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26.08.2008
 

Abschlussarbeit

Sechs Tipps für den großen akademischen Wurf

Von Philipp Braun

2. Teil: Literaturrecherche - Fachliteratur statt "Feuchtgebiete"

Literatur gilt es nun zu sichten. Viel Literatur. In Werken wie "Feuchtgebiete" (Charlotte Roche) zu blättern, ist es allenfalls dann zielführend, wenn du deine Abschlussarbeit zum Thema "Schorf als Metapher für Verwundbarkeit? Englische Migrantenliteratur zwischen Ekel und Erfolg" verfasst.

Buchautorin Roche: Hände weg von "Feuchtgebieten"
DDP

Buchautorin Roche: Hände weg von "Feuchtgebieten"

Ansonsten gilt: Hände weg von populärer Literatur. Jetzt würde dir weder das Buch noch das Credo "Ich bin dann mal weg" irgendwie weiterhelfen. Du bleibst in der Bibliothek und fängst an, relevante Bücher zu deinem Thema zu lesen. Ansonsten verschwendest du wertvolle Zeit, die dir später fehlen wird!

Vergrabe dich also in der Fachliteratur zu deinem Themenfeld: Wer wird ständig zitiert, wem kann man Glauben schenken? Welches Buch hat ein Vorwort respektive Qualitätssiegel von einem namhaften Wissenschaftler? Wer hat sich einen Doktortitel in Osteuropa erschlichen und saß dafür in Westeuropa im Gefängnis? All dies findest du in der Regel heraus, wenn du dich mit den ersten wissenschaftlichen Publikationen eingehend beschäftigst.

Verharre nicht lediglich beim üblichen Scannen der Inhaltsverzeichnisse, sondern lies dir relevante Kapitel des Buches wirklich durch. Nur so steigst du durch das System der Fußnoten und Sekundärquellen. Und nur so kannst du letzten Endes eine sinnvolle Gliederung und das Exposé deiner Abschlussarbeit verfassen. Mit diesem Exposé in der Hand solltest du dich nun auf den Weg machen zum Professor deines Vertrauens - falls du denn einen hast.

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insgesamt 4 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
02.04.2009 von altbauer: Weltfremd

Auch ich teile die Einschätzung, dass diese Ratschläge von einem eher Unbedarften stammen. Wer eine wissenschaftliche Arbeit mit der Einleitung beginnt, der kann eigentlich schon aufgeben, denn das funktioniert nicht. Wie man eine [...] mehr...

06.11.2008 von WebFritzi: Danke

Ganz eurer Meinung. Aber was erwartet man von Spiegel-Redakteuren... Die haben ja eh keine Ahnung von Wissenschaft. mehr...

28.08.2008 von johann76!!!: wenig hilfreich bis grotesk

Am schlimmsten finde ich, dass der Autor versucht, seine (im Kern z.T. evtl. ja gar nicht unbedingt nur falschen) Tipps, als allgemeingültig zu verkaufen. Zwar mag manches für eine geisteswissenschaftliche Wissenschaftskultur [...] mehr...

28.08.2008 von pumpkin79: Wer keine Erfahrung hat mit Abschlussarbeiten, sollte nicht darüber schreiben

Mit Interesse habe ich obigen Artikel gelesen, da ich selber jahrelang als Mitarbeiter Seminar- und Diplomarbeiten betreut und bewertet habe - und nicht zuletzt habe ich auch im Studium welche geschrieben. Was der Autor allerdings [...] mehr...

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