"Es gibt schon ein paar Sachen, die ich an meiner Studienzeit bereue. Ich hätte meine Semesterferien mehr nutzen und einfach öfter wegfahren sollen. Ein Auslandssemester wäre auch nicht schlecht gewesen, und die ständigen Gedanken um einen Job beziehungsweise eine drohende Arbeitslosigkeit würde ich abstellen – das belastet einfach zu sehr.
Wenn man sich bemüht, klappt das mit einem Job schon. Ich habe dank einer Werkstudententätigkeit in einem Verlag jetzt auch ein Jobangebot für nächstes Jahr bekommen, wenn mein Studium zu Ende ist.
Zwischendurch habe ich mal mit meinem Studienfach gehadert. Das passiert wahrscheinlich fast jedem. Und die Frage 'Vielleicht doch besser Lehramt?' hat sich wohl jeder schon mal gestellt. Aber es gibt so viele interessante Fächer, wahrscheinlich ist bei einer geisteswissenschaftlichen Ausrichtung auch BWL im Nebenfach nicht schlecht.
Trotzdem bin ich mit voller Überzeugung an mein Studium gegangen, da ich zuvor schon eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten gemacht hatte und erst im Anschluss mein Abi nachgeholt habe. Ich wusste auf alle Fälle, dass da noch mehr kommen muss.
Allen Erstis rate ich, sich gleich zu Beginn anhand der Einstiegsliteratur einen guten Überblick über das Fach zu verschaffen und alle Infoveranstaltungen wahrzunehmen. Und ganz wichtig: Nachfragen, wenn man mal nicht Bescheid weiß – garantiert ist man nie der einzige, der nicht alles kapiert hat."
Sandra Drlje, 25, studiert Germanistische Linguistik im achten Semester, als Nebenfächer hat sie Neuere Deutsche Literatur und Psychologie. Sie schreibt an ihrer Magisterarbeit.
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