Von Kai Schwind
Anonym, 32, in einem Internet-Forum:
"Ich neige dazu, essentiell wichtige Tätigkeiten, die mir Unbehagen bereiten, vor mir herzuschieben. Zum Beispiel Kunden zurückrufen, Überweisungen schreiben, Post öffnen, Steuererklärung machen, Job suchen etc.
Ich schiebe so stark auf, beziehungsweise erledige Dinge in einem Maße gar nicht, dass ich mich dabei existentiell gefährde. Mein Studium scheiterte vor einigen Jahren daran. Jetzt ist meine Selbständigkeit daran gescheitert.
Statt mir zu überlegen, wie es weitergeht, sitze ich seit acht Wochen im Büro und surfe im Internet herum. Ich bin jetzt 32. Wenn ich nicht bald die Kurve kriege, habe ich wenig Hoffnung auf ein langes Leben."
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