Studenten in der Gastronomie: "Mit 40 will ich das nicht mehr machen"

Von Stephan Thomas

Burger wenden, Sushi rollen, Kaffee servieren - zwei von drei Studenten jobben, besonders viele in der Gastronomie. Vier von ihnen erzählen, was sie verdienen, wie viel sie dafür arbeiten und wie sie es schaffen, trotz Nachtarbeit nicht in der Bar hängen zu bleiben.

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Studenten als Gastro-Jobber: Allein an der Bar
Miete, Bücher, Biergarten, Kino, Nahverkehr und Semesterbeiträge und in Niedersachsen und Bayern auch noch die unsäglichen Studiengebühren: Selbst wer äußerst sparsam lebt, kommt ohne stetige Einnahmen von einigen hundert Euro im Monat nicht über die Runden zwischen WG, Bibliothek und Hörsaal.

Zwar hilft bedürftigen Studenten das Bafög ein bisschen, und die größte Last tragen nach wie vor die Eltern. Doch nicht jeder kriegt finanzielle Hilfe von Daheim oder staatliche Studentenstütze. Außerdem reichen diese beiden Quellen bei vielen hinten und vorne nicht. Darum geht für zwei von drei Studenten nichts ohne einen Nebenjob.

Besonders beliebte Arbeitsstätten bei Studenten sind vertraute Orte - Kneipen, Cafés und Bars. "Servicekraft gesucht auf 400 Euro-Basis. Erfahrung erwünscht" - wer abends feiern geht oder auch nur zum Bäcker oder zum Imbiss um die Ecke, sieht solche Angebote.

Doch verträgt sich ein Job in der Gastronomie mit einem Studium? Und lohnt sich das Würstchenbraten oder Sushirollen wirklich? Vier Studenten stellen sich und ihren Job in der Gastronomie vor.

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Die wahren Gruende
maverick0b723 21.09.2012
Leider beschreibt der Artikel die Realitaeten in der Gastronomie nur sehr eingeschraenkt. Der Grund warum viele Studenten in der Gastronomie arbeiten sind sehr praktische Arbeitszeiten (meist 5pm-1am) navh der Vorlesung, Moeglichkeit am WE zu arbeiten, und sehr hoher Verdienst. 400 Euro ist das angemeldete Gehalt, den groessten Teil macht jedoch das Trinkgeld aus. In einer normalen Bar/Restaurant in Muenchen kann eine Kellnering ohne Probleme 250 Euro machen, in einer 8 Stunden Schicht (Gehalt 8,7% vom netto Umsatz, Trinkgeld 8-10%). Bei Umsaetzen von 1500 Euro und mehr. Viele Studenten verdienen mit der Gastronomi und dreimaligen Arbeiten (z.b. Do, Fr, Sa) somit ueber 2000 Euro im Monat, 70% davon bar auf die Hand, auf 400 Euro Basis. Auch der Satz abends Arbeit, morgens Uni, das geht gar nicht ist fuer mich nicht nachvollziehbar. Ich habe das staendig gemacht, kam um 1 Uhr Nachts nach Hause, schlief bis 8 Uhr und war um 9 in der Vorlesung. Meist arbeitet man am WE oder wenn am naechsten Tag keine fruehe Vorlesung ist. Der extrem hohe Verdienst macht es moeglich dass man viel weniger arbeiten muss als in anderen Studentenjobs. Einmal pro Woche eine gute Schicht sind 800 Euro im Monat. Das kann kein anderer Studentenjob.
2. Erfahrung
vitalik 21.09.2012
Also ich hab die Erfahrung gemacht, dass der Großteil meiner Kommilitone eher in fachspezifischen Betrieben als Praktikant oder Hilfkraft arbeiten. Klar gibts da nicht so viel Geld aber bei heutigen Personalern braucht man nun mal Praxiserfahrung. Wohingegen Bekannte, die Sozialwissenschaften studieren öfters tatsächlich in Gastronomie tätig sind. Liegt aber wahrscheinlich eher daran, dass in diesen Gebieten nur beschränkt Praktikumsplätze gibt.
3. Echt?
cabeza_cuadrada 21.09.2012
Zitat von maverick0b723Leider beschreibt der Artikel die Realitaeten in der Gastronomie nur sehr eingeschraenkt. Der Grund warum viele Studenten in der Gastronomie arbeiten sind sehr praktische Arbeitszeiten (meist 5pm-1am) navh der Vorlesung, Moeglichkeit am WE zu arbeiten, und sehr hoher......
3 Tage die Woche arbeiten und über 2000€ verdienen? Kann ich mir irgenwie nicht vorstellen.......
4. ...
MartinS. 21.09.2012
Zitat von cabeza_cuadrada3 Tage die Woche arbeiten und über 2000€ verdienen? Kann ich mir irgenwie nicht vorstellen.......
Dürfte wohl auch nicht die Regel sein (bei Weitem nicht) - aber eben auch nicht unmöglich. Kommt eben doch sehr stark auf den Laden und die Kundschaft an... und ob Trinkgelder aufgeteilt werden, oder jeder sein Trinkgeld einbehält. (was aus unerfindlichen Gründen zumeist dazu führt, dass Mädels mit entsprechendem Aussehen erstaunlich hohe Trinkgelder bekommen) Aber in nem simplen Burger-Shack siehts mit Trinkgeldern eben generell eher schlecht aus. Ein gutbesuchtes Szene-Cafe oder ne Bar in einem vorteilhaften Stadtviertel wirft allerdings auch entsprechende Trinkgelder ab. EIn Freund von mir hat sein Studium finanziert, indem er alle paar Wochen als Reiseleiter nen Bus voll Leute auf ne Städtetour begleitet hat. Ist halt immer ein Gewaltprogramm von Donnerstagabend bis Sonntagmittag gewesen, aber gerechnet hat sich das ganz gut... je nach Tour hat er 600 bis 1000 Euro bar auf der Hand von sonem Wochenende mitgebracht, was für nen Studenten und drei Tage Stress durchaus ein ziemlich gutes Einkommen ist. (klar - auch hier ist erstmal ein gewisses Maß an Vorbereitung notwendig, und man muss eben auch ein bisschen mit Menschen können... aber geschenkt gibts halt nichts)
5. ........
Sasapi 21.09.2012
Zitat von cabeza_cuadrada3 Tage die Woche arbeiten und über 2000€ verdienen? Kann ich mir irgenwie nicht vorstellen.......
400 Euro offiziell, einen Teil über "Mehrarbeit", die über die 400 Euro hinausgeht und schwarz gezahlt wird, der Rest ist Trinkgeld. Nicht unmöglich!
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