Das Deutsche Studentenwerk (DSW) rät Studenten, die Bafög beziehen, sich vor einem Wechsel in einen Bachelor- oder Master-Studiengang unbedingt darüber zu informieren, welche Folgen dies für ihren Anspruch auf Ausbildungsförderung haben könnte. Grund: Unter gewissen Umständen kann die Bafög-Förderung ganz entfallen, wie DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erläuterte.
Kritisch werde es insbesondere für jene Studenten, die nach dem zweiten Fachsemester auf Bachelor oder Master umschwenken wollen, warnte Meyer auf der Heyde. Seine Einschätzung der Gesetzeslage: "Ob ein Studierender weiterhin Bafög erhält, wenn er auf Bachelor oder Master wechselt, hängt von zwei Faktoren ab - wie viele Fachsemester hat er bereits studiert, und welche bisher erbrachten Semester werden für den neuen Studiengang anerkannt?"
Für das Bafög könne der Wechsel des Studienabschlusses eine bloße Schwerpunktverlagerung sein oder ein Fachrichtungswechsel, so Meyer auf der Heyde. "Schwerpunktverlagerungen sind unkritisch, Fachrichtungswechsel müssen die Studierenden hingegen begründen, und das Bafög-Amt muss in jedem Fall prüfen", sagt der DSW-Generalsekretär.
Derzeit bezieht nach Angaben der Studentenwerke rund eine halbe Million der rund zwei Millionen Studenten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es wird in der Regel zur einen Hälfte als Zuschuss, zur anderen als zinsloses Darlehen gewährt, wobei die Gesamtschuld nicht mehr als 10.000 Euro beträgt. Der Höchstsatz der monatlichen BAföG-Förderung beträgt 585 Euro, im Bundesdurchschnitt liegt die Förderung bei 375 Euro im Monat.
Die staatliche Förderung sei günstiger als jeder Studienkredit, urteilte die Stiftung Warentest in ihrem Heft "Finanztest" (Ausgabe 10/06).
jaf
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