Von Philipp Braun
Eine wissenschaftliche Abschlussarbeit abgeben - das klingt so simpel, wären da nicht diese Angstmechanismen: Du wirst das Gefühl (und damit deine Abschlussarbeit) nicht los, dass "da irgendwas nicht stimmt, dass es von Rechtschreibfehlern nur so wimmelt, dass das intellektuelle Niveau einer wissenschaftlichen Arbeit nicht genügt" etc.
Diese Gedanken gilt es zu ignorieren. Handle nach dem Prinzip: erst die Verantwortung, dann die Arbeit abgeben. Lasse dein Werk von mindestens zwei Menschen lesen. Das beruhigt. Der erste Lektor (Kommilitone, Freund, Fachverständiger) sollte die Arbeit inhaltlich durchgehen und vor allen Dingen Zeit und Lust für diese Aufgabe mitbringen. Er sollte weder dir noch deinem Fach fremd sein.
Der zweite Leser (Mutter/Bruder/Germanist) sollte das Werk danach professionell auf Rechtschreibfehler überprüfen. Er kann von deinem Fachgebiet - von A wie Altbauinstandsetzung bis Z wie Zölibatwissenschaften - nur Bahnhof verstehen, sollte aber Ahnung von der Rechtschreibung haben und sehr gewissenhaft sein.
Nach diesen zwei Überarbeitungsschleifen sollten sich deine Ängste in Luft aufgelöst haben. Die Anmerkungen beider Leser arbeitest du ein, liest dir deine Arbeit noch genau einmal in Ruhe durch und gibst das "zauberhafte" Werk in Druck.
Wer weiß, vielleicht stehen bald darauf doch ein paar Menschen vor dem Prüfungsamt, die dir applaudieren und zuwinken. Und du trabst müde zwar, aber in bester Laune nach Hause. Denn: Jedem Ende wohnt ein Zauber inne. Du musst ihn nur entdecken!

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