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25.08.2006
 

Unis im Internet

Gute Seiten, schlechte Seiten

Psychologen der Universität Mainz stellten die Internetseiten von 21 deutschen Hochschulen auf den Prüfstand. Ergebnis ihrer Studie: Bei vielen sucht man zu lange oder gar vergebens nach wichtigen Infos. Nur eine Homepage kann sich rundherum sehen lassen.

Ihre eigene Universität, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, bekommt von Ulrike Duma die Note "befriedigend". Sie liegt damit im soliden Mittelfeld der 21 Hochschulen umfassenden Liste, in der die Psychologiestudentin gemeinsam mit ihrem Betreuer Heiko Hecht die Qualitäten und Mängel von verschiedenen Uni-Websites auflistet.

Die Studie trägt den Titel "Die Benutzerfreundlichkeit der Homepages deutscher Universitäten. Ein Internet Usability Vergleich" und wurde in diesem Sommersemester am Psychologischen Institut der Universität Mainz erstellt.

Über das Prädikat "exzellent" dürfen sich die Universitäten in Jena, Bielefeld und Hannover sowie die TU Dresden freuen. Starke Mängel sieht die Autorin dagegen an den Unis in Dortmund, Hamburg, Würzburg sowie an der Universität des Saarlandes. Nur am Auftritt der Universität Jena hatten die Autoren absolut nichts zu bemängeln.

Hauptkritikpunkte bei schlecht bewerteten Seiten sind die unzureichende Führung der Benutzer, lange und unübersichtliche Einstiegsseiten, eine gewagte Farbgebung und verstreute oder zu versteckte Informationen.

"Virtuelle Visitenkarte"

Webseiten seien die "virtuelle Visitenkarte" einer Universität, schreiben die Autoren. "Umso mehr verwundert es, dass viele Universitäten ihre Internet-Präsenz auf die leichte Schulter nehmen und ihre Webseiten oft wenig benutzerfreundlich gestalten." Erschwerend für einen einheitlichen Auftritt sei, so gestehen die Autoren den Hochschulen zu, dass sie "komplexe Institutionen" seien, die außerdem die "Interessen vielfältiger Zielgruppen" zufrieden stellen müssten - Studenten, Gaststudenten, Wissenschaftler, Abiturienten.

Zu den Pflichtinformationen einer Uni-Website rechnen die Autoren unter anderem einen Lageplan mit Anfahrtsbeschreibungen zur Uni, die Kontaktdaten der wichtigsten Ansprechpartner, eine funktionierende Personensuche, die wichtigsten Infos der Verwaltung im Überblick und Informationen für ausländische Studenten in mehreren Sprachen.

Die Mängel einer Uni-Webseite, so die Autoren, zeigten sich dann, "wenn man beginnt, auf ihnen gezielt nach Informationen zu suchen". Vielleicht beginnen jetzt die Web-Verantwortlichen, ihre Seiten noch einmal gründlich zu durchpflügen. Die Studie könne, so schreiben die Autoren, den "Designern der Webseiten als Werkzeug dienen".

jaf

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