allerdings sehr ordentlich, auch das zeigt der OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2010". Grund für den hohen Bildungsgrad ist das System der dualen Ausbildung mit Lehre und Berufsschule. Es sorgt dafür, dass 85 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Deutschland mindestens eine Lehre abschließen, das Abitur machen oder den Abschluss an einer Berufsfachschule oder einen akademischen Abschluss erreicht haben. Im Durchschnitt der Mitgliedsländer der OECD liegt der Wert bei 72 Prozent, und damit in anderen Industrienationen deutlich unter deutschem Niveau.

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Bildung im Vergleich: Was Deutschland gut macht - und was nicht

Das gute Abschneiden sei vor allem auf den vergleichsweise hohen Anteil der Bevölkerung mit Abitur, abgeschlossener Ausbildung und Berufsfachschulabschluss zurückzuführen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Er lag mit 60 Prozent um 16 Punkte über dem Mittelwert.

Der Anteil der Bevölkerung mit einem Abschluss im Tertiärbereich, also Fachschulabschluss, Fachhochschul- oder Hochschulabschluss, lag 2008 mit 25 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 28 Prozent. Am höchsten waren die Anteile in Brandenburg (30 Prozent), Sachsen (33 Prozent) und Berlin (34 Prozent).

cht/dpa/AFP

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Die OECD
Die 1961 in Paris gegründete Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein internationales Diskussionsforum über die Wirtschaftspolitik. Sie umfasst 30 Mitgliedstaaten, darunter die meisten EU-Länder, die USA, Japan, Südkorea, Australien, die Schweiz und die Türkei. Die OECD veröffentlicht jährlich rund 250 Studien.
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