Von Britta Mersch und Dorothee Fricke
Dieses Vorurteil hält sich zwar hartnäckig, stimmt aber nicht. Viele Fachbereiche an Fachhochschulen arbeiten an Themen, die in der Wirtschaft gerade gefragt sind. Dafür pflegen sie enge Kooperationen mit Unternehmen. Um ihre Forschungsarbeiten zu verstärken, bekommen die Fachhochschulen einen großen finanziellen Zuschuss. 2006 rief das Bundesbildungsministerium (BMBF) das Programm "Forschung an Fachhochschulen" ins Leben.
Rund 30 Millionen Euro fließen pro Jahr in drei unterschiedliche Förderlinien: die Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen, die Qualifizierung des Ingenieurnachwuchses und die Profilierung der neuen Technologien. "Für die Fachhochschulen ist das ein nennenswerter Betrag", sagt Tiziana Zugaro, Pressereferentin im Ministerium.
Die 30 Millionen sind allerdings kein Vergleich zu den 1,9 Milliarden Euro, die die Universitäten von Bund und Ländern durch die Exzellenzinitiative bekommen. Insgesamt profitieren hier 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun Unis von dem Geld. "Bei der Exzellenzinitiative geht es darum, die Spitzenforschung an Universitäten im internationalen Wettbewerb zu fördern", sagt Tiziana Zugaro.
Ärgerlich für die Fachhochschulen: Sie konnten sich beim Elite-Wettbewerb nicht direkt beteiligen. Lediglich einigen wenigen FHs ist es gelungen, durch Kooperationen mit Unis etwas vom Förderkuchen abzubekommen. Eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative ist in Planung - auf eine eigene Förderung dürfen die Fachhochschulen aber wohl nicht hoffen.
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