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Kino & Theater
Kino ist in Schweden teurer als in Deutschland: Um die 90 Kronen (10 Euro) zahlt der Besucher für eine Vorstellung – der Preis variiert nach Wochentag und Uhrzeit. Vereinzelt gewähren Kinos sogar einen Studentenrabatt.
Ein Theaterbesuch im Kungliga Dramatiska Teatern, kurz Dramaten, hingegen ist vergleichsweise günstig: 75 Kronen (8,30 Euro) zahlen Studenten für die billigsten Plätze. Auf diesen Brettern werkelt nur die Creme de la Creme: Der Regisseur und Autor Ingmar Bergman beispielsweise. Auch Greta Garbo hat einst hier verzaubert, bevor sie dem Ruf aus Hollywood gefolgt ist.
Nachtleben
Es sind nur zwei Stadtteile, die gar nicht so unterschiedlich klingen - und doch liegen Welten dazwischen: Östermalm und Södermalm. In Östermalm residieren und amüsieren sich die Schweden, die mit Papas Kreditkarte einen auf dicke Hose machen. Sie sind auch bekannt als Stureplan Brats, benannt nach der Partymeile in Östermalm. Stureplan Brats erkennt man an einer Tonne Gel in adrett frisierten, längeren Haaren, eng anliegenden pinken T-Shirts, knallengen Jeans und einem Glas Champagner in der Hand.
Autorin Frauke Lüpke-Narberhaus, 23, studiert seit vergangenem August für zwei Semester an der Stockholmer Universität. Seitdem hat sie mit Englisch sprechenden Schweden zu kämpfen, die partout nicht verstehen wollen, warum sich jemand bemüht, ihre Sprache zu lernen. Die ersten Schwedischbausteine hat sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gelegt, wo sie Politik-, Kommunikationswissenschaft sowie Skandinavistik studiert und nebenbei als freie Journalistin arbeitet.
In Södermalm gibt es keine Stureplan Brats. Stattdessen: Ausgelatschte Sneakers, geringelte Pullis, Second-Hand-Läden und humane Preise. Das Bier gibt es hier ab 2,10 Euro. Der Eintritt in Clubs beträgt zwischen 6,70 und 11,10 Euro – plus Garderobe.
Warme Mahlzeit
Stockholmer Studenten strömen nicht in die Mensa, sondern verteilen sich auf dem Campus in vielen kleinen Restaurants, Bistros und Cafés. Für ein warmes Essen zahlen sie ungefähr 50 Kronen (5,50 Euro). Wem das auf die Dauer zu sehr auf den Magen schlägt, der kann sich im Supermarkt ein Kilo köttbullar für rund 40 Kronen (4,40 Euro) kaufen und sie mit zur Uni schleppen. Dort stehen Mirkowellen bereit.
Viele Restaurants und Cafés in der Stadt bieten für 65 bis 85 Kronen (7,20 bis 9,40 Euro) ein dagens rätt, ein Mittagsmenü, an. Eine günstigere Alternative findet sich allerdings an jeder Ecke. Aufmerksame IKEA-Besucher wissen bereits: Schweden lieben grillad korv med bröd, besser bekannt als Hot Dogs. Stockholmer verspeisen sie für 10 bis 20 Kronen (1,10 bis 2,20 Euro) zu jeder Tages- und Nachtzeit an jeder Ecke.
Kaffee & Kanelbullar
Neben Hot Dogs frönen die Stockholmer noch einem anderen Gaumenschmaus: dem Kaffee. Sie haben sogar ein eigenes Verb für unser deutsches "Kaffee trinken": fika. Und Schweden trinken rund um die Uhr Kaffee. Dazu genießen sie gerne eine Kanelbullar, zu Deutsch: eine Zimtschnecke. An der Uni gibt es den Becher für 10 (1,10 Euro), in der Stadt für ungefähr 25 Kronen (2,80 Euro).
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