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05.07.2005
 

US-Unis

Googeln und Surfen im Aufnahmetest

Im Internet kennen Studenten sich meist aus. Aber können sie auch schnell zwischen wertvollen Informationen und Unfug unterscheiden? Universitäten in den USA stellen Studenten mit einem neuen Test auf die Probe.

US-Studenten (in Washington): Technisch gut zu Fuß - aber wie steht es mit der Recherche?
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US-Studenten (in Washington): Technisch gut zu Fuß - aber wie steht es mit der Recherche?

Der Flut von Online-Daten schnell die brauchbaren Informationen zu entreißen, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten an den Unis. Eine Gruppe von Hochschulen in den Vereinigten Staaten will prüfen, was Studenten tatsächlich kömnen. Sie beauftragte den "Educational Testing Service" (ETS), ein Institut für Bildungstests, mit der Entwicklung einer standardisierten Prüfung zu kognitiven und technischen Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Daten.

Die Probanden müssen im Internet verfügbare Quellen bewerten, Diagramme ablesen und Informationen aus E-Mails filtern. Eine erste Version des Tests namens "ICT Literacy Assessment" liegt bereits vor und wurde im Frühjahr an 3300 Studenten ausprobiert.

"In früheren Zeiten kam Information immer aus derselben Quelle: der Universitätsbibliothek", erklärt Lorie Roth von der California State University die Gründe für die Testentwicklung. "Heute sind Daten Teil eines gigantischen Kontinuums, und oft ist ein Student auf sein Urteilsvermögen angewiesen, um abzuschätzen, was jetzt gute und was schlechte Information ist und welche Schattierungen dazwischen liegen."

Informationen finden und bewerten

Der Test soll Studenten für einen kritischen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologie sensibilisieren. Sie erhalten zum Beispiel eine Liste mit Treffern eines Archivsuchdienstes und müssen sie dann je nach Nützlichkeit zur Lösung eines vorgegebenen Szenarios bewerten. Zu den weiteren Aufgaben zählt die Recherche von spezieller Informationen im Internet, die Installation von Programmen oder das Sortieren von E-Mails in verschiedene Ordner. In einem Kommunikationsmodul sollen die Studenten ein Textdokument formatieren, außerdem aus einer Auswahl von Diagrammen jenes wählen, das am besten zu einer bestimmten Aussage passt.

Der Test wertet die Eingaben in den vier Unterbereichen "definieren/erfassen", "verwalten/zusammenfassen", "gestalten/kommunizieren" und "bewerten" individuell aus. So können die Probanden abschätzen, wo ihre persönlichen Stärken und Schwächen liegen. Der fertige Test soll Schülern und Studenten zunächst bis Anfang 2006 auf freiwilliger Basis angeboten werden. Später könnte der Test dann auch Teil von Aufnahmeprüfungen an Universitäten werden.

Von Benedikt Mandl

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