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14.07.2009
 

Mammut-Haushalt

Obama steckt zwölf Milliarden Dollar in Hochschulen

US-Präsident Barack Obama hat viel vor: Bis 2020 will er die USA zum Land mit den weltweit meisten Hochschulabsolventen machen. Das Geld soll nicht an die Elite-Unis gehen. Von dem Milliardenprogramm sollen staatliche Hochschulen profitieren.

US-Präsident Barack Obama will mit einem Milliarden-Programm die USA bis 2020 zu dem Land mit den meisten Hochschulabsolventen machen. Zwölf Milliarden Dollar sollen dazu in die "Community Colleges" investiert werden, kommunale Hochschulen mit viersemestriger Studienzeiten. Das erklärten Regierungsvertreter vor einer Rede des Präsidenten am Dienstag im Bundesstaat Michigan.

Präsident Barack Obama setzt auf Steuermillarden für HochschulenZur Großansicht
AP

Präsident Barack Obama setzt auf Steuermillarden für Hochschulen

Obama hat viel vor: In zehn Jahren will er die Zahl der Absolventen dieser teilstaatlich finanzierten Hochschulen um fünf Millionen steigern und damit verdoppeln. Bislang machen rund eine halbe Million Studenten jedes Jahr an den rund 1200 öffentlichen Community Colleges ihren Abschluss. Insgesamt gibt es in den USA 12 Millionen Studenten an insgesamt rund 4100 privaten und öffentlichen Hochschulen.

"Wir bilden heute viel mehr Amerikaner aus, die im vergangenen Jahr deutlich wirtschaftliche Schwierigkeiten erlebt haben", sagte Martha Kanter, Staatssekretärin im amerikanischen Bildungsministerium, der Tageszeitung "Washington Post". Tatsächlich trifft die Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA besonders die Mittelschicht. Viele Amerikaner haben sich zum Teil für die Ausbildung ihrer Kinder hoch verschuldet oder das dafür bestimmte Geld mit faulen Investments verloren. Es sei ein wichtiges Anliegen, in Zeiten einer schlechten Haushaltslage dafür zu sorgen, dass Studenten der Zugang zu höherer Bildung gewährt werden kann, sagte Staatssekretärin Kanter.

2,5 Milliarden Dollar sollen in Bau und Renovierung der nationalen Community Colleges fließen, der Großteil, neun Milliarden Dollar, ist für sogenannten "challenge grants" reserviert, um die sich die Hochschulen bewerben müssen.

Damit soll erreicht werden, dass die Colleges ihre Lehrpläne überarbeiten und neue Programme auflegen. Es werde besonders darauf geachtet, dass nur Colleges Geld bekommen, die auch tatsächlich etwas verbessern, zitiert die Zeitung einen Wirtschaftsberater des US-Präsidenten. Weitere 500 Millionen Dollar sind für Online-Lernprogramme reserviert, sagte Obamas Bildungsberater James Kvaal.

Passiert der Plan als Teil des US-Haushalts den Kongress, soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres mit den Investitionen begonnen werden, sagten Mitarbeiter Obamas der "Washington Post".

Neben einer Reform des Gesundheitssystems und dem Energiewandel ist die Bildung der dritte Schwerpunkt von Obamas Regierungspolitik. Er hat die US-Bürger aufgefordert, mindestens ein Jahr in die höhere Bildung oder die berufliche Fortbildung zu investieren.

Gegenwärtig studieren etwa sechs Millionen Amerikaner an den mehr als Tausend Community Colleges des Landes, die Studiengebühren liegen etwa halb so hoch wie an den staatlichen Universitäten in den USA.

rtr, cht

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15.07.2009 von ElPiet:

nach welchen Kriterien wird hier allgemein angenommen, dass George Bush eine Pappnase in seinem Studienfach gewesen ist? Klar ist er ein äußerst unbeliebter und für viele auch ein sehr schlechter Politiker gewesen, aber was [...] mehr...

15.07.2009 von dickebank: Waffenrecht

Nun ja um eine hohe Mortalitätsrate zu halten, haben die USA ein liberales Waffenrecht. Dazu brauchen die also keine Mediziner. mehr...

15.07.2009 von rosomak: Burundi

Weil man in den USA eben einfach kein Gesundheitswesen wie in Burundi hat. Schauen sie sich die Mortalitätsstatistiken mal an! mehr...

16.06.2009 von khcdm: Das hat ja...

...auch niemand bestritten. Am auffälligsten ist die Dominanz der USA aber natürlich in den Naturwissenschaften und der Medizin. Die eigentliche Publikationssprache ist vielleicht noch nicht mal der wichtigste Indikator für [...] mehr...

16.06.2009 von khcdm: Hallo...

...the point is, that we diskutieren den Mythos der US-Unis. Die Humanisten waren eine eigne "Uni", da haben Sie recht, und publizierten untereinander in lateinischer Sprache. Als es aber keine übernationalen [...] mehr...

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