"Bei allem Verständnis für zugespitzte Formulierungen im Wahlkampf ist diese Wortwahl des Bundeskanzlers nicht hinnehmbar. Damit wird ein Berufsstand verunglimpft, der in unserem Land für Innovation und Fortschritt einen unschätzbaren und unverzichtbaren Beitrag leistet. Es muss dem Eindruck entgegengewirkt werden, dass nur Menschen, die sich in den Parteien hochgedient haben, in der Lage sind, Politik zu machen."
Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), über Bundeskanzler Gerhard Schröders Vorliebe, den parteilosen Steuerexperten Paul Kirchhof immer abschätzig als "diesen Professor aus Heidelberg" zu erwähnen. In Wahlkampfreden spottet Schröder so über den ehemaligen Richter am Verfassungsgericht, der mit seinem Vorschlag einer "Flat Tax" von maximal 25 Prozent zuletzt die Wähler verunsicherte. Im Wahlkampf Partei ergreifen wolle der DHV nicht, könne es als Berufsvertretung aber nicht zulassen, dass Professoren derart diskreditiert würden, erklärte Kempen.
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