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18.02.2003
 

Hochschulrektoren

Ein bisschen Frieden

Von Hermann Horstkotte

Peter Gaehtgens, bisher Präsident der FU Berlin, heißt der künftige Chef der Hochschulschulrektorenkonferenz. Die Querelen um den Rausschmiss des Generalsekretärs Jürgen Heß sind vom Tisch - die HRK musste klein beigeben und seine fristlose Kündigung zurücknehmen.

Der Neue: Peter Gaehtgens erhielt die Stimmenmehrheit
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Der Neue: Peter Gaehtgens erhielt die Stimmenmehrheit

Am Dienstagvormittag haben die Hochschulrektoren bei ihrer Plenarversammlung Peter Gaehtgens zum neuen Präsidenten gewählt. Der 65-jährige Medizinprofessor setzte sich bereits im ersten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit von 53 zu 49 Stimmen gegen seinen Rivalen Wolfgang Weber von der Uni Paderborn durch. Gaehtgens ist seit 1999 Präsident der FU Berlin und löst am 1. August 2003 Klaus Landfried ab, der nach zwei Amtsperioden nicht zur Wiederwahl stand.

Die Wahl bei der Hochschulrektorenkonferenz überschattete ein Konflikt um den Generalsekretär. Jürgen Heß, 58, war im Januar fristlos gekündigt worden, obwohl sein Vertrag noch sechs Jahre lief. Nun endet die Amtszeit von Klaus Landfried mit einer Blamage: Einen Tag vor der Wahl seines Nachfolgers musste er den Heß-Rauschmiss zurücknehmen. Ein Kündigungsgrund liege nicht vor, heißt es in einer Vereinbarung, die beide Seiten am späten Montagabend unterzeichneten.

Wahl erst nach Klärung der Kündigung

Sie besagt weiter: Im Zuge der Auseinandersetzungen, die zur fristlosen Kündigung am 20. Januar geführt hatten, seien prinzipielle Meinungsunterschiede offenkundig geworden, die beide Seiten zur einvernehmlichen Beendigung des Vertragsverhältnisses veranlassten. Die HRK lässt sich die vorzeitige Auflösung des Vertrages etwas kosten. Es geht, wie zu hören ist, um einen moderaten Ausgleichsbetrag - bei einem Jahresetat von insgesamt lediglich 3,4 Millionen Euro für einen 60-Mann-Betrieb kann die HRK naturgemäß nicht so großzügig sein wie Vodafone bei der Verabschiedung des Mannesmann-Chefs Esser.

Der Alte: Unschönes Ende für Klaus Landfried
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Der Alte: Unschönes Ende für Klaus Landfried

Heß hatte zuvor grimmig angekündigt, er werde sich "nicht einfach als Personalie entsorgen lassen". Die gütliche Regelung erzielte eine fünfköpfige ad hoc-Kommission, die das HRK-Plenum Montagnachmittag per Akklamation berief. Zu den maßgeblichen Mitgliedern zählten zwei Juristen, der Heidelberger Rektor Peter Hommelhoff und sein Jenaer Kollege Karl-Ulrich Meyn. "Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass ich aus der leidigen Affäre ideell unbeeinträchtigt hervorgehe", so Heß zu UniSPIEGEL ONLINE. Er sieht seine persönliche Ehre jetzt wiederhergestellt.

Erst nach dieser Klärung wählte das Plenum den neuen Präsidenten, einen Tag später als geplant. Gegenüber UniSPIEGEL ONLINE wies Peter Gaehtgens den Anschein zurück, er habe von der Affäre Heß profitiert. Immerhin hatte sein Mitbewerber Wolfgang Weber als HRK-Vizepräsident die fristlose Kündigung mitgetragen - nach ihrer Rücknahme sicher keine Empfehlung mehr für den Aufstieg zum Rektorenchef.


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