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26.08.2008
 

Abschlussarbeit

Sechs Tipps für den großen akademischen Wurf

Von Philipp Braun

Sobald die Frist einmal läuft, packt viele Examenskandidaten das große Heulen und Zähneklappern. Wie man sich, sein Thema und einen Betreuer findet, Fachliteratur statt "Feuchtgebiete" liest und die Aufschieberitis in den Griff bekommt - ein Routenplaner.

1. Themenfindung - wer Visionen hat, sollte ins Archiv gehen

Momentan befindest du, lieber Absolvent in spe, dich mit deiner Arbeit noch ganz am Anfang. In dieser sehr frühen Phase hast du bestenfalls eine vage Vision, wie dein Gesellenstück aussehen soll. Dabei gilt, frei nach Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, sollte ins Archiv gehen. Es empfiehlt sich ein Blick ins lehrstuhleigene Archiv (oder der Gang in die Bibliothek): Hier kannst du Abschlussarbeiten der vergangenen Jahre einsehen und bekommst einen Eindruck, wie Qualität, Länge und Struktur aussehen könnten.

Bibliothek (an der Uni Köln): Ab ins akademische Archiv
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DPA

Bibliothek (an der Uni Köln): Ab ins akademische Archiv

Als erster Zugang sind speziell Dissertationen hilfreich, weil sie in der Regel den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln. Du solltest, falls du den Verfasser der jeweiligen Arbeit nicht persönlich kennst, herauszufinden versuchen, ob der Autor nun eher links vorn oder rechts hinten im Taxi sitzt - auch wenn das nicht zwangsläufig etwas mit der Qualität der Abschlussarbeit zu tun haben muss.

Die Wahrheit ist jedoch: Sehr gute Arbeiten inspirieren meist zu einer recht passablen eigenen Idee, schlechte Arbeiten verwirren unnötig, kosten Zeit und lassen die Vision Abschlussarbeit ins Stocken geraten. Je nach Studienrichtung können zudem Fachzeitschriften, Fachmedien oder ganz normale Medien helfen. Oftmals gibt ein "Zeit"-Dossier eine Anregung, die sehr wertvoll sein kann.

Nach so viel Einstiegslektüre sollte nun deine Vision zu einem konkreten Vorhaben gereift sein, du kannst dich dem ersten echten Anstieg widmen: der Literaturrecherche.

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insgesamt 4 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
02.04.2009 von altbauer: Weltfremd

Auch ich teile die Einschätzung, dass diese Ratschläge von einem eher Unbedarften stammen. Wer eine wissenschaftliche Arbeit mit der Einleitung beginnt, der kann eigentlich schon aufgeben, denn das funktioniert nicht. Wie man eine [...] mehr...

06.11.2008 von WebFritzi: Danke

Ganz eurer Meinung. Aber was erwartet man von Spiegel-Redakteuren... Die haben ja eh keine Ahnung von Wissenschaft. mehr...

28.08.2008 von johann76!!!: wenig hilfreich bis grotesk

Am schlimmsten finde ich, dass der Autor versucht, seine (im Kern z.T. evtl. ja gar nicht unbedingt nur falschen) Tipps, als allgemeingültig zu verkaufen. Zwar mag manches für eine geisteswissenschaftliche Wissenschaftskultur [...] mehr...

28.08.2008 von pumpkin79: Wer keine Erfahrung hat mit Abschlussarbeiten, sollte nicht darüber schreiben

Mit Interesse habe ich obigen Artikel gelesen, da ich selber jahrelang als Mitarbeiter Seminar- und Diplomarbeiten betreut und bewertet habe - und nicht zuletzt habe ich auch im Studium welche geschrieben. Was der Autor allerdings [...] mehr...

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