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28.10.2008
 

Studieren in Bayern

Schwarz-Gelb will Verwaltungsgebühr kippen

Bayerns Studenten sollen bald 50 Euro weniger pro Semester zahlen. Vier Jahre nach Einführung der Verwaltungsgebühren will die neue CSU/FDP-Koalition sie abschaffen. Die Studiengebühren bleiben nahezu unverändert - nur Familien mit mehreren Kindern können aufatmen.

Die neue schwarz-gelbe Koalition will in Bayern die Verwaltungsgebühren an den Hochschulen von 50 Euro pro Semester abschaffen. Das haben CSU und FDP in den Koalitionsverhandlungen vereinbart.

Demo in München: Nur geringe Gebühren-Korrekturen
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DDP

Demo in München: Nur geringe Gebühren-Korrekturen

Wörtlich heißt es im Koalitionsvertrag, man werde die Studenten "von den Hochschulverwaltungsgebühren entlasten". Frühestens ist das zum Sommersemester 2009 möglich, die Beiträge für das laufende Wintersemester sind bereits eingezogen.

Die Studiengebühren bleiben, anders als von der FDP gefordert, weitgehend unangetastet. Weiterhin dürfen die Universitäten und Hochschulen den Gebührensatz festlegen, der für Fachhochschulen bei mindestens 100 Euro und an Universitäten und Kunsthochschulen mindestens 300 Euro betragen muss. In der Regel verlangen die Hochschulen 500 Euro pro Semester.

Die einzige Änderung gibt es für Familien mit mehreren Kindern. Zahlt ein Student bereits Studiengebühren in Bayern, muss ein zweites Kind einer Familie für sein Studium so lange keine Gebühren bezahlen, wie Bruder oder Schwester noch im Studium sind.

Die FDP scheiterte mit dem Plan, die bayerische Campusmaut in nachgelagerte Studiengebühren umzuwandeln, die erst nach dem Studium erhoben werden. Die Verwaltungsgebühren waren im Wintersemester 2004/2005 eingeführt worden; Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester erhebt Bayern seit dem Sommersemester 2007.

Designierter Wissenschaftsminister im bayerischen Kabinett von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wird wohl der FDP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Heubisch. Das Amt des Wissenschaftsministers ist der FDP im Koalitionsvertrag zugesagt und wird damit erstmals nicht von einem CSU-Politiker besetzt.

cht

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