Insgesamt waren im Jahr 2004 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 69.000 Studenten an Hochschulen in einem anderen Land eingeschrieben - fünf Prozent mehr als im Jahr davor. Noch deutlicher fällt die Steigerung aus, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet. 1994 beispielsweise hatten sich erst 40.000 Studenten ins Ausland gewagt.
Absolventen (in Bonn): Die Reiselust deutscher Studenten wächst
Der Schritt in Ausland bedarf aber einer gewissen Vorbereitung, betonen Experten. "Es gibt kein Last-Minute-Ticket", sagt Claudius Habbich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Er schätzt die angemessene Vorbereitungszeit auf ein Jahr bis eineinhalb Jahre.
"Kein Last-Minute-Ticket"
Trotz des Aufwandes hält er den Blick über den Tellerrand für beinahe unabdingbar. "Neben der Vertiefung von fachlichen und sprachlichen Kenntnissen ist ein Auslandsstudium natürlich auch ein Pluspunkt für den Lebenslauf. Da sind die Ansprüche bei den künftigen Arbeitgebern gewachsen", sagt Habbich.
Zu einem kompletten Studium im Ausland rät der DAAD aber nur, wenn man wirklich vorhat, sein Studium auch im Ausland abzuschließen. Andernfalls könnte es Probleme mit der Anerkennung der Studienleistungen geben. Schwierigkeiten drohen auch bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen für spätere Tätigkeiten im öffentlichen Bereich und für bestimmte Berufsgruppen.
Auf ins Ausland: Die beliebtesten Zielländer
Studenten mit Fernweh sollten sich auf zusätzliche Kosten einstellen, sagt DAAD-Experte Habbich. Zu möglichen Studiengebühren kommen noch die Lebenshaltungskosten im Gastland hinzu. Ein Student, der Bafög bezieht, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Auslandsaufenthalt fördern lassen.
jaf/AP/dpa/rtr
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