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27.09.2008
 

Bildung

Experten fordern mehr Stipendien für Studenten

Vom Bildungsgipfel am 22. Oktober soll ein Signal ausgehen: Studenten, die zu den Besten ihres Fachbereichs zählen, sollen künftig auch auf finanzielle Förderung hoffen dürfen. Ein nationales Stipendiensystem soll es möglich machen.

Für den Aufbau eines solchen System haben sich hochkarätige Experten stark gemacht. Sie erhöhen damit den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länder, beim Bildungsgipfel am 22. Oktober ein Signal für die Ausweitung der Studentenförderung zu setzen.

Ludwig-Maximilian-Universität München: Hoffnung für Leistungsträger
Ludwig-Maximilians-Universität

Ludwig-Maximilian-Universität München: Hoffnung für Leistungsträger

Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz, des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags sprachen sich auf einer nichtöffentlichen Anhörung am vergangenen Mittwoch in Düsseldorf für ein staatlich mitfinanziertes neues Stipendiensystem aus. Ziel müsse es sein, den Anteil der Studien-Stipendiaten in Deutschland von zwei auf zehn Prozent zu steigern.

Dazu sollten über die Hochschulen einkommensunabhängige Stipendien an besonders leistungsstarke Studenten verteilt werden. Zu der Anhörung hatte die Arbeitsgruppe Stipendienwesen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern eingeladen.

Stipendium

Wieviele werden gefördert?

Rund zwei Prozent aller Studenten in Deutschland bekommen ein Stipendium, heißt es in der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Einigen winken Bücherzuschüsse, andere dürfen sich sogar über die Finanzierung ihres Lebensunterhalts freuen. Ein Drittel der Geförderten wird von den großen Begabtenförderungswerken unterstützt.

Wer zahlt's?

Die Fachleute unterstützten damit nahezu einhellig einen Vorstoß des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministers Andreas Pinkwart (FDP), der im Juli von der GWK zur Beratung an die Arbeitsgruppe verwiesen worden war. Das Sitzungsprotokoll soll noch vor dem Bildungsgipfel an die GWK-Chefin und Merkel-Vertraute Annette Schavan (CDU) geschickt werden.

mik

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