Hamburg - Beim Surfen durchs Web müssen sich in Dänemark vier Schüler abwechseln, in Luxemburg fünf. Dies ergab eine Studie der Initiative eEurope. Die beiden Länder haben damit im europäischen Durchschnitt die meisten Online-Computer pro Schule.
Auch bei der Ausstattung von PCs ohne Internet-Zugang haben Dänemark und Luxemburg die Nase vorne: Nur drei Schüler drängeln sich vor dem Bildschirm - in Deutschland sind es hingegen 20.
Die Anzahl der Computer pro Schule hängt von der Schulform ab. So arbeiten an den berufsbildenden und technischen Schulen im EU-Schnitt acht User an einem Gerät mit Internet-Zugang. An den Sekundarschulen sind es hingegen 15 und an den Grundschulen gar 37.
Dass deutsche Schulkinder im Unterricht immer noch zu wenig über Computer und Internet lernen, liegt nicht allein an der Ausstattung: Den Lehrern mangele es an Qualifikation, berichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft. Zwar haben fast alle Lehrer einen PC zu Hause, und mehr als zwei Drittel sind auch ans Internet angeschlossen. Doch eine PC-Ausbildung absolviert haben nur die wenigsten.
In der EU hat durchschnittlich jeder zweite Lehrer an einem Computerkurs teilgenommen, etwas mehr als ein Drittel hat sich fit fürs Internet gemacht. In Deutschland haben jedoch fast zwei Drittel der Lehrer nie einen Computerkurs besucht. Entsprechend gering ist der Einsatz von PC und Internet im Unterricht: 36 Prozent der Lehrer nutzen das World Wide Web im EU-Schnitt, in Deutschland sind es hingegen nur 29 Prozent. Und wieder sind die Dänen Spitzenreiter: 83 Prozent der Lehrer zeigen ihren Schülern, wie das Surfen im Netz funktioniert.
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